Priestermord in Frankreich: Kein Fall von Islamismus, wohl aber von Staatsversagen und Migrationsirrsinn

Messe in der Kathedrale von Nantes, der nunmehrige Mörder vor einem Jahr abfackeln wollte (Foto:Imago/Andia)

Der Mord an einem 60-jährigen Priester in Frankreich eignet sich für eines ausnahmsweise nicht: Zur Untermauerung der These von der zunehmenden radikalen Islamisierung und religiöser Intoleranz auf urchristlichem europäischen Boden (was nicht bedeutet, dass diese nicht zuträfe). Denn der 39-jährige Flüchtling aus Ruanda, der jetzt in Nantes den Priester Provinzial der Montfort-Missionare, Olivier Maire, ermordete und bereits vor einem Jahr die Kathedrale von Nantes in Brand steckte, ist selbst Christ. Was natürlich nicht ausschließt, dass ein gezielter Hass auf die katholische Kirche eine Rolle gespielt haben mag.

Doch bevor sich die betroffene Öffentlichkeit in Frankreich und bei uns nun wieder die Hirnwindungen zermartert, welche Traumata und schrecklichen biographischen Erfahrungen den bedauernswerten (und im Zweifel natürlich psychisch kranken) Täter getrieben haben mögen, sollte vor allem eines geklärt werden – und hier ergeben sich eben durchaus Parallelen zu islamistischen Brand- und Mordanschlägen nach ähnlichem Muster der Vergangenheit: Wie kann es sein, dass ein Brandstifter, der seine Taten damals sogar gestand, ein Jahr lang frei herumläuft und durch die Unfähigkeit des Rechtsstaats, sich seiner zu entledigen – durch Abschiebung oder wenigstens Sicherheitsverwahrung – erst in die Lage versetzt wird, einen Pfarrer zu ermorden?

Die Ausreden hierfür sind in Frankreich dieselben wie bei uns, und ebenso reflexartig ist dort auch die unerträglich zynisch-triumphierende Kaltschnäuzigkeit, mit der Gutmenschen, Migrationslobbyisten und linke Medien jene „Rechtspopulisten“ und „Extremisten“ versuchen lächerlich zu machen, die eben diese Fragen stellten – so wie die Partei Rassemblement National-Vorsitzende Marine Le Pen: Diese habe keine Ahnung, so der von ihr angegriffene Innenminister Gérald Darmanin, denn nach „rechtsstaatlichen“ Kriterien sei eine Abschiebung noch gar nicht möglich gewesen. Man kennt diese Apologie auch von hier zur Genüge, all diese scheinbar überzeugenden Details der schlussendlichen Inkompetenz zur Kaschierung des Versagens eines Staates, der ständig tausend Gründe aufbieten kann, warum grundlegende Elementarpflichten wie der Schutz der eigenen Bevölkerung vor kriminellen oder verhaltensgestörten Zuwanderern nicht funktioniert.

Dasselbe Narrenspiel wie in Deutschland

In der Nähe der westfranzösischen Stadt und in der Nähe ist nun wieder einmal die Bestürzung groß, nachdem sich der Ruander, vor seiner Brandstiftung vor einem Jahr Mitarbeiter der dortigen Kirchengemeinde von Nantes, im rund 60 Kilometer Mortagne-sur-Sèvre der Polizei gestellt und den Mord an Maire gestanden hatte, der ihm offenbar mehrere Monate Herberge und Unterkunft gestellt hatte. Nachdem er im Juli 2020 bereits gestanden hatte, das Feuer gelegt zu haben, und daraufhin festgenommen worden war, dürften die meisten Franzosen wohl vor allem überrascht gewesen sein, dass er längst wieder auf freiem Fuß war.

In Frankreich fühlt man sich jetzt ungut an weitere tödliche Attacken auf katholische Geistliche erinnert: Erst im Oktober hatte ein 22-jähriger Tunesier in der Basilika Notre-Dame von Nizza drei Menschen erstochen. 2019 war in der Region Oise ein 90-jähriger Priester mit seinem Kruzifix misshandelt und erstickt worden. Für besonderes Entsetzen hatte auch 2016 der grausame Mord an einem 85-jährigen Priester in Rouen gesorgt. Bei all diesen Fällen hatte es sich um muslimische Täter gehandelt. Auch wenn insofern die Tat von Nantes abweicht: Das Grundproblem einer völlig gescheiterten Einwanderungs- und „Integrations“-Politik und die Laxheit westlicher Staaten mit eingesickerten Gefährdern und Zeitbomben aller Art bleibt bestehen. (DM)