Ohne Nachweis bald keine Schule: Corona-Pass in Italien in Kraft getreten

Ohne Nachweis bald keine Schule: Corona-Pass in Italien in Kraft getreten; Bild: Startbild Youtubevideo RT DE
Ohne Nachweis bald keine Schule: Corona-Pass in Italien in Kraft getreten; Bild: Startbild Youtubevideo RT DE

Seit Freitag ist der sogenannte „Grüne Pass“ in Italien notwendig, wenn man im Innenraum eines Restaurants essen möchte, ins Museum oder in ein Schwimmbad will. Alle Italiener ab zwölf Jahren müssen nun ein Dokument mit sich führen, in dem Informationen darüber, ob man geimpft, getestet oder genesen ist, gespeichert werden. Die 2-Klassen-Gesellschaft, vor der 2020 noch zahlreiche „Verschwörungstheoretiker“ gewarnt hatten, wird damit Realität.

Besucher, die den Gesundheitspass nicht vorlegen können, werden selbst an weltberühmten Sehenswürdigkeiten abgewiesen. Auch werden diese von der Teilnahme an Kultur- oder Sportveranstaltungen, Fitnessstudios und Vergnügungsparks ausgeschlossen. Die Unternehmen müssen sich diese Nachweise vorzeigen lassen, andernfalls drohen ihnen Strafen.

„Es ist keine sehr demokratische Maßnahme, wenn man sich zwangsweise impfen lassen muss, um bestimmte Dinge wie Restaurants oder Kinos zu besuchen. Aber letztendlich denke ich, dass es für das Allgemeinwohl ist, für das Wohl der Gemeinschaft. Und das ist das Wichtigste. Als Bürger das Gute für alle zu tun, mithilfe des Impfstoffs und des Grünen Passes“, erklärte ein Einwohner von Rom.

Touristen, die in Deutschland oder einem anderen EU-Land bereits geimpft wurden, benötigen keinen „Grünen Pass“ und können das digitale EU-Impfzertifikat vorzeigen. Dieses wird von Ärzten, Apotheken oder Impfzentren ausgestellt und gilt in der gesamten Europäischen Union.

Für Hotels oder den öffentlichen Nahverkehr ist bisher kein „Grüner Pass“ notwendig. Ab dem 1. September jedoch müssen Lehrer, Schüler und Studenten sowie Fahrgäste des ÖPNV auf längeren Strecken in Italien den Grünen Pass bei sich führen: einen digitalen oder papiernen Nachweis über eine Impfung, eine Genesung oder einen negativen Test. Eine Erstimpfung ist dabei ausreichend, der negative Test darf nicht länger als 48 Stunden zurückliegen.

Mehr dazu: https://kurz.rt.com/2m4c

(Quelle)