Deutsches Rotes Kreuz (Symbolbild: shutterstock.com/ Von Lutsenko_Oleksandr)
Deutsches Rotes Kreuz (Symbolbild: shutterstock.com/ Von Lutsenko_Oleksandr)

Fluthelferin erhebt schwere Vorwürfe gegen das Rote Kreuz

Um sich Essensausgaben und Sachleistungen in den Flutgebieten versilbern zu lassen, soll das Rote Kreuz Spenden vernichtet und Fluthelfern „Ortsverbote“ ausgesprochen haben.  

Was Rosa Chtioui beim Bild-Leser-Stammtisch über die Machenschaften des Roten Kreuzes (DRK) in den von Politik und Medien längst schon vergessenen Flutgebieten zu berichten hatte, klingt ungeheuerlich. Während sich die Aufmerksamkeit auf mutmaßlich „Wichtigeres“ gerichtet hat – so zum Beispiel, möglichst schnell möglichst viele afghanische Migranten ins Land einzufliegen – organisierte Rosa Chtioui, als „die Rosa“ bekannt, in den schwer getroffenen Flutgebieten laut eigener Darstellung die Verteilung von rund 25 Tonnen Hilfsgütern. Neben Essensausgaben erhielten die Menschen dort, von Rosa mitorganisiert, unter anderem Schulranzen, Waschmaschinen, Trockner oder andere Elektrokleingeräte.

Nun erhebt Chtioui schwere Vorwürfe beim Bild-Stammtisch gegen das Deutsche Rote Kreuz vor Ort. Sie habe, nachdem sie spätnachts Hilfsgüter im Ahrtal entladen habe, dort vom DRK „Ortsverbot“ erhalten. Die Helferin laut der Bild-Zeitung: „Wir werden überall ausgebremst. Vom DRK, das argwöhnisch auf die kostenlose und durch Spenden finanzierte Essensausgabe schaut und 18 Euro pro Mahlzeit bekommt.“ Noch ungeheuerlicher: Das DRK ließ sogar laut Chtioui Spenden vernichten, die nicht angemeldet waren: „Wenn ich es nicht selbst gesehen hätte, würde ich es nicht glauben.“ Das DRK soll auch gespendete Kleidung in Regen und Dreck liegen gelassen haben, sodass die Kleiderspende letztlich entsorgt werden musste.

Das DRK zeigt sich bei der Rückfrage durch die Bild-Zeitung schmallippig. Bestätigt ist, dass sich das DRK für jedes verteilte Essen vom Steuerzahler dafür bezahlen lässt. Ob es sich um 18 Euro pro Essen handelt, dass wollte das DRK weder bestätigen noch dementieren. Die Einsatzkosten für die Essensausgabe würden sich nicht genau berechnen lassen. Es würden jedoch kein Gewinn erzielt, hieß es dazu. Dass es zur Vernichtung von Spenden gekommen sei, das sei nicht bekannt. Man prüfe aber, heiß es dazu. (SB)

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