Käßmann: Liebe deinen nächsten Terroristen – aber hasse jeden Querdenker!

Margot Käßmann: (Foto:Imago/PressedienstNord)

Kirchliche Schizophrenie im Endstadium: Wenn es um Gesundbetung und Beschwichtigung  gegenüber Islamisten und muslimischen Terroristen geht, springen bei Ex-EKD-Chefin und Bischöfin Margot Käßmann alle Bergpredigt-Reflexe an und sie fühlt sich christlicher als Jesus selbst, wenn sie Nächstenliebe gegenüber Sprenggläubigen einfordert. Kompromisslose Härte und Intransigenz gegenüber Querdenkern gehen für sie hingegen in Ordnung, wie sie in einer BamS-Kolumne kürzlich unmissverständlich klarstellte.

In „Bild am Sonntag“ hatte Käßmann vergangene Woche gepoltert, jetzt gelte es, „Querdenkern entschieden entgegenzutreten„. Das war es also, was der Kirchenfrau kurz nach den schockierenden Bildern von Polizeigewalt und brutalen Übergriffen auf friedfertige Bürger in Berlin einfiel, obwohl die meisten der Opfer vermutlich selbst EKD-Zielgruppe oder gar praktizierende evangelische Christen sind. Das selbstverstärkende Zerrbild der bösen, rechten Gefährder und Querulanten hat bei Käßmann anscheinend den Blick dafür getrübt, welches Publikum sich auf den Grundrechtsdemonstranten eigentlich so herumtreibt: Eine mehrheitlich alternative, teilweise esoterisch-spirituell angehauchte, pazifistische und explizit freiheitsliebende Klientel, die mit den Stuhl- und Gebetskreisen einer evangelischen/protestantischen/lutherischen „Pfarrer*In“ jedenfalls mehr zu tun hat als mit Reichsbürgern, Glatzen oder „Rechten“, wie sie in Käßmanns Hirn herumspuken.

So etwas kommt dabei heraus, wenn man nur noch im Saft der eigenen Vorurteile schmort und sich mit den Menschen, ihren Sorgen und Anliegen nicht mehr beschäftigt, sondern stattdessen in die billig-wohlfeile Hetze von Regierung und „Mehrheitsgesellschaft“ einstimmt. Doch Staatsnähe war ja schon immer das hervorstechende Merkmal der Protestanten und Reformierten – unter allen Fahnen. Und so auch heute beim Impfstaat. Freiheit und Grundgesetz sind da sekundär. Und wer diese Ordnung in Frage stellt, für den gibt es kein Verständnis, keine Gnade, keine Feindesliebe. Anders als für IS-Terroristen (siehe Gegenüberstellung unten), denen „mit Liebe und Vergebung“ begegnet werden soll – denn die eigne sich schließlich zur Projektion der christlichen Kernbotschaft (und damit der eigenen moralischen Überlegenheit) – auch wenn es einer Verhöhnung ihrer Opfer gleichkommt. (DM)

(Screenshot:Netzfund/Facebook)