Forsa: SPD überholt Grüne – Unter den Blinden wird der Einäugige wohl König werden

Foto: Olaf Scholz (über dts Nachrichtenagentur)

Auf Grund der gigantischen Flut an täglichen Nachrichten hat der deutsche Wähler sein Gedächtnis verloren. Oder anders:  Wer von den verantwortlichen Politikern in den letzten drei Tagen mal keinen Mist gebaut hat, steigt wieder in der Wählergunst, weil er aus den Schlagzeilen geraten ist:

Die SPD hat in der neuesten Forsa-Umfrage die Grünen überholt. Laut der Erhebung für RTL und n-tv, die am Mittwochmorgen veröffentlicht wurde, liegt sie nur noch zwei Prozentpunkte hinter der Union. So knapp war der Vorsprung der CDU/CSU vor den Sozialdemokraten zuletzt im März 2017, nach der Nominierung von Martin Schulz, sowie im September 2011.

Grüne und FDP verloren gegenüber der Vorwoche je einen Prozentpunkt. Für die Union, die FDP und die AfD änderte sich nichts. CDU/CSU kommen laut Umfrage auf 23 Prozent, die SPD auf 21 Prozent, die FDP auf 12 Prozent, die Linke auf 6 Prozent, die Grünen auf 19 Prozent, die AfD auf 10 Prozent und die Sonstigen auf 9 Prozent.

Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt weiterhin bei 26 Prozent und damit über dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017. In der Kanzlerfrage kann SPD-Kandidat Olaf Scholz seinen Vorsprung ausbauen. Er gewinnt gegenüber der Vorwoche drei Prozentpunkte hinzu und liegt jetzt mit 29 Prozent 17 Prozentpunkte vor Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (unverändert 12 Prozent). Die Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock verliert gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt und schneidet derzeit mit 15 Prozent 14 Prozentpunkte schlechter ab als Scholz.

So gut das ist, dass Frau Baerbock Woche für Woche Prozentpunkte verliert und Armin Laschet für sein profilloses Wanken bestraft wird, so schlecht ist das mit der Prognose für Olaf Scholz. Denn mit ihm kriegen wir die Esken und auch noch mal den Maas als Minister serviert.

Lasset uns beten. (Mit Material von dts)