Neues Liefer-Chaos – werden Impfgegner bald hungern müssen?

Aus und vorbei? (Foto: Von Hananeko_Studio/Shutterstock)

Durch den Internethandel komm es demnächst angeblich zum Auslieferungs-Kollaps. Verbraucher sollen sich laut einer Studie schon mal darauf einstellen, demnächst ihre Pakete – womöglich „klimaneutral“ mit dem Lastenrad selbst an Packstationen abzuholen. Damit wird auch den bösen Impfgegnern, die sich ihre Lebensmittel nach Hause liefern lassen, das Wasser weiter abgegraben. 

Die Zahl der Lieferungen steigt schneller, als es die meisten Prognosen vorhersagen, denn der Onlinehandel bekommt durch Corona einen zusätzlichen Schub. Die Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group (BCG) hat da passenderweise eine „Studie“ erstellt. Darin zeigen die Studienmacher auf, wie der drohende Verkehrskollaps, fabriziert durch Kuriere und Paketboten, die bei Anliefern der Bestellungen an die Haustüre nicht nur Verkehrsflächen blockieren, sondern auch Abgase ausstoßen.

Lösen lasse sich dieses größte Problem des Onlineversandhandels mit einem einfachen Mittel, so die Berater: einem dichten Netz aus Paket- und Annahmestationen überall dort, wo ohnehin viele Menschen vorbeikommen. In Bahnhöfen etwa und Tankstellen, in Kiosken oder Supermärkten, so die Idee.

Insofern der Paketkunde woke, fit und grün genug ist, um mit seinem von Steuergeld subventionierten Lastenrad die Packstation anzufahren, mag der Superplan von BCG aufgehen. Für Senioren oder Menschen mit Behinderung klingt der Vorschlag mutmaßlich schon nicht mehr so verlockend. Wird der deutsche Michel jedoch nicht flächendeckend mit Drahteseln eingedeckt, zeigen sich schon die ersten grünen Denkfehler: Anstatt das ein Paketfahrer 100 Pakete in einer Straße ausliefert, fahren 100 Anwohner zur Abholstation. In letzter Konsequenz werden somit auch Ungeimpfte von der jetzt noch bestehenden Möglichkeit, sich Lebensmittel nach Hause liefern zu lassen, abgeschnitten. (SB)