Was ist da im Busch? Justizministerin ruft zum Impfen auf

Foto: Christine Lambrecht (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Schon interessant, wer sich zu diesem Thema alles meldet. Doch wenn ausgerechnet die Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) ihren Senf dazugibt, sollte man schon aufmerksam zuhören: Sie  hat jetzt noch mal alle Bürger in Deutschland eindringlich zu Corona-Impfungen aufgerufen.

„Wir sind bei Corona noch lange nicht über den Berg, das zeigen die stark ansteigenden Infektionen, die ganz überwiegend Ungeimpfte treffen“, sagte sie dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). Deswegen sei jeder Bürger dringend aufgefordert, sich jetzt impfen zu lassen.

Nur so könne man sich vor dem Risiko einer schweren Erkrankung schützen. „Alle Argumente und Fakten sprechen für die Impfung.“ Lambrecht wies in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeit etwa für Restaurants hin, nur für Geimpfte und Genesene zu öffnen.

Die Vertragsfreiheit ermögliche es privaten Anbietern, „hier weiter zu gehen und Angebote nur für bestimmte Personengruppen wie Geimpfte und Genesene zu machen“, sagte Lambrecht dem „Handelsblatt“. „Hiermit können sie einen deutlich besseren Schutz ihrer Gäste und Mitarbeiter erreichen.“ Zugleich verteidigte die Ministerin, die „3G-Regel“, wonach der Zutritt zu vielen öffentlichen Räumen und Veranstaltungen nur noch Geimpften, Genesenen oder negativ Getesteten.

„Das ist eine faire und verhältnismäßige Regelung, da sie auch Ungeimpften grundsätzlich weiter den Zugang ermöglicht – unter der Voraussetzung, dass sie einen negativen Test vorlegen“, sagte die SPD-Politikerin. „Weitergehende staatliche Einschränkungen für Ungeimpfte halte ich in der aktuellen Situation für schwer zu rechtfertigen.“ Wer sich aber gegen eine Impfung entscheide, müsse die Konsequenzen tragen, sagte Lambrecht weiter.

Für richtig hält die Ministerin außerdem, dass die Allgemeinheit bei Personen, die geimpft werden können, ab dem 11. Oktober nicht mehr für die Testkosten aufkommt.

Da ist was im Busch. Da wird bestimmt noch nachjustiert, falls es weiterhin noch zu viele Bürger geben sollte, die sich nicht als Versuchskaninchen freiwillig zur Verfügung stellen, um die Pharmaindustrie zu befriedigen. Insbesondere dann, wenn wir eine Asozialistin als Bundesjustizministerin haben. (Mit Material von dts)