Weltweite Vernichtung deutscher Steuergelder: Entwicklungshilfe-Milliarden für korrupte Diktatoren und Islamisten

Korruption dank "Entwicklungshilfe" (Foto:Imago/panthermedia)

Zum erstaunlichen Imagewandel der Taliban, dessen Zeuge wir derzeit werden, gehört nicht die rapide Wiedererlangung ihrer Kredit- und Vertrauenswürdigkeit (wenige Wochen, nachdem sie die westlichen Hilfstruppen zur beschleunigten Durchführung ihres Abzugs nötigten und sie wie geprügelte Hunde vom Hof jagten) und die Anbahnung diplomatischer Beziehungen. Sondern jetzt spielen sich die Gotteskrieger auch noch als Ankläger der Korruption und Verschwendung ihrer besiegten Vorgänger auf, die die Hilfs- und Aufbaugelder ihrer westlichen Verbündeten dreist zweckentfremdet haben.

So spielt sich der Taliban-Gouverneur ausgerechnet der Provinz Masar-i-Scharif, einst Wirkungsstätte des ISAF-Bundeswehrkontingent, gegenüber westlichen Journalisten ungeniert als Ankläger der milliardenschweren Veruntreuung auf, die dem Volk überhaupt keine Hilfe gebracht habe, dafür aber die Eliten reicher gemacht habe. Die Botschaft ist klar: Ihr Westler habt 20 Jahre lang für die Falschen gekämpft, jetzt sind endlich die echten Befreier und Volksfreunde an der Macht!

Die „Welt“ berichtet über eine Führung durch den Sekretär des Taliban-Statthalters durch die Paläste, die sich die früheren, verjagten Provinzfürsten mit den internationalen Hilfsgeldern hier – wie überall im Land – errichtet haben (sofern sie das Geld nicht gleich nach Dubai oder in andere Goldstaaten verschoben): Unzählige Sitzungssäle und Gästehäuser mit vergoldeter Einrichtung, Fotos an den Wänden. Auf einem ist Atta Mohammed Noor, der abgesetzte Gouverneur, zu sehen, wie er dem ehemaligen deutschen Verteidigungsminister Thomas de Mazière die Hand gibt. „Sehen Sie„, zitiert die „Welt“ den Taliban-Sekretär: „Hier ist Ihr ganzes Geld hingeflossen.

Für die Bundesregierung, speziell das Außen- und Entwicklungsministerium, die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und allerlei NGO’s, die hier 20 Jahre lang der Schimäre einer „demokratischen afghanischen Zivilgesellschaft“ nach westlichem Vorbild hinterherrannten, bevor die Taliban wieder alles auf Anfang setzten und nun fester im Sattel sitzen denn je, müssten solche Konfrontationen mit der eigenen Naivität, um nicht zu sagen verantwortungslosen Idiotie eigentlich hochnotpeinlich sein – wenn es in Berlin noch so etwas wie Selbstreflexion und Skrupel gäbe. Nach 20 Milliarden Euro an Steuergeldern, die während Merkels Amtszeit in Afghanistan alleine an „Entwicklungshilfen“ versenkt wurden, ist man schmerzfrei geworden.

Kleptokraten lachen sich schlapp

Zumal es sich hier um kein spezifisch afghanisches Phänomen handelt. Die halbe Welt profitiert vom deutschen Steuerzahlersegen. Nicht nur palästinensische Hamas-Führer, arabische Diktatoren und chinesische KP-Milliardäre, sondern vor allem die Kleptokraten in ganz Afrika lachen sich schlapp über die deutsche Freigiebigkeit, die ihnen Jahr für Jahr viele Millionen in die Kassen spült, ohne dass sich die Lebensumstände der Menschen ihrer Länder je ändern. Und so fällt es auch nicht mehr ins Gewicht bzw. hat anscheinend niemand ein ungutes Gefühl bei der Vorstellung, dass sich das Merkel-Füllhorn fortan eben auch auf die Taliban ergießt, die gestern noch Kriegsgegner waren.

Jene bauen sich dann vielleicht keine goldenen Paläste – dafür aber Waffensysteme oder das Knowhow zur Bedienung der erbeuteten Arsenale ein. Das Los der Bevölkerung ist ihnen dabei genauso schnuppe wie den Mudschaheddin und Warlords der Vergangenheit. Was mit den ersten 600 Millionen geschieht – 100 Millionen Soforthilfe, eine weitere halbe Milliarde so gut wie sicher -, die Merkel (gegen weder glaubhafte noch realistische Versprechungen, wie etwa die Gewährung von Frauenrechten) rausgehauen hat? Das weiß keiner so genau.

Mit Sicherheit jedenfalls wird mit den Hilfen, wie auch mit der diplomatischen Anerkennung und Emanzipation der Taliban kein „neues Afghanistan“ gefördert werden, sondern vermutlich nur die Infrastruktur für den nächsten globalen Islamterror. Eine passendere Ausgangslage zum 20. Jahrestag (oder, aus Talibansicht: Jubiläum) der Anschläge vom 11. September ließe sich kaum denken. (DM)