SPD und CDU gleichauf, Scholz verspricht Esken

Drei dämliche Dinge braucht das Land (Foto: Imago)

Berlin – Das könnte doch noch eine ganz enge Kiste werden: Die CDU/CSU hat ihren Vorsprung vor der SPD nämlich noch weiter eingebüßt. Die Union (23 Prozent) verliert zwei Prozentpunkte und landet bei 23 Prozent, ist das Ergebnis des wöchentlichen INSA-„Meinungstrends“ für „Bild TV“ (Dienstagausgabe). Die SPD (23 Prozent) gewinnt drei Prozentpunkte hinzu und ist damit genauso stark wie die Union.

Die Grünen (17 Prozent) verlieren einen halben Punkt. FDP (13 Prozent) und Linke (sieben Prozent) gewinnen jeweils einen halben Punkt. Die AfD (elf Prozent) hält ihren Wert aus der Vorwoche.

Sonstige Parteien kommen zusammen auf sechs Prozent (-1,5). INSA-Chef Hermann Binkert sagte der Zeitung dazu: „Es bleibt beim Zweikampf zwischen Union und SPD.“ Sowohl Armin Laschet als auch Olaf Scholz hätten gute Chancen auf das Kanzleramt.

„Auf diese beiden Kandidaten und ihre Parteien spitzt sich der Wahlkampf zu.“ Olaf Scholz habe dabei die SPD-Wähler deutlich geschlossener hinter sich als Armin Laschet die Unionswähler. „Die Grünen sind mit plus acht Prozentpunkten im Vergleich zur letzten Bundestagswahl die große Gewinnerin, haben aber im Moment keine Chance auf das Kanzleramt.“

Für den INSA-Meinungstrend im Auftrag von „Bild TV“ wurden vom 20. bis zum 23. August 2021 insgesamt 2.119 Bürger befragt.

Was passiert aber, wenn Scholz das Ruder übernimmt? Eins ist auf jeden Fall schon mal klar:

Der SPD-Kanzlerkandidat hat sich auf jeden Fall jetzt schon mal dafür ausgesprochen, dass Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans auch im Falle eines Wahlsiegs Parteivorsitzende der SPD bleiben. „Ja, das fände ich sehr gut“, sagte er der „Heilbronner Stimme“ am Montag in Heilbronn. Er arbeite gut mit den beiden zusammen „und deswegen wird das auch weiter gelingen“, sagte Scholz.

Vor Kurzem hatte der Kanzlerkandidat dem „Spiegel“ gesagt, er halte „selbstverständlich“ auch die SPD-Vorsitzenden im Falle eines Wahlsiegs für ein Ministeramt geeignet. In der Partei fänden ebenfalls viele, dass Esken und Walter-Borjans weiter Vorsitzende bleiben sollten, sagte Scholz. „Wenn wir den Wahlerfolg erzielen, den wir uns vorgenommen haben und die beiden weitermachen wollen, finden das auch viele andere.“

Mit dem Erfolg der Partei hingen solche Personalien nicht zusammen, sagte der Finanzminister weiter. „Zwischen Brandt, Wehner und Schmidt soll es auch nicht immer ganz glatt gelaufen sein. Trotzdem haben sie eine erfolgreiche Partei geführt.“

Wer also Scholz wählt, könnte Esken als Ministerin bekommen. Und natürlich Karl Lauterbach als Bundesgesundheitsminister. Das wird ein Gaudi. Wie würde Hans Rosenthal sagen? „Das ist Spitze!“. (Mit Material von dts)