Coronawahn – Von Geburt an drogensüchtig?

Frisch geimpft in die Welt hinaus (Foto: Von Dmitry Kalinovsky/Shutterstock)

Während sich die Delta-Variante immer mehr als harmloser Schnupfen entpuppt und insbesondere bei den Jüngeren ganz selten zu schwereren Verläufen führt, drehen die Profiteure der Pandemie immer mehr durch:

Kindermediziner rechnen jetzt sogar schon damit, dass es vom nächsten Jahr an Corona-Impfstoffe sogar für Säuglinge geben wird. „Wir gehen fest davon aus, dass es ab kommendem Jahr Impfstoffe für alle Altersklassen geben wird, sogar zugelassen bis hin zu Neugeborenen“, sagte der Münchner Pädiater Florian Hoffmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Hoffmann ist Oberarzt an der Kinderklinik der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und gleichzeitig Generalsekretär der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).

Aktuell liefen verschiedene Studien von Biontech und Moderna, zum Teil sogar mit Säuglingen, sagte Hoffmann. „Wenn die Fallzahl in den Studien hoch genug ist und es keine relevanten Nebenwirkungen gibt, spricht auch nichts gegen eine Zulassung auch für sehr junge Kinder.“ Bereits zum Ende dieses Jahres seien Impfstoffe für Kinder unter zwölf Jahren zu erwarten: „Ich rechne damit, dass wir bis Ende des Jahres einen zugelassenen Impfstoff für Kinder unter 12 Jahren haben“, so Hoffmann.

Diese Gruppe werde voraussichtlich eine reduzierte Impfstoffdosis bekommen. Die Immunantwort aber werde wegen des vitalen Immunsystems vermutlich noch besser sein als bei Erwachsenen. Hoffmann äußerte zudem die Hoffnung, dass demnächst ein weiterer Impfstoff zur Verfügung stehen könnte: Er verspreche sich viel vom Impfstoff des US-Herstellers Novavax.

Das Mittel sei kein mRNA-Impfstoff, er ähnele aber als sogenannter Konjugatimpfstoff vielen herkömmlichen Kinderimpfstoffen, mit denen man bereits milliardenfache Erfahrung habe. „Noch ist der Impfstoff nicht zugelassen, aber die vor Kurzem veröffentlichten Studienergebnisse sehen sehr gut aus“, so Hoffmann.

Warum rammt man nicht gleich schon während der Schwangerschaft die Spritzen in den Mutterleib, dann kann im Leben auch nichts mehr schief gehen und die kleinen Monster müssen niemals niesen. Und wenn es nach der Geburt trotzdem noch lebt und schreit, drückt man dem Baby einfach einen dicken Stab ins kleine Nasenloch. Vorsichtshalber, versteht sich.

Hier weitere aktuelle Meldungen aus der Corona-Hölle:

Kassenärzte erwarten spätestens Frühjahr 2022 Ende der Pandemie

Kassenärzte-Chef Andreas Gassen rechnet mit einem baldigen Ende der Corona-Pandemie. „Ich gehe davon aus, dass im Frühjahr 2022 Schluss sein wird mit Corona“, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). Das sagten auch renommierte Wissenschaftler.

„Bis dahin wird die Impfquote noch einmal etwas höher liegen, vor allem nimmt aber auch die Zahl der Genesenen mit Antikörpern zu. Einschränkungen werden dann wohl gänzlich unnötig werden.“ Im Herbst würden die Infektionszahlen noch einmal ansteigen, so Gassen.

Dennoch sehe er „in der Ärzteschaft keine großen Sorgen, dass das Gesundheitssystem noch kollabieren könnte“. Die Zahl schwerer Erkrankungen werde deutlich unter dem Niveau des letzten Winters bleiben. „Etwas mehr Gelassenheit wäre also angebracht, ohne leichtsinnig zu werden“, sagte der Mediziner.

Gassen sprach sich auch dafür aus, dass es hierzulande „zeitnah keine pauschal verpflichtenden Maßnahmen für die Bürger mehr gibt, sondern die Menschen für sich entscheiden, was sie freiwillig zum Selbstschutz tun wollen, zum Beispiel auch, ob sie eine Maske tragen oder nicht“. Bund und Länder täten gut daran, ihre Entscheidungen „nicht monatelang im Alarmmodus“ zu treffen.

Jedes zehnte Kind in Hartz-IV-Familien ohne Corona-Freizeitbonus

Jedes zehnte Kind in Hartz IV muss ohne den für ärmere Familien gedachten Corona-Freizeitbonus auskommen. Nach neuen Zahlen der Bundesregierung haben rund 190.000 Kinder und Jugendliche keinen Anspruch auf die staatliche Einmalzahlung von 100 Euro, obwohl sie in einem Hartz-IV-Haushalt leben, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Es geht aus einer Antwort des Bundessozialministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hervor.

Laut Ministerium haben von den bundesweit zuletzt 1,87 Millionen Minderjährigen in Hartz-IV-Familien nur 1,68 Millionen Anrecht auf den Kinderfreizeitbonus. Diese jüngsten Zahlen stammen laut Regierung von April 2021. Ein Hauptgrund für diese Differenz ist nach Angaben der Linken, dass der Bonus nicht für ärmere Kinder und Jugendliche gezahlt wird, die in einem Hartz-IV-Haushalt leben und staatlichen Unterhaltsvorschuss erhalten. Diese Zahlung ist für Minderjährige vorgesehen, die bei einem getrennt lebenden Elternteil in Hartz IV wohnen.

Da diese Kinder selbst aber kein Hartz IV erhalten, haben sie keinen Anspruch auf den Freizeitbonus. Gesetzliche Voraussetzung für die Auszahlung ist der Bezug von Grundsicherung, Wohngeld, Kinderzuschlag oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Unterhaltsvorschuss für Kinder in Hartz IV zählt dagegen nicht dazu, obwohl auch diese Minderjährigen in Familien mit niedrigem Einkommen leben.

Die sozialpolitische Sprecherin der Linken-Fraktion, Katja Kipping, kritisierte, bei der Umsetzung der Corona-Sonderzahlung habe die Bundesregierung „einen Großteil der ärmsten Alleinerziehender und Patchworkfamilien ausgeschlossen“. Das Ministerium habe mit seiner Antwort bestätigt, dass es sich nicht „um eine unbeabsichtigte Gesetzeslücke“ handle, sondern „dies so beabsichtigt und vereinbart war“, sagte Kipping den Funke-Zeitungen. Der Bonus ist Teil des sogenannten Corona-Aufholprogramms, mit dem Bund und Länder die Langzeitfolgen des Lockdowns im Bildungs- und Freizeitbereich für ärmere Kinder und Jugendliche abmildern wollen.

Das Aufholprogramm umfasst zwei Milliarden Euro. Gefördert werden Ferienfreizeiten, aber auch Nachhilfeunterricht. Der Bonus wird nicht auf andere Sozialleistungen angerechnet.

Virologe Streeck: 2G weder sozial noch medizinisch sinnvoll

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat sich gegen 2G-Begrenzungen ausgesprochen, also nur noch Geimpfte und Genesene bestimmte Angebote nutzen zu lassen. Getestete auszuschließen „ist weder sozial noch medizinisch sinnvoll“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstagausgabe). 2G möge in der Theorie einen Effekt haben.

„Es wird aber in der Realität nicht bewirken, was man auf dem Rechenschieber sehen mag“, so der Virologe. „Es ist doch nicht so, dass Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, nur noch frustriert alleine zu Hause sitzen und kein soziales Leben mehr haben“, fügte der Mediziner hinzu. „Wir würden lediglich mehr unkontrollierte und unkontrollierbare Ausbrüche im privaten Bereich haben, die dann auch nicht getestet werden.“

Streeck bekräftigte seine Zweifel am Sinn einer durchgängigen dritten Impfung. „Es gibt keinen belastbaren Hinweis, dass die Wirkung von zwei Impfungen derart nachlässt, dass sie das Hauptziel des Schutzes vor einem schweren Verlauf prinzipiell nicht mehr gewährleisten.“ Nur bei Patienten mit hohem Risiko, zum Beispiel in Alten- oder Pflegeheimen, möge eine Booster-Impfung sinnvoll sein.

Kinder- und Jugendärzte: Infektionsrate Minderjähriger testbedingt

Höhere Infektionszahlen bei jungen Menschen sind laut Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte unbedenklich. „Wir sehen zwar etwas vermehrt Corona-Fälle bei Kindern und Jugendlichen. Es sind jedoch keine gehäuften Krankheitsraten oder mehr schwere Verläufe festzustellen“, sagte Jakob Maske dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben).

Grund für die steigenden Inzidenzen in dieser Altersgruppe seien regelmäßige Testungen in den Schulen. „Kinder und Jugendliche sind momentan die einzigen, die mehrmals pro Woche getestet werden. Dadurch werden viele Corona-Infektionen erkannt“, so Maske.

Kinder unter zwölf Jahren sind vom Coronavirus besonders gefährdet, da es für sie keinen geeigneten Impfstoff gibt. Diese Gruppe werde daher trotz Schutzmaßnahmen früher oder später eine Infektion durchmachen, ist Maske überzeugt. Von einer Durchseuchung der Kinder möchte er im Gegensatz zu anderen Experten jedoch nicht sprechen.

„Das ist übertrieben. Wir sehen momentan nur ganz selten schwere Verläufe bei Kinder und Jugendlichen.“

Ärztepräsident gegen Auffrischungsimpfungen ohne Stiko-Empfehlung

Ärztepräsident Klaus Reinhardt sieht das Vorgehen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern kritisch, Auffrischimpfungen für Senioren und Immungeschwächte ohne entsprechende Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) anzubieten. Das sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben). „Es spricht theoretisch einiges dafür, dass eine Auffrischimpfung für Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, mit einem geschwächten Immunsystem sowie für Hochbetagte sinnvoll sein kann“, sagte der Mediziner.

„Nach bisherigem Kenntnisstand und Auffassung namhafter Experten ist sie aber für die meisten Geimpften nicht sofort nötig“, sagte er. Insgesamt fehlten noch aussagekräftige Studien, ob, wann und für wen eine Boosterimpfung angezeigt sei, sagte Reinhardt dem RND. „Ich halte es deshalb für einen Fehler, dass Bund und Länder in der Breite Auffrischungsimpfungen angekündigt haben, ohne eine entsprechende Empfehlung der Stiko abzuwarten“, beklagte der Ärztepräsident. Es sei zu erwarten gewesen, dass Patientinnen und Patienten nach dieser Ankündigung in den Praxen verstärkt Termine für Drittimpfungen nachfragten, so Reinhardt.

„Da ist also von der Politik eine Erwartungshaltung bei den Patienten geschürt worden, die viele Ärztinnen und Ärzte ohne eine wissenschaftlich fundierte Impfempfehlung nicht bedienen wollen.“ Er könne daher alle Kollegen verstehen, die sich möglichst schnell eine klare Positionierung der Stiko wünschten. Reinhardt sagte, die Problemlage sei der Stiko bewusst.

Sie arbeite derzeit intensiv an Empfehlungen für Auffrischungsimpfungen für Senioren und Immungeschwächte. Mehrere Bundesländer haben bereits damit begonnen, Pflegebedürftigen, über 80-Jährigen und Menschen mit Immunschwäche sogenannte Booster-Impfungen anzubieten. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten schon Anfang August beschlossen, dass dieses Angebot auch für Menschen gilt, die eine vollständige Impfung mit Vektor-Impfstoffen von Astrazeneca oder Johnson&Johnson erhalten haben.

Als geeigneten Zeitpunkt haben die Minister sechs Monate nach dem Abschluss der ersten Impfserie genannt.

Wie das alles enden könnte, belegt dieses Video: