100 Millionen Bürger betroffen: Biden setzt auf Impfzwang in Amerika

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US-Präsident Joe Biden hat die Nase von Ungeimpften voll und führt den Impfzwang ein. Für Angestellte von Bundesbehörden, im Gesundheitswesen und in größeren Unternehmen wird die neuartige Covid-19-Spritze zur Pflicht. Rund 100 Millionen Amerikaner sind betroffen.

„Wir waren geduldig“, erklärt der Demokrat „aber nun ist unsere Geduld erschöpft.“ Eine „Pandemie der Ungeimpften“ rollt durch die USA, behauptet der greise Demokrat. „Sie nehmen Menschen mit Krebs oder Herzanfällen den Platz weg“, hetzt Biden weiter.

„Hier geht es nicht um Freiheit oder persönliche Wahl“, stellt Biden klar. Es gehe darum, „sich selbst und seine Mitmenschen zu schützen“, lallt er monoton und einschläfernd weiter. Die Impfung ist sicher, behauptet die amerikanische Sprechpuppe.

Eine offene Drohung ging auch an alle Gouverneure der Bundesstaaten, die sich seinen drakonischen Maßnahmen nicht unterwerfen wollen. Er werde seine Exekutivbefugnisse nutzen, um sie durchzusetzen. „Wenn diese Gouverneure uns nicht helfen, die Pandemie zu besiegen, werde ich meine Befugnisse als Präsident nutzen, um sie aus dem Weg zu räumen“, so der Un-Demokrat.

Kostenlos schmeißen die Demokraten den Impfstoff auf den Markt, trotzdem haben sich erst 53 Prozent der Amerikaner freiwillig in das Lager der „Guten“ begeben. Da hilft nur noch Zwang, findet der 78-Jährige US-Präsident. Die Welt untermauert das mit dem üblichen Panik-Zahlen-Wirrwarr: „Derzeit liegen in den USA rund 100.000 Menschen mit Covid-19 im Krankenhaus, doppelt so viele wie vor einem Jahr, als es noch keine Impfstoffe gab“, will das Blatt wissen.

Bereits unter die Spritze mussten vor einigen Monaten 1,3 Millionen Soldaten, nun folgen zwei Millionen zivile Mitarbeiter des Bundes, 17 Millionen Ärzte, Pfleger und Büroangestellte, die in öffentlichen Krankenhäusern arbeiten sowie alle Auftragnehmer der Regierung. Die Möglichkeit, negative Corona-Tests vorzulegen, fällt in Zukunft weg, wenn es nach Biden geht.

Auch Angestellte, die in Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeiter arbeiten, müssen sich nun impfen lassen, verfügt Biden. Firmen, die nicht mitspielen wollen, droht „Sleepy Joe“ mit hohen Geldstrafen. Arbeitgeber könnten mit Geldstrafen von fast 14.000 US-Dollar pro Verstoß rechnen, so ein Beamter gegenüber Bloomberg.com. Die Regelungen werden voraussichtlich in den kommenden Wochen in Kraft treten, so der Beamte.

Da das Weiße Haus nicht die Macht hat, per Verordnung die Impfung einzuführen, werden Stück für Stück die Regeln ausgeweitet. Viele Unternehmer wollen bereits jetzt schon nur noch geimpfte Angestellte für sich arbeiten lassen. Zu ihnen gehören u.a.Goldman Sachs, Chevron, Google, Facebook, Netflix, Uber, Disney und Walmart.

Bei den Republikanern stößt der Biden-Impfzwang auf heftigen Widerstand: „Das klingt ziemlich nach Diktatur“, kritisierte die Fraktion der Partei im Repräsentantenhaus umgehend auf Twitter. Auch in der Bevölkerung will man dem alten Mann im Weißen Haus nicht folgen: Vier von zehn US-Arbeitnehmern verweigern die Impfung, wie Daten des Personalerverbands SHRM zeigen. Fast drei von zehn würden auch den Verlust ihres Arbeitsplatzes in Kauf nehmen.

Klagen ihrerseits wegen einer Kündigung dürften laut US-Juristen nur wenig Aussicht auf Erfolg haben – solange die Unternehmen und der Staat Ausnahmen aus medizinischen oder religiösen Gründen zulassen, können sie die Impfung verlangen, mutmaßt die Welt.

Die US-Wirtschaft ist überwiegend begeistert von der harten Hand Bidens. Der Chef des mächtigen Washingtoner Lobbyverbands Business Roundtable bejubelt die „Wachsamkeit“ des Präsidenten. Die Organisation, die rund 200 große Unternehmen vertritt, setzt schon seit längerer Zeit voll auf Impfzwang. (MS)