Gefahr erkannt, aber nicht gebannt: Wer schützt uns vor den „Schutzsuchenden“?

Flüchtlingskriminalit ist weiter auf dem Vormarsch (Symbolbild:Jouwatch)

In Studien und amtlichen Statistiken wird inzwischen offen über Flüchtlingskriminalität berichtet – doch die Konsequenzen bleiben aus. Zwar hat sich das „veröffentlichte“ Klima zur Flüchtlingsdebatte allmählich gewandelt, zwar werden auch in den Medien zunehmend die Schattenseiten eines politischen Wahns beleuchtet, dessen Herausforderung wir eben absehbar und nachweislich „nicht schaffen“. Doch noch immer besteht eine Diskrepanz zwischen der politischen Darstellung der sogenannten „Flüchtlinge“ als real Schutzsuchende, und den aus ihren Reihen weit überproportional häufig verübten Straftaten. Der steigende Blutzoll erzwingt zwar realistischere Betrachtungen, doch von einem Umdenken kann keine Rede sein. Da staunt der Fachmann, und der Laie wundert sich schon längst nicht mehr.

Dabei wäre dieses lebenswichtig und überfällig – gerade angesichts weiterer zu erwartender Migrantenlawinen, die sich unweigerlich infolge des fulminanten westlichen Scheiterns in Afghanistan zu uns aufmachen. Ein Grund für die Duldungsstarre liegt an der großen Ratlosigkeit der Entscheider. Für sie – wie für die meisten mentalen Bahnhofsklatscher und Freunde „offener Grenzen“ in diesem Land – ist jedes Eingeständnis des eigenen Irrtums, der geplatzten Träume und offensichtlichen Fehleinschätzungen von 2015 und 2016, eine persönliche Niederlage und eine narzisstische Kränkung, weshalb es so unheimlich schwer ist, selbst gestandene Experten zu den richtigen Schlüssen zu bewegen. Es ist zwar schon ein echter Fortschritt, dass sie Realität nicht mehr leugnen, sondern zumindest konzedieren – doch sie tun es bewusst wertfrei, ohne die entsprechenden Schlüsse zu ziehen. Denn diese sind weiterhin politisch so inkorrekt wie heikel.

Diese Unfähigkeit, der Konstatierung von Fehlentwicklungen bei der deutsche Asylpolitik dringende Handlungsempfehlungen folgen zu lassen, spricht auch aus einer neuen von der Mercator-Stiftung beauftragten Studie. Wie auch die Erkenntnisse der Kriminalberichte und die Analysen des Bundeskriminalamts zur stark ansteigenden Zuwandererkriminalität seit dem Beginn von Merkels destruktiver, verantwortungsloser Einladungspolitik an alle Welt werden darin zwar die Kriminalitätsraten unter Schutzsuchenden und Asylbewerbern – geduldeten Abgelehnten wie auch anerkannten – zwar benannt und eingeräumt, doch es wird sogleich dekonstruiert. Die im Juli publizierte, von der Universität Mainz durchgeführte Studie liefere „Anstöße, ohne die richtigen Schlüsse zu ziehen„, so „Tichy’s Einblick“ (TE).

Zwischen 2015 und 2019 haben sich die Straftaten durch sogenannte „Flüchtlinge“ verdoppelt; bei einem Bevölkerungsanteil von nur zwei Prozent entfielen auf Asylbewerber 15 bzw. 13 Prozent (2017 und 2019) aller Tötungsdelikte. Bei „Rohheitsdelikten“ wie Körperverletzung, Raub kam es zwischen 2015 und 2018 praktisch zu einer Verdoppelung von 5,4 Prozent auf über zehn Prozent asylsuchende Tatverdächtige, so TE. Auch im Jahr 2019 sank dieser Anteil kaum ab.

Ernüchternde und eindeutige Tendenzen laut PKS

Vor allem die „Sexualstraftaten mit Flüchtlingsbeteiligung“ stiegen seit 2015 um 100 Prozent. 2020 lag der Anteil der Asylbewerber an sämtlichen Tatverdächtigen aller Delikte laut polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) bei 7,3 Prozent (ohne ausländerrechtliche Verstöße!); bei den „Straftaten gegen das Leben“ waren es sogar 12,4 Prozent aller Tatverdächtigen, bei Vermögens- und Fälschungsdelikten 9,7 Prozent, bei Diebstahl neun Prozent. Dies sind, wohlgemerkt, nicht etwa Tatverdächtige mit Migrationshintergrund (hier liegen die Zahlen nochmals deutlich bis um ein Vielfaches höher), sondern bezieht sich nur auf Asylbewerber.

So genau wollen es dann doch nur die wenigsten Journalisten wissen. Zwar werde heute deutlich negativer über Asylbewerber berichtet wird als während der akuten Flüchtlingskrise 2015 und 2016, resümiert TE (inzwischen behandle immerhin jeder zehnte journalistische Beitrag Terrorismus und Flüchtlingskriminalität), und es werden auch die Sicherheitsinteressen der einheimischen Bevölkerung deutlich ernster genommen. Parallelmilieus der häufigsten Zuwandererethnien – Syrer, Afghanen, Afrikaner in ihren jeweiligen „Communities“ werden eher als segregiert und „konfrontativ“ gegenüber der deutschen Gesellschaft erkannt (womit letztlich das Phantasma der „Integration“ entzaubert wird). Doch dass die Problemzuwanderung durch Flüchtlingsaufnahme, also dieser von Deutschland gewährte „Schutz“ de facto immer mehr zur Schutzlosigkeit der eigenen Bürger im Land führt, wird in seiner paradoxen Brisanz nicht geschlussfolgert.

Die Studienautoren erkennen zwar hierdurch eine „widersprüchliche“ Situation, doch sie scheuen Konsequenzen – genau wie die Regierenden, in deren Schubladen Studien wie diese zusammen mit diversen Gutachten und Expertisen verschwinden. Doch auf dauer führt eben, so TE, „kein Weg daran vorbei, die Nachteile der irregulären Migration für Deutschland eindeutig zu benennen… Alles andere wäre, war und ist Augenwischerei.“ (DM)