Wenigstens eine: Thüringens Ex-Ministerpräsidentin Lieberknecht verteidigt Maaßen

Hans-Georg Maaßen spricht nach seiner Vorstellung beim CDU-Kreisverband und der Jungen Union Schmalkalden-Meiningen mit dem Landtagsabgeordneten Michael Heym (Foto: Imago)

Erfurt – In der konservativen Ecke der CDU ist es bekanntlich ziemlich einsam geworden. Zu viele Partei-Schleimbeutel haben sich nun mal hinter Merkels radikalen Linkkurs gestellt, weil sie ansonsten ihre lukrativen Posten verloren hätten. Aber es gibt noch ein paar Aufrichtige, die einen festen Standpunkt haben und den gegen die Genossen sogar noch verteidigen:

Thüringens Ex-Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) wirbt für die Wahl des südthüringischen Bundestagskandidaten Hans-Georg Maaßen. „Herr Maaßen ist der durch vier CDU-Kreisverbände demokratisch legitimierte Kandidat und bewegt sich innerhalb des Verfassungsbogens“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben). „Er ist der Kandidat, den wir unterstützen.“

Ihre Unterstützung bedeute nicht, dass sie jede Position Maaßens teile, so Lieberknecht. „Aber die CDU kann ihren Anspruch, Volkspartei zu sein, nur wahren, wenn sie im Rahmen des Verfassungsbogens zu ihren Leuten steht. Und wer möchte, dass Armin Laschet Kanzler wird, der muss um jede Stimme für die CDU kämpfen.“

Die 63-Jährige, die 2014 aus dem Amt schied, berichtete schließlich, dass sie zuletzt eine Wanderung mit Maaßen gemacht habe, der aus Mönchengladbach im Rheinland stammt. Dabei habe sich gezeigt, dass er in Thüringen „schon sehr bekannt“ sei und die Bürger „überraschend freundlich“ auf ihn reagiert hätten. „Sie wollten zum Teil Selfies mit Herrn Maaßen haben.“

Ende Juli war der ehemalige stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Bosbach, gemeinsam mit Maaßen aufgetreten. Das hatte Kritik ausgelöst und zur Folge, dass Bosbach nach eigenen Worten künftig keinen Wahlkampf mehr für die CDU machen will.

Was das Wandern alles so auslösen kann – und ja, Thüringen ist ein wunderbares Land. Nicht nur wegen Maaßen. (Mit Material von dts)