Höchst brisant: Die Weltsichtblase der Eliten platzt 

Nicole Höchst vom AfD-Landesverband Rheinland-Pfalz
Warum gerade das Regierungsframing am Wahl-O-mat zerschellt / von Nicole Höchst

Den Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung gibt es seit 2002. Er hat sich zu Recht als eine feste Größe im Vorfeld von Wahlen etabliert. Viele Wahlberechtigte haben ihn schon ausprobiert: Insgesamt wurde er seit Bestehen im Vorfeld von Wahlen über 85 Millionen Mal genutzt. Um zu verstehen, wie er funktioniert, ist es angezeigt, ihn selbst auszuprobieren. Aus urheberrechtlichen Gründen darf ich hier daraus nichts visualisieren oder allgemein zugänglich machen.

Fakt ist: Bei der Beantwortung der gestellten Fragen ist der Nutzer ganz für sich alleine. Weder Regierung, Medien, Nachbarn noch einflussreiche Enkel sind als Schere im Kopf zugegen und nehmen Einfluss. Ich persönlich habe die größte Übereinstimmung mit der AfD, nämlich 90,9 Prozent, und die geringste mit den Grünen: 14,8 Prozent. Die Fragen des Wahl-O-Mat beantwortend anzuklicken und anschließend noch zu gewichten, dauert keine 15 Minuten – und schon bekommt man ein Ergebnis präsentiert, das man entweder mit einzelnen Parteien oder mit allen Parteien gleichzeitig abgleichen kann. Letzteres – die Auswahl aller Parteien – habe ich angeklickt, um eine Gesamtübersicht zu bekommen.

Derzeit stellen viele Wahl-O-Mat-User fest, dass sie inhaltlich die meisten Übereinstimmungen mit der Alternative für Deutschland haben. Das hat einen Grund: Die AfD steht für völlig „normale“ Positionen. Für jemanden, der seine Familie liebt. Der den Klimawandel und die daraus regierungspolitisch abgeleiteten Maßnahmen realistisch bewertet. Und der auch sonst pragmatisch, nach wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten, sein Leben und das Gemeinwohl vernünftig einschätzt.

Der Wahl-O-Mat-Moment: Übereinstimmung mit der AfD?!?

Diese für viele Wahl-O-Mat-Teilnehmer vermutlich überraschende Erfahrung zeigt gerade vielen Menschen auf, welche Partei ihre Interessen vertritt. Und das ist etwas, das die Regierungsparteien und die Meinungshoheitselite gerne unbedingt vermieden hätten. Falls jetzt noch hinzukäme, dass der Wahl-O-Mat Ergebnisse sammeln würde, wüssten die Auftraggeber derzeit sehr genau, wie viele Menschen tatsächlich ihre ideelle Heimat bei der Alternative für Deutschland finden würden, welche die klassisch konditionierte Wahlhemmung derzeit in vielen Fällen (noch) verhindert. So findet man im Netz, gerade auch in vielen Foren, Menschen, die ihr Erstaunen über ihr Wahl-O-Mat-Ergebnis und ihre AfD-Übereinstimmung zwar offenlegen, gleichzeitig aber beteuern, diese Partei niemals wählen zu wollen.

Wenn dies tatsächlich so ist und die harte klassische Konditionierung beim Wähler auch noch in der Wahlkabine wirkt, haben die Machtinnehaber gerade noch einmal Glück gehabt. Allerdings gibt es tatsächlich noch denkende Menschen, und der eine oder andere hinterfragt seinen antrainierten Reflex und schlussfolgert durchaus logisch: Wenn es da eine Partei gibt, die meine Werte und Interessen weitestgehend und am stärksten von allen vertritt, dann wähle ich diese auch.

Der zweite diese Absicht untermauernde Gedankengang ist natürlich der: „Wenn ich das wähle, was ich aus Gewohnheit immer gewählt habe, nämlich CDUCSUSPDGRÜNLINKEFDP, wird sich nie etwas für mich und meine Werte ins Positive wenden, weil alle diese Parteien jederzeit bereit sind, ihre Forderungen, Programme und Ideale zu opfern, um im Koalitionsbett um die besten Posten huren zu können.“ Am polymorph perversesten und rückgratlosesten hat sich hierbei in der Vergangenheit die selbsternannte Serviceopposition FDP erwiesen; aber auch die anderen stehen hier in nichts nach.

Und dann natürlich die Königsfrage: „Warum habe ich diese Schere im Kopf, die es mir reflexartig verbieten will, mein Kreuz bei der AfD zu setzen?“ Und hier wird es nun interessant. Zu dieser Frage – und auch zur allgemeinen Erbauung – empfehle ich das hier eingebettete satirische Filmchen anzuschauen, das so überzogen ist, dass man es fast für Realität halten könnte:

Dies beschreibt jedoch nur einen Bereich der  anipulationsmechanismen. Einen weiteren, den der Angstmanipulation, fasst das nachstehende Tiktok-Video sehr schön zusammen:

Ja, und dann natürlich der religiöse Aspekt: Das Seelenheil liegt im Erhalt der Spritze oder eben in der C02-Bepreisung – oder, oder, oder. Ohne diese allgegenwärtige Glaubenskomponente machen es die Eliten und Globalisierungsfreunde ja praktisch nicht mehr. Dabei kulminiert der Ablasshandel im Kreuz für die Glaubensrichtung der persönlichen Wahl auf dem Stimmzettel. Die AfD und alle Andersdenkenden nehmen in diesem zeitgenössisch verzerrten religiösen Bild die Rolle der Ketzer, der Leugner in allen die Manipulation bedrohenden Fragen ein – und gehört deshalb den Scheiterhaufen. Derzeit noch nur medial… aber wer weiß?

Auch hier schlägt die Konditionierung durch: Richtiges Verhalten wird mit gesellschaftlicher Wertschätzung belohnt, mit Dauerauftritten in den GEZ-Medien, mit „wir sind mehr“- Hashtags, mit „Moments of Fame“ und sozialer Zugehörigkeit. Derart konditioniert, sabbert der Pawlowsche Hund dann schon beim nächsten Glockenschlag. Beziehungsweise, der konditionierte Wähler freut sich – bezogen auf die politische Gemengelage – schon wieder auf die nächste Selbstgeißelung in Gestalt von EEG-Umlage und höchsten Strompreisen, Abschaffung der persönlichen Mobilität, niedrigsten Renten, Umverteilung des persönlichen Eigentums und vielem mehr. Sabber, sabber. Ob das Erwähnte gut für ihn selbst und seine Familie ist, wird nicht überlegt. So ist das mit Reflexen.

Unterstützt wird diese gesellschaftliche Konditionierung, neben der klassischen Konditionierung, durch eine weitere Art von Konditionierung: die durch Angst. Auf dem Lernportal „memucho“ heißt es hierzu „Die meisten Ängste erlernen bzw. entwickeln wir im Laufe unseres Lebens. Wenn wir zum Beispiel als Kind einmal die Herdplatte berühren, lernen wir daraus das nächste Mal achtsam zu sein. Würden wir keine Ängste besitzen, würden wir wahrscheinlich sogar unsere Gesundheit oder gar unser Leben riskieren. Dabei scheinen Ängste uns mehr als gut im Gedächtnis zu bleiben. Wie der Neurowissenschaftler Joseph LeDoux herausfand, ist für die Angstkonditionierung die Amygdala zuständig. Bei der Angstkonditionierung wird ein bedrohlicher Reiz mit einem neutralen Reiz verbunden.

Klassische- und Angstkonditionierung

Angst haben derzeit viele Menschen: Davor, Aluhüte, Verschwörungstheoretiker und Irgendwas-Leugner zu sein oder werden zu können. Das Wort „Leugner“ fällt, die Glocke ertönt, das gewünschte Verhalten wird gezeigt: Der so Bezeichnete wird zum Paria. Seine Argumente sind keine mehr und seine Fakten auch nicht. Er ist unwählbar. Sabber, sabber. Dasselbe geht natürlich auch mit dem Begriff „Nazi“, wobei sich hier der Mechanismus schon abgenutzt hat; zu viele wurde zu Unrecht bezichtigt, irgendwann fiel es auf.

Menschen haben Angst vor dem Klimawandel. Dieser wird seit über zwanzig Jahren den Menschen in die Köpfe eingehämmert. In immer kürzeren Intervallen, immer plakativer, immer populistischer und allgegenwärtig… Greta. Sabber, sabber. Erwünschter Effekt: Grün wählen. CO2. Sabber, sabber. Effekt: Grün wählen, Fridays for Future. Sabber, sabber. Effekt: Grün wählen. Und so weiter, und so fort. Wo die Konditionierung noch nicht wirkt, hilft der soziale Pranger als metaphorischer Stromstoß und gleichzeitig massenpädagogische Maßnahme nach: „Bestrafe einen, erziehe alle.

Wohingegen der öffentliche Glorienschein „Moment of Fame“ als positiver Verstärker und zugleich Vorbildfunktion dient – in einer auf Konsum getrimmten, völlig verflachten Gesellschaft, wo Glücksmomente nur noch dann wahr sind, wenn sie öffentlich geteilt, bewundert und akklamiert werden. Besonders deutlich wird das beim Thema Impfdruck oder „Nudging“. Wer kennt nicht die Offerten à la „Pieks gegen Gratiswurst„? Erwünschtes Verhalten führt zur Belohnung – in dem Fall durch Wurst. Auffälliger könnte die Parallele zu Pawlow und seinen Hunden kaum mehr sein.

Wer die geframten Regierungswahrheiten wie eine Monstranz vor sich herträgt, gehört zu den „Guten“, den Willfährigen und steht auf der „richtigen Seite“. Wahr ist eher, dass bei diesen Menschen die Kombination aller Arten von Manipulationstechniken trefflich gewirkt hat. Sie gehen mit innerlich gefühltem Vernichtungsauftrag der Selbstgerechten auf alle los, die in den konditionierten Zusammenhängen eine abweichende Meinung haben oder nicht blind folgen wollen.

Glitch in der Matrix

Kommen wir zurück zu meiner Eingangsbehauptung, dass die Weltsichtblase und das Regierungsframing am Wahl-O-Mat zerschellt. Offensichtlich ist es allen Nudging-, Framing- Konditionierungs- und Manipulationsbemühungen nicht geglückt, über die gesamtgesellschaftliche „äußere“ Haltung hinaus in die tatsächlich individuelle, persönliche innere Haltung vorzudringen – allen Phänomenen wie kognitive Dissonanz bis hin zur Schizophrenie zum Trotz -, sofern diese nicht durch das Kollektiv bzw. Korrektiv eingehegt, also klassisch oder operant „verstärkt“ werden kann. Das heißt: Für sich privat und insgeheim hat jeder immer noch eine Überzeugung, auch wenn er sie noch so zu verleugnen versucht. Im Klartext: Sieht sich der Mensch mit sich alleine vor die Fragen des Wahl-O-Mat gestellt, findet keine gedanklich lenkende Betreuung statt (sofern seine testweise Bedienung nicht in der Gruppe erfolgt). Er antwortet dann spontan und aus innerer Überzeugung.

Während Merkel, Kahane und alle anderen stasi-versierten Menschen in Verantwortung vermutlich gerade rotieren und überlegen, wie dieser Glitch in der Matrix rückgängig gemacht werden kann, müssen alle Fans von Normalität, selbstständigem Denken und Eigenverantwortung nun eigentlich aus dem Schrank kommen mit der Frage an all ihre Verwandten, Freunde, Kollegen und Bekannten: „Hast du eigentlich schon den Wahl-O-Mat gemacht?“ bzw. „Was kam bei dir raus?“ Und falls dabei das ehrliche Bekenntnis erfolgt „es war die AfD“, die aber ja nicht gewählt werden „darf“, dann muss müsste die Folgefrage lauten: Warum nicht?

Kommt der so zur Rede gestellte dann ins Rudern oder Straucheln, müssten sodann all die meinungsmachenden Komponenten offengelegt werden, die aus einem selbstdenkenden Menschen mit eigenen Werten, Vorstellungen und Gedanken im Namen der Globalisten einen im erwünschten Gleichschritt marschierenden, unselbstständig sabbernden pawlowschen Hund machen. Wofür hier gerade ein treffliches Beispiel vorläge. Natürlich wird der Vorwurf abgestritten werden. Dann aber bitte, ganz ohne Häme und Schaum vor dem Mund, einfach mal das „Was wäre wenn„-Spiel spielen: „Was wäre, wenn ich recht hätte? Was wäre, wenn du vom Feinsten und nach allen Regeln der Kunst manipuliert würdest? Was würde das mit dir machen?“ Dass die Reaktion dann identisch wäre, lässt sich jedenfalls nicht bestreiten.

Gerne lassen sich hierzu auch dieser Text und/oder die eingefügten Videos verteilen und weiterleiten. Führt diese Konfrontation zum Erfolg, dann unbedingt diese – für viele vielleicht traumatische, aber heilsame – Erfahrung („Wie… ich habe ernsthaft die meiste Übereinstimmung mit der AfD???“) nutzen… denn dies ist eine gute Gelegenheit, die Gesellschaftssteuerungmechanismen von Merkel & Co. offenzulegen. Es ist eine Chance, wie wir sie so bald nicht mehr bekommen werden. Ich wünsche Ihnen und uns viel Erfolg!

Zur Person:

Nicole Höchst, Jahrgang 1970, ist AfD-Bundestagsabgeordnete aus Rheinland-Pfalz. Sie trat 2015 in die AfD ein und zog 2017 über die Landesliste Rheinland-Pfalz für den Wahlkreis 201 (Bad Kreuznach) in den 19. deutschen Bundestag ein. Dort ist sie unter anderem als Obfrau der Enquete-Kommission für Berufliche Bildung, als Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie im Unterausschuss für Bürgerliches Engagement tätig. Bis 2012 unterrichtete sie als Studienrätin am Staatlichen Speyer-Kolleg, anschließend war sie bis Oktober 2017 Referentin am Pädagogischen Landesinstitut (vormals IFB). Höchst war 2015 Mitglied der AfD-Bundesprogrammkommission und ist Schatzmeisterin des AfD-Kreisverbands Speyer. Sie ist katholisch, hat vier Kinder und lebt mit ihrer Familie in Speyer, wo sie auch Stadträtin ist.

Auf jouwatch veröffentlicht Nicole Höchst alle 14 Tage die kritische Kolumne „Höchst brisant“ zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen. Unter demselben Titel veröffentlicht sie in unregelmäßigen Abständen Videobeiträge auf ihrem YouTube-Kanal.