Angeschmiert: Geimpfte bleiben genauso Virenlastträger wie Umgeimpfte

Geimpft und angeschissen (Foto: Von Aleksandra Suzi/Shutterstock)

Laut der britischen Gesundheitsbehörde soll die Virenlast bei Geimpften, die positiv auf den SARS-CoV-2-Erreger getestet wurden, genauso hoch sein wie bei ungeimpften Personen. Demnach sollen geimpfte wie ungeimpfte Menschen, die sich mit der Delta-Variante des Coronavirus anstecken, weiter sehr infektiös sein.

Die Zahlen stammen aus ersten Ergebnissen, die von der britischen Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) veröffentlicht wurden und darauf hindeuteten, dass sowohl geimpfte als auch ungeimpfte Personen bei einer Infektion mit Delta ähnliche Coronavirus-Werte aufweisen könnten, basierend auf den sogenannten Zyklusschwellenwerten (CT) bei PCR-Tests,berichtet The Guardian. Da es sich um eine frühe Datenlage handelt, seien weitere Untersuchungen nötig.

Laut PHE-Bericht sind zwischen dem 1. Februar und dem 2. August dieses Jahres insgesamt 5.159 Menschen mit der Delta-Variante ins Krankenhaus eingeliefert worden, von denen 2.960 ungeimpft waren und 1.355 zwei Dosen der Covid-Impfungen erhalten hatten.

In Schweden, dem Land, das sich von Beginn an den strengen Corona-Maßnahmen verweigert hat, ist die Lage entgegen aller Vorhersagen entspannt. Schweden habe die die Corona-Pandemie bisher gut gemeistert, findet ein Intensivmediziner, der aus dem Sauerland stammt und in einem schwedischen Krankenhaus arbeitet.

„Wir haben auf den gezielten Schutz der Risikogruppen und gleichzeitig auf Eigenverantwortung und Freiwilligkeit gesetzt“, so Rainer Gatz gegenüber der Berliner Zeitung. Covid-19 sei eine Virus-Erkrankung, die – genau wie Influenza sehr gefährlich werden könne und deren Ablauf identisch sein kann: „Der Kampf um das Überleben ist oft fürchterlich. Es kann ein Kampf über Tage oder gar Wochen sein, mit verschiedenen Atemhilfen, mit der Bauchlage, mit Luftnot bei geringster Anstrengung“, berichtet Gatz in dem Interview mit der Berliner Zeitung. Er habe solche Verläufe sowohl bei Covid als auch bei Influenza erlebt.

Der Intensivmediziner, der in einem Krankenhaus im südschwedischen Ystad arbeitet, sieht besonders die von der deutschen Regierung propagierte dritte „Auffrischungsimpfung“ kritisch: „Die Impfungen basieren auf der Produktion des sogenannten Stachel-Proteins (spike protein). Dieser Vorgang birgt wegen der möglicherwiese überschießenden Immunreaktion eindeutig die Gefahr von Thrombosen-Bildung. Mir ist die wissenschaftliche Grundlage dafür zu unsicher, um ein drittes Mal auf diese Art zu impfen. Ich persönlich fühle mich da sehr unwohl“, so der Arzt.

Sorge bereitet ihm vor allem die Spaltung innerhalb der deutschen Gesellschaft beim Thema Corona, die er nur „schwer ertragen“ kann. Auch in Schweden gebe es sehr unterschiedliche Meinungen zur Pandemie und den Maßnahmen. Doch diese unterschiedlichen Meinungen würden laut Gatz nicht Familien- und Freundschaftsbande bedrohen. Auch in dieser Hinsicht ist Schweden wohl besser durch die ausgerufene Pandemie gekommen. (MS)