Höchst brisant: Deutschland – zukünftiges Afghanistan 2.0?

Nicole Höchst vom AfD-Landesverband Rheinland-Pfalz

Es gibt anscheinend diesen Traum, in Deutschland ein besseres Afghanistan zu errichten. Von wie vielen Menschen in diesem Land wird er bereits geträumt? Und wie weit sind wir schon? / von Nicole Höchst

Zur obigen Eingangsfrage muss ich ein wenig ausholen: Ich habe diese Woche in meinem Wahlkreis lange mit einem geflüchteten Afghanen zwischen zwanzig und dreißig Jahren gesprochen, der mit seiner Familie (!) vor sechs Monaten nach Deutschland geflohen ist. Zu dem Zeitpunkt stand für ihn bereits fest, dass die Taliban in Afghanistan die Macht wieder an sich reißen würden und das sehr bald. Soviel zum Versagen der deutschen Bundesregierung, im trauten Reigen vereint mit dem Schlafwandler und Globalisierungsutopisten Biden. Eigentlich müsste es Rücktritte hageln. Aber von den Versagern auf der Regierungsbank wäre das wohl zu viel Ehre erwartet.

Er sagte, er hätte nie daran geglaubt, dass Afghanistan verwestlicht werden könnte. Die Menschen konnten mit Demokratie nichts anfangen, die Clanstrukturen blieben über die Zeit erhalten. Die Scharia-Affinität sowieso. Er nannte den Westen naiv, dass sie dachten, sie könnten “eine Regierung nach westlichem Vorbild installieren und den Westen nach Afghanistan tragen”. Stattdessen trügen sie nun Afghanistan in den Westen. Er lächelte gewinnend, war sehr verbindlich, beeindruckte zwischendurch immer wieder mit nahezu akzentfreien deutschen Sätzen – allerdings im Sprachniveau A2 des europäischen Referenzrahmens für Fremdsprachen. Höflich fragte er, ob wir bitte Englisch sprechen könnten, das könne er besser.

Er war angeblich in Kabul Controller gewesen (wenn ich sein Englisch richtig verstanden habe), ist nun in meinem Wahlkreis angesiedelt und kam vor ein paar Tagen neugierig mit seinen Kleinkindern an den Infostand. Ich fragte ihn: “Warum Deutschland?” Er lachte und sagte, Deutschland mache einfach “das beste Angebot.” Er denkt, dass er hier vielleicht wieder als Controller Arbeit findet. Und wenn nicht, sei das auch nicht schlimm, er könne ja „rechnen“ – und mit Hartz IV könne man gut rechnen. Das würden übrigens alle Afghanen so sehen. Auch die, die weniger gut rechnen können.

Gut rechnen können ist Trumpf

Er denkt, dass alle Flüchtlinge nach Deutschland kommen wollen, weil „hier schon so viel Afghanistan ist“ und sie hier leben können, wie zu Hause – aber frei und versorgt. Er klärte mich auf: Bei einer Geburtenrate von durchschnittlich 5 Kindern pro Frau sei Deutschland in ein paar Jahren dann ein islamisches Land mit „Gottesrecht“. Sozusagen ein verbessertes Afghanistan 2.0. Es war ein sehr nettes, verbindliches Gespräch. mit einem sehr höflichen Mann. Ein Einzelfall. Ganz klar.

Ich kann wirklich jedem nur empfehlen, sich den Film “Dekadenz – Jubelnd in den Untergang” meines Freundes und Kollegen Iman Karim aus dem Kuratorium der Desiderius Erasmus Stiftung anzusehen. Imad stammt aus dem Libanon. Der Bürgerkrieg, die Sicherheitslage vor Ort, die Verfolgung durch lokale Kommandeure und die allgemeine Sicherheitslage zwangen ihn sein Heimatland zu verlassen. Als Exil wählte er Deutschland. Ab 1977 studierte er in Berlin, Mainz und Mannheim Medienwissenschaft und Sozialwissenschaft und schloss 1987 mit einem Magister ab. Von 1987 bis 1991 finanzierte er seinen Lebensunterhalt durch Übersetzungsarbeiten in und aus dem Arabischen.

Imad Karim hat erlebt, wie aus dem Libanon mit seiner Hauptstadt Beirut, diesem “Paris des Nahen Ostens“, ein Staat mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung wurde. Ebenso sollte man dringend die Stimme des profilierten islamkritischen Politikwissenschaftlers Hamed Abdel-Samads hören. Es gibt daneben noch sehr viele weitere des Arabischen mächtige Menschen, wie z.B. unser jüngstes AfD-Mitglieds aus Speyer, der ebenfalls versteht, was viele der sogenannten Flüchtlinge, die das ”beste Angebot” Deutschlands bereits angenommen haben, über Deutschland, die Deutschen und ihre grenzenlose Einfalt so zu sagen haben.

Meine Hoffnung ist, dass immer mehr Menschen verstehen, dass ein Land, das Afghanistan aufnimmt, nicht Afghanistan hilft, sondern selbst zu Afghanistan 2.0 wird. Dies scheint aber so oder so ähnlich die eigentliche Absicht der Bundesregierung zu sein, denn sie hat ja genaueste Kenntnis aller demographischen Zahlen, die die stetige Zunahme der Anzahl von Menschen aus muslimisch geprägten Ländern ausweisen. Sie weiß darüber wohl Bescheid, dass in vielen Städten die Anzahl der Menschen mit ausländischen Wurzeln in den Altersklassen 0 bis 5 Jahre und 6-10 Jahre an der 50 Prozentmarke kratzt oder diese bereits überschritten hat.

Das „beste Angebot“ macht Deutschland

Die Bundesregierung weiß, dass die etwa Mehrzahl etwa der zugewanderten Syrer es sich in der sozialen Hängematte bequem macht. Sie weiß, was das an Kosten für die Steuerzahler bedeutet. Sie weiß, dass manche Stadtteile in Großstädten längst durch Clans beherrscht werden. Sie weiß um den überproportionalen Anteil der Zugewanderten an Kriminalität, sogenannte Ehrenmorden, Gruppenvergewaltigungen, Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen, Drogendelikten und so fort. Sie weiß um die zunehmend unbeherrschbaren Party- und Event-Gesellschaften. Sie weiß um die Silvesternacht auf der Kölner Domplatte.

Da Unwissenheit als Erklärung nicht in Frage kommt, lautet also die Antwort auf die Frage, warum sie nichts zum Wohle des deutschen Volkes unternimmt, wahlweise: Unfähigkeit, Unwillen oder Absicht.

Es ist sicher unstrittig, dass den Menschen, die für die deutschen Streitkräfte in Afghanistan gearbeitet haben, die genannten sogenannte „Ortskräfte“, nun Gefahr für Leib und Leben droht. Tatsächliche Ortskräfte sind dabei eine sehr klar definierte, sehr kleine Gruppe von Menschen: „In Afghanistan war und ist Deutschland auf lokale Helfer angewiesen, vor allem Dolmetscher, aber teilweise auch Fahrer oder Küchenhelfer. Als Ortskraft gilt, wer direkt für ein deutsches Ministerium tätig ist oder indirekt für das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), also bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Entwicklungsbank der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Auch Mitarbeiter von politischen Stiftungen gelten als Ortskräfte. Mitarbeiter von Subunternehmen, NGOs oder Medienschaffende fallen in der Regel nicht darunter„, zitiert der „Mitteldeutsche Rundfunk“ die Definition der Bundesregierung.

Diesen echten Ortskräften darf und muss die Flucht aus Afghanistan in einen sicheren Anreinerstaat – und der Neustart dort – ermöglicht werden. Ich würde diese geringe Anzahl an Menschen aber auch jederzeit im Austausch für die 30.000 ausreisepflichtigen Afghanen in Deutschland aufnehmen. Doch unsere Konsensparteien bekommen den Hals an Flüchtlingen wieder nicht voll – und das trotz aller Beteuerungen, dass sich 2015 nicht wiederholen dürfe. Erneut werden sie kaum irgendetwas unternehmen, um die ausreisepflichtigen Afghanen in ihr Heimatland zu verbringen, noch werden sie sich wehren – gegen den massenhaften Ansturm vom Hindukusch in das Land mit dem „besten Angebot“: Deutschland.

(Screenshot:Twitter)

Die Asylindustrie jubelt vermutlich insgeheim schon über soviel Zulauf. Doch ein Gutes hat der deutsche Truppenabzug aus Afghanistan: Unsere Soldaten sind zurück in Deutschland. So haben wir wenigstens wieder ein paar kampferprobte bewaffnete Kräfte im Land, falls es demnächst wieder heißen sollte: Die westliche Wertegemeinschaft muss verteidigt werden – diesmal nicht mehr am, sondern gegen den Hindukusch im eigene Land. Oder vielleicht auch ganz allgemein gegen die Party- und Eventszene in Deutschland. „Insgesamt leisten 184.507 Soldatinnen und Soldaten ihren Dienst bei der Bundeswehr – Berufssoldaten und -soldatinnen, Zeitsoldaten und -soldatinnen und Freiwillig Wehrdienstleistende.“ (Quelle: Bundeswehr). Und die Polizei? 2017 titelte die „Welt„: „274.441 Beamte: Zahl der Polizisten erreicht neuen Höchststand„. Neuere Zahlen wären interessant.

Weil diese Mehrheitsverhältnisse von uns in der einen oder anderen Art und Weise schon häufig angesprochen und problematisiert wurden, empfehle ich jedem, direkt beim “Volksverpetzer“ nachzulesen, dass wir Recht haben, wenn wir sagen: „Der übergroße Anteil der Flüchtlinge sind Jungs bis 18 Jahre (nach eigener Angabe) und junge Männer.” Auch wenn dort ansonsten wieder wie üblich relativiert wird, dass die Schwarte kracht, so findet sich dort die Bestätigung: „Sogenannte Flüchtlinge sind überproportional häufig kriminell„. Geht ja auch nicht anders, das sind die offiziellen Zahlen, offensichtlich für jedermann, der noch rechnen kann und will.

Weiterhin bestätigt der „Volksverpetzer“ – wohl eher unabsichtlich – noch eine Entwicklung, die von sogenannten „Rechten“ gar nicht geäußert werden darf, sonst atmet ihnen sofort der Verfassungsschutz in den Nacken: „Natürlich ist das Verhältnis junger Menschen allgemein und junger Männer im besonderen unter Schutzsuchenden größer als in der deutschen Bevölkerung. Jeder fünfte ist Deutsche ist Rentner, bei Schutzsuchenden sind es gerade mal 1 Prozent„. Aktuelle Zahlen zum Thema finden sich übrigens hier.

Eindeutige Zahlenentwicklung

Wenn man die Anzahl der gestellten Asylanträge alleine seit 2015 zusammennimmt (über 2.015.000) und eine Fortsetzung der Entwicklung extrapoliert – nämlich mit dem Schwerpunkt junger, männlicher Einwanderung -, dann sind wir bei mindestens einer Million wehrfähiger junger Menschen. Und dieses stehende Kontingent der „Party- und Eventgesellschaft“ wird dann natürlich noch verstärkt durch die „hier schon länger lebenden“ Passdeutschen mit ähnlich gelagertem Ansinnen. Hingegen kommen unsere Bundeswehr und die gesamten Polizeikräfte Deutschlands (ohne Reservisten und Bundespolizei) auf nicht einmal 500.000 Personen. Ich denke, diese Zahlen sprechen eine überdeutliche Sprache.

Wer jetzt noch, wie die Konsensparteien und die Bundesregierung, davon phantasiert, womöglich weitere 5 Millionen Afghanen aufzunehmen, der hat in Anbetracht der oben belegten Fakten nicht mehr alle Latten am Zaun und möchte Deutschland mit aller Macht „verändern“. Und: Wer im September nicht die Alternative für Deutschland wählt, weiß das entweder nicht –  oder er will es wohl so haben.

Wir möchten, dass Deutschland deutsch bleibt. Mit unserer Kultur, unserer Sprache und unseren Gesetzen und Werten. Es soll kein Syrien, Afghanistan, Libanon 2.0 oder sonstiger Islam-Klonstaat werden. Und wir wollen auch kein Germanistan 1.0! Wir wollen Deutschland. Aber normal.

 

 

Zur Person:

Nicole Höchst, Jahrgang 1970, ist AfD-Bundestagsabgeordnete aus Rheinland-Pfalz. Sie trat 2015 in die AfD ein und zog 2017 über die Landesliste Rheinland-Pfalz für den Wahlkreis 201 (Bad Kreuznach) in den 19. deutschen Bundestag ein. Dort ist sie unter anderem als Obfrau der Enquete-Kommission für Berufliche Bildung, als Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie im Unterausschuss für Bürgerliches Engagement tätig. Bis 2012 unterrichtete sie als Studienrätin am Staatlichen Speyer-Kolleg, anschließend war sie bis Oktober 2017 Referentin am Pädagogischen Landesinstitut (vormals IFB). Höchst war 2015 Mitglied der AfD-Bundesprogrammkommission und ist Schatzmeisterin des AfD-Kreisverbands Speyer. Sie ist katholisch, hat vier Kinder und lebt mit ihrer Familie in Speyer, wo sie auch Stadträtin ist.

Auf jouwatch veröffentlicht Nicole Höchst alle 14 Tage die kritische Kolumne „Höchst brisant“ zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen. Unter demselben Titel veröffentlicht sie in unregelmäßigen Abständen Videobeiträge auf ihrem YouTube-Kanal.