Auch Großbritannien wieder im Fokus der Migranten

Symbolfoto: Durch Alexyz3d/Shutterstock

Immer mehr illegale Einwanderer setzen von Frankreich nach Großbritannien über. 1000 Migranten sollen es an nur einem Tag gewesen sein, die erfolgreich per Boot die britische Küste erreichten – ein neuer Rekord. Die britische Innenministerin Priti Patel sieht Frankreich in der Verantwortung und will die millionenschweren Zahlungen an den Macron-Staat einfrieren.

54 Millionen Pfund, fast 63 Millionen Euro, will Frankreich von Großbritannien einstreichen und verspricht dafür, die Patrouillen auf dem schmalen Kanal zwischen den Ländern zu verdoppeln und so die Anlandung von Einwanderern auf der Insel zu verhindern. Doch bisher funktioniert das offensichtlich nicht. Nach Angaben von sky news, die sich auf Augenzeugenberechnungen berufen, wurde Großbritannien zum Wochenbeginn mit weiteren 1000 Menschen aus aller Welt bereichert. Das Innenministerium hält die Zahl für „zu hoch“, lehnt es aber ab, eine offizielle Zahl anzugeben. Die 1000er-Zahl würde den Rekord-Tag 21.August brechen, an dem 828 Personen ihren Fuß auf britisches Gebiet setzten.

Die konservative britische Innenministerin Priti Patel ist stinksauer. Bisher habe man Frankreich noch nichts von den versprochenen Millionen gezahlt: „Frankreich muss sich zusammenreißen, wenn es das Geld sehen will. Es ist eine Zahlung nach Ergebnissen, und wir haben diese Ergebnisse noch nicht gesehen. Das Geld ist an Bedingungen geknüpft“, so die 49-jährige Patel gegenüber MailOnline. 

Mindestens 430 Migranten überquerten am Montag mit kleinen Booten nach Großbritannien – ein neuer Tagesrekord.

Volle Schlauchboote landeten u.a. am Strand von Dungeness in Kent. Vier weitere Boote mit insgesamt 158 Migranten erreichten die Küste von Dover.

Die Reiselustigen stammen u.a. aus dem Jemen, Palästina, Eritrea, dem Tschad, Ägypten, Sudan, Kuwait, Irak, Iran, Indien und auch Mali.

Waren es im vergangenen Jahr noch bescheidene 8.417, sind es im laufenden Jahr bereits mehr als 12.500 „Bootsflüchtlinge“, die Großbritannien nun ihr neues Zuhause nennen dürfen. Etwa 300 warten derzeit noch in den Dünen von Dünkirchen auf ihre Weiterreise. Wieviele es insgesamt sind, weiß offenbar keiner so genau – oder will es nicht wissen. (MS)