Vorbildlich: Boris Palmer verweigert die Impfung seiner Kinder

Boris Palmer (Bild: shutterstock.com/Von Markus Wissmann)

Tübingens grüner Oberbürgermeister Boris Palmer erklärt, dass er seine eigenen Kinder nicht gegen Corona impfen lassen wird. Er sei sich „ziemlich sicher“, dass das Risiko für die Kinder größer bei der Impfung sei als bei der Infektion mit dem Coronavirus.

In einem Interview mit der Bild-Zeitung erklärt der Grünen-Politiker Boris Palmer, warum er seine eigenen Kinder nicht gegen Corona wird impfen lassen. Er selbst hält die Beschlüsse der Gesundheitsminister zur Coronaimpfung von Minderjährigen ab zwölf Jahren, die gegen die Einschätzung der Stiko gefasst wurden, für falsch. Er sei sich „ziemlich sicher“«, dass das Risiko für die Kinder größer bei der Impfung sei als bei der Infektion mit dem Coronavirus: „Also muss man sich für das Risiko der Infektion dann entscheiden“, so seine Aussage zu der Entscheidung eines jeden Einzelnen, die in einem funktionierenden Rechtsstaat eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

Palmer, Vater von drei Kindern, zeigt sich davon überzeugt, dass seine Kinder mit hoher Wahrscheinlichkeit gar nicht merken, wenn sie eine Coronainfektion bekommen würden. Ebenso überzeugt sei er davon, dass es im kommenden Schuljahr zu vielen Infektionen kommen werde. Dennoch dürften Schulen nicht präventiv geschlossen werden, so der liberale Palmer, der innerhalb seiner grünen Partei massiver Kritik ausgesetzt ist.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten am Montag entschieden, Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren ein „breites Angebot für Coronaimpfungen in Arztpraxen, Impfzentren und Schulen“ mit einem nur über eine Notfallzulassung bewilligten, gänzlich unausgesteten RmnA- Impfstoff zu geben. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte sich einer umfänglichen Empfehlung verschlossen und bleibt aktuell noch bei ihrer Einschätzung, die Coronaimpfung für 12- bis 17-Jährige nur bei Vorliegen besonderer Risiken zu empfehlen. (SB)