Rosen für die Taliban und deutsche Politiker in Schnappatmung

Rosen für die Taliban; Bild: Screenshot Twitter
Rosen für die Taliban; Bild: Screenshot Twitter

Kabul – Tausende Menschen feierten am Sonntag die Rückkehr der Taliban in Afghanistan, als wäre eine große Last von ihren Schultern gefallen – das ist das Bild, das die Taliban der Welt zeigten. Sie verbreiteten Videos, in denen sie mit weißen Rosen willkommen geheißen wurden und posteten Tweets, in denen die sie als Helden gefeiert und als Befreier Afghanistans gefeiert wurden. 

Videos, die von den Taliban verbreitet werden, zeigen die neuen Herrscher in der Hauptstadt Kabul, wo sie nach Personen suchen, die mit den westlichen Streitkräften zusammen gearbeitet haben. Im Tweet ist lapidar von „Dieben“ die Rede, die verhaftet und zur Verantwortung gezogen wurden. Die Videos zeigen deutlich, dass die strenggläubigen Islamisten, wie befürchtet, bereits Jagd auf Andersdenkende machen.

In westlichen Medien wurden Bilder von Menschen gezeigt, die sich auf dem Kabuler Flughafen auf startende Flugzeuge setzten, um den Taliban zu entkommen. Die Taliban verbreiteten ein Video, das die Perspektive derer zeigt, die den Tod fanden, als sie versuchten, zu entkommen.

Die Islamisten verbreiteten zudem ein Video, in dem ein Mann eine weiße Rosen als Willkommensgeschenk zur Begrüßung der Taliban übergibt. Ob die Islamisten einen Faible für Blumen haben, ist fraglich. Das Video dient vermutlich auch nur der verharmlosenden Darstellung der mittelalterlichen Herren, die gerne Köpfe abschneiden, zu Tode steinigen oder Homosexuelle von Hochhausdächern werfen.

Dass die Propaganda der Taliban wirkt, zeigt der folgende Tweet. Leider vergaß der Poster die Quelle anzugeben, die wichtig ist, da es sich auch um ein Talibanvideo handeln könnte.

Die „Rückkehr der Normalität“ wird – auch von den Taliban – im folgenden Tweet angepriesen:

Hunderte Waffen, Munition und modernste Hubschrauber, die offenbar sogar in der Hitze fliegen können, sind jetzt in den Händen der Taliban, dabei hieß es immer „die haben doch eh keine Piloten“.

 

Indes in Deutschland: