Nein! Doch! Oh! Intensivmediziner fürchten Überlastung des Klinikpersonals

Medizinischer Notfall (Symbolbild:Shutterstock)

Berlin – Wenn etwas so sicher ist wie das Amen in der Kirche, dann sind das die Alarmglocken, die jeden Tag aus dieser Ecke heraus schrillen: Angesichts wieder steigender Covid-Patientenzahlen in den Kliniken warnen Intensivmediziner vor einer Überlastung des Personals auf den Intensivstationen.

„Unsere Leute sind erschöpft“, sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Das Personal auf den Intensivstationen stehe nach wie vor unter Dauerbelastung: „Die Erschöpfung aus den ersten drei Wellen konnte noch gar nicht wieder aufgeholt worden.“

Die Kliniken hätten keine Pause gemacht, sondern über den Sommer viele der verschobenen Eingriffe nachgeholt. „Die meisten Beschäftigten auf den Intensivstationen hatten noch gar keine Gelegenheit, sich zu erholen“, so der Intensivmediziner. Die aktuelle Entwicklung auf den Intensivstationen nannte Marx „besorgniserregend“.

Innerhalb eines Monats habe sich die Zahl der Covid-Patienten von unter 400 auf über 1.000 fast verdreifacht. „In einigen Regionen wird es auf den Intensivstationen schon wieder voll“, warnte Marx.

Hat man etwa 90 Prozent der Intensivbetten in den Müll geschissen, 80 Prozent des Personals entlassen? Gab es für die Übriggebliebenen keinen Urlaub in diesem Jahr?

Jammern die Müllmänner eigentlich auch ständig, wenn die Mülltonnen mal wieder etwas mehr befüllt wurden?

Klar, das Personal auf den Intensivstationen leistet tolle Arbeit. Aber wenn, dann sollten sie sich bei Spahn beschweren und mal die Öffentlichkeit in Ruhe lassen. (Mit Material von dts)