Konzerte, Parties, Kulturveranstaltungen nur noch für Geimpfte: Das Ende der Solidargemeinschaft

Ein Beispiel für die neue Veranstaltungskultur: "Super-Laune" beim Strandkorb-Konzert für Geimpfte (Foto:Imago/FutureImage)

Weil sie die Felle schwimmen sehen und wissen, dass sie bei einem weiteren Lockdown ihre Branche endgültig beerdigen können, machen Konzertveranstalter und Eventagenturen neuerdings auf Liebkind mit der Corona-Politik – und beteiligen sich an der schmutzigen, antifreiheitlichen parteiübergreifenden Apartheidstrategie, Impfunwillige mit offener Ausgrenzung und Stigmatisierung zu erpressen, sich doch noch die Spritze verpassen zu lassen. Um keine eigenen Nachteile zu gewärtigen, wird eben opportunistisch in den Chor der politischen Pharmareferenten miteingestimmt: ohne Impfung kein Sozialleben mehr, keine Teilhabe an Kultur, Konzerten und geselligem Beisammensein.

Es muss bald wieder volle Konzerthallen geben. Und wenn es nicht anders geht, müssten Nichtgeimpfte eben für eine Übergangszeit draußen bleiben„, fasst die „Welt“ die Position eines Konzertveranstalters und Mitglieds im Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) zusammen. Gastronomen und Konzertorganisatoren melden schonmal Vollzug – und verkünden, zur Hochzufriedenheit der Coronazis in der Politik, ihre Einschätzung: „Es ist auf jeden Fall möglich, Ungeimpfte auszuschließen!„. Daran also soll es nicht scheitern. Vordergründig beharrt der BDKV zwar auf der Einhaltung von Angela Merkels im Februar gegebenem Versprechen, sobald alle Deutschen „bis Ende des Sommers“ (spätestens also Ende September) ihr „Impfangebot“ erhalten haben werden, würden sämtliche Restriktionen für Geimpfte und Genesene fallen. Doch anscheinend ist man dort ebenso naiv wie die meisten Deutschen, die denken, mit einem harmlosen Pieks nach der Devise „Ärmel hoch, Bratwurst her“ hätten sie sich ihrer Freiheit nähergebracht.

Denn Merkels Versprechen war nichts anderes als eine ihrer vielen politischen Lügen – die mit ständig neuen „Entwicklungen„, „Erkenntnissen“ und neuen Scheinnotwendigkeiten entschuldigt werden: Wir hätten ja gerne, aber…. Und so lässt sich schon jetzt sicher sagen, dass mit der Delta-Mutante oder einer bis dahin neuen Variation, auf Grundlage der (eigentlich längst aussagelos gewordenen) Inzidenzen oder schlicht, weil sich zuviel Vollgeimpfte dennoch anstecken, die nächsten Schikanen legitimiert werden. Aus den zwei Impfungen wird womöglich die Pflicht zur dritten, zur vierten, zu immer wiederkehrenden Auffrischungsimpfungen. Und wenn sich die Erkenntnis durchsetzt, dass Geimpfte mehr zur Ausbreitung des Virus beitragen als Ungeimpfte, wird sich ohnehin eine Katerstimmung breitmachen.

Jede Menschenverachtung, jede Scheußlichkeit wird abgenickt, um das eigene Geschäft zu retten

Dass, wie in der „Welt“ die Veranstaltungsmanager jammern, ihre Geschäftsmodelle auf eine hundertprozentige Auslastung der Kapazitäten ausgelegt seien und ihnen bei Nichtauslastung früher oder später Insolvenz droht, müsste die Branche eigentlich eher an die Seite der Querdenker und Corona-Demonstranten treiben, die von dieser Psychose gestrichen die Nase voll haben. Doch ganz nach bewährter Manier suchen sie stattdessen die Nähe der Politik, in der irrigen Annahme, von dieser ginge Vertrauen, Verlässlichkeit und Planbarkeit aus. Deshalb schlucken sie dann sogar Wahnsinnspläne, wie die von Kanzleramtsminister Helge Braun ungeniert ins Gespräch gebrachten Alltagsdiskriminierungen auch für zwar umgeimpfte, aber nachweislich kerngesunde Nichtinfizierte mit negativem Test. Sie würden, wenn dies in der heutigen Politik schick wäre, vermutlich auch Juden, Schwarze, glatzköpfige, HIV-Positive oder körperlich Behinderte aussperren, bloß um ihren Umsatz zu machen.

Worauf wir hier zusteuern, das ist das finale Ende der Solidargemeinschaft. Die Einführung von Impfpässen und gesundheitlichen Unbedenklichkeitsnachweisen wird Corona weit überleben; sie wird nach und nach weitere diagnostische Beweise für „gemeinförderliches“ oder „gemeinschädliches“ Verhalten, für die richtige oder verderbliche Lebensführung auf den Plan rufen, die in digitaler Form – erst portabel, irgendwann per Chip am oder im Körper – jederzeit abrufbar sind. In Kombination mit dem bereits in China praktizierten Social Scoring, das auch für Deutschland allmählich in die Diskussion eingeführt wird, ist dies die Vorstufe in eine digitale Tyrannei, gegen die Orwells Visionen paradiesisch wirken. (DM)