„Ausflug“ afghanischer Straftäter nach Deutschland: Abschiebung rückwärts

Bald wieder zurück in Deutschland! (Symbolbild:Jouwatch)

Der humanitätsbeduselte Ausnahmezustand, aus dem heraus in Deutschland seit Jahren Flüchtlings- und Bevölkerungspolitik an Gesetzen, Bürgersorgen und Zukunftsfolgen vorbei gemacht wird, beschert uns aktuell das genaue Gegenteil dessen, was noch vor wenigen Wochen, nach dem grauenhaften Ehrenmord an der Berlinerin Maryam durch ihre Brüder, öffentlich gefordert wurde: Die bedingungslose Ausschaffung krimineller afghanischer Flüchtlinge. Dann kamen die Taliban, das grandiose Versagen von Außen- und Verteidigungsministeriums – und die Evakuierungsflüge.

Und genau diese chaotischen Flüge werden nun offenbar gezielt von Afghanen mit „Fluchtgeschichte“ in der Bundesrepublik genutzt, die in Deutschland bereits polizeilich in Erscheinung getreten sind, wie die „Welt“ gestern berichtet. In die – mit ungeschlachter Hand und eilends zusammengestümperten – Vor-Ort-Listen der Auszufliegenden fanden offenbar abgeschobene Kriminelle Eingang. Ihre Deutschkenntnisse machten es ihnen mutmaßlich leichter, sich als Ortskräfte auszugeben. Weil das Bundesinnenministerium eine „Sicherheitsüberprüfung nach polizeilichen Erkenntnissen zu einer Person“ erst nach deren Ankunft in Deutschland am Flughafen vornehmen könne, sei es dann schon zu spät.

So fiel dann erst hier auf, wenn es Straftäter ein weiteres Mal nach Deutschland geschafft (und damit die begrenzten Ausreiseplätze der Maschinen zum Nachteil nicht geretteter echter Berechtigter blockiert) haben. Für die erfolgreichen Wiedereinreisenden besonders erfreulich: Ihre nochmalige Rückverbringung nach Afghanistan kommt natürlich nicht mehr in Frage. Angeblich handele es sich dabei nur um „eine niedrige einstellige Zahl“, so die die Sicherheitsbehörden. Doch die hatten es in sich: „Focus Online“ berichtete von drei Afghanen, die in den letzten Jahren wegen diverser Straftaten wie Vergewaltigung und Rauschgifthandels aus Deutschland ausgewiesen worden seien. Nun heißt es: Willkommen zurück!

Dabei ist eines klar: Die Dunkelziffer wird um einiges höher sein. Der Kontrollverlust von 2015 wiederholt sich fast identisch –  mit dem Unterschied allerdings, dass diesmal die Auswirkungen noch tödlicher sein dürften, wenn es vor allem Kriminellen, Terroristen und Islamisten so leicht gemacht wird, die Sicherheitshürden zu unterlaufen. (DM)