Frankreichs Top-Virologe verliert wegen Corona-Behandlungen mit Hydroxychloroquin Chef-Posten

Didier Raoult (Bild: shutterstock.com/ Von S. Pech)
Didier Raoult (Bild: shutterstock.com/ Von S. Pech)

Didier Raoult, einer von Frankreichs bekanntesten Virologen und Corona-Forschern, muss seinen Chefposten in der Universitätsklinik für Infektionskrankheiten (IHU) in Marseille abgeben. Der Grund: Anstatt die Corona-Hysterie mitzubefeuern suchte er nach Alternativen und verabreichte u.a. das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin, das auch US-Ex-Präsident Donald Trump – offensichtlich erfolgreich – medikamentiert bekam.

2010 wurde Didier Raoult für seine Forschungen mit dem Großen Preis des Institut national de la santé et de la recherche médicale (INSERM) ausgezeichnet. 2011 hat er mit mehr als 70 Millionen Euro staatlicher Förderung sein Institut IHU Méditerranée Infection in Marseille gegründet, das auf Infektionskrankheiten spezialisiert ist.

Eine zur Pandemie hochgespielte Viruserkrankung später wird Raoult in den regierungstreuen Medien als „unstritten“ bezeichnet. Zunehmend hatte sich Raoult vom Corona-Terror, den auch die französische Regierung unter Macron anstimmte, distanziert. Nun soll er bis zum Beginn des kommenden Jahres seinen Chefposten in der IHU abgeben und in den Ruhestand versetzt werden. Man wolle „ein neues Kapitel aufzuschlagen“, heißt es aus den Reihen des Verwaltungsrates laut dem Magazin Epoch Times.

Der Infektiologe, bei den Franzosen beliebt, hatte es gewagt, nicht in das Corona-Geheule mit einzustimmen und alternative Medikament eingesetzt. Darunter das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin. Das zur Behandlung von Malaria und bestimmten Autoimmunerkrankungen zugelassene Hydroxychloroquin wurde in der Vergangenheit auch zur Behandlung von Patienten mit COVID-19 eingesetzt. Seit Anfang der Coronakrise verabreicht Raoult seinen Patienten das Mittel und hat damit nach eigenen Angaben gute Erfolge erzielt. Er legte Ende Juni 2020 eine Studie dazu vor. Auch der frühere US-Präsident Donald Trump ließ sich mit Hydroxychloroquin behandeln.

Fachkollegen hatten ihn – nachdem er zuletzt ein YouTube-Video veröffentlichte, in welchem er die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe gegen hochansteckende Varianten in Zweifel zog – Berufsbeschwerde gegen ihn eingelegt. (SB)