Geht doch: Links-grüne #unteilbar-Großdemo am Samstag in Berlin erlaubt

Unteilbar-Demo 2018 (Bild: shutterstock.com/ Von Nikolai Link)
Unteilbar-Demo 2018 (Bild: shutterstock.com/ Von Nikolai Link)

Während Corona-Maßnahmen-kritische Demonstrationen im rot-rot-grün regierten Berlin verboten, Querdenken-Demos mit brutaler Polizeigewalt nieder geknüppelt werden, wurde für den kommenden Samstag ein links-grüner #unteilbar-Großaufmarsch genehmigt. Schließlich geht es ja um Klimawandel, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit. 300 linke Organisationen sind beteiligt, zehntausende Teilnehmer werden erwartet.

Am kommenden Samstag wird unter dem „Aktionsbündnis Unteilbar“ das Who-is-Who der links-grünen Bessermenschengesellschaft im rot-rot-grünen Berlin auflaufen. Wie die Organisatoren am Mittwoch mitteilten, beteiligen sich weit mehr als 300 Organisationen. Mit dabei im linken Reigen: Vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) über Amnesty International bis hin den Klimahüpfern von Fridays for Future, dem Berliner Mieterverein oder der linkradikalen Vereinigung „Berlin gegen Nazis“.

Im gemeinsamen Aufruf heißt es:

„Gerade jetzt ist der Moment, um #unteilbar auf die Straße zu gehen: Stoppen wir die soziale Spaltung der Gesellschaft und die Verschärfung der Klimakrise! Streiten wir für eine Gesellschaft, in der alle Menschen ohne Angst selbstbestimmt leben können und in der das Wohl aller im Mittelpunkt steht! (…) So kann es nicht weitergehen. In der Coronakrise wird der Abstand zwischen Wohlstand und Armut noch größer. (…) Die Auswirkungen dieser Politik sind für uns alle spürbar: Sie verstärkt Ungleichheit und spaltet unsere Gesellschaft. Rassistische, antifeministische und antisemitische Gewalt nehmen zu. (…)

Wir kämpfen gegen strukturellen Rassismus und jegliche Zusammenarbeit mit der extremen Rechten und stehen für einen gesellschaftlichen Antifaschismus – im Osten wie im Westen. Wir schließen die Reihen gegen Rassismus, Antisemitismus, antimuslimischen Rassismus und Antifeminismus! (…)

Für einen demokratischen Aufbruch der Vielen!

Wir kommen aus antirassistischen Gruppen, der Krankenhaus- und Care-Bewegung, Mieter*innen-Initiativen, Menschenrechtsorganisationen, aus antifaschistischen Gruppen, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, feministischen und queeren Gruppen, netzpolitischen Organisationen, der Anti-Kriegs-Bewegung und der Klimabewegung.

Wir sind religiös oder nicht, BIPoC und Weiße, mit und ohne Migrationsgeschichte, jung und alt, mit oder ohne Behinderung, haben unterschiedliche Geschlechter und sexuelle Orientierungen.“

Bei dem bunten Auflauf werden mutmaßlich mehrere tausend Menschen durch Berlin demonstrieren, um andächtig den Worten von DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel, der Millionärserbin und Fridays-for-Future-Gallionsfigur Carla Reemtsma oder dem  Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Ulrich Schneider, zu lauschen. Highlight bei dem linken Theater: Per Videoschaltung soll der im russischen Exil lebende Whistleblowers Edward Snowden zugeschaltet werden.

„Liebe @polizeiberlin, werden sie hier auch mit der selben Gewalt wie bei Querdenker vorgehen, wenn Abstandregeln, Maskenpflicht nicht eingehalten werden? Oder ist dies eine gute Demo bei der alles, wie bei Politikern erlaubt ist?“, fragt man sich derweilen in den sozialen Medien.

Andere stellen fest:

Jede Spackenveranstaltung bekommt in #Berlin einen Freibrief für Alles, aber wehe, jemand will sich gegen die Corona-Politik positionieren: Dann wird sofort auf Lukaschenko-Niveau umgeschaltet…