Aufstand der Basis: CDU-Ortsverband will keine Laschet-Wahlplakate aufhängen

Lusche Laschet (Bild: IMAGO / Christian Schroedter)
Lusche Laschet (Bild: IMAGO / Christian Schroedter)

Der saarländische CDU-Ortsverband Limbach-Altstadt glaubt so wenig an den Merkel-Imitator Laschet, dass entschieden wurde, vom CDU-Kanzlerkandidaten nicht einmal Wahlplakate aufhängen zu wollen. Die versammelte Parteispitze der Merkelpartei will man dort nach der Wahl „zum Teufel“ jagen. Gute Idee- nur leider viel zu spät.

„Im Müll landen sie nicht, wir hängen sie nur nicht auf“. Mit diesen Worten kommentiert der Vorsitzende des CDU-Ortsverbands Limbach-Altstadt (Saarland), Carsten Baus, den Umgang mit ihrem Untergangskanzlerkandidaten Armin Laschet in einem Spiegel-Interview.

Armin Laschet sei nicht der Kanzlerkandidat, der das Land voranbringen wird. Er stehe für das Weiter-so der Deutschlandvernichterin Angela Merkel. „Er steht dafür, dass wir Dinge nicht klar benennen und weiter einem Zeitgeist hinterherlaufen, um möglichst wenigen Leuten politisch wehzutun. Das kann so nichts werden. Es war leider eine erkennbar völlig falsche Entscheidung, Laschet zum Kanzlerkandidaten der Union zu machen“, so Baus, der offenbar nun – nach 16 Jahren desaströser Merkelpolitik den innerparteilichen Revoluzzer gibt.

Den Bundesvorstand will der Hinterbänkler Baus nach der Wahlniederlage „zum Teufel jagen“. Mit Laschet als Kanzlerkandidat habe dieser „eine für die Partei schädliche Entscheidung getroffen.“ Im örtlichen Bekanntmachungsblatt habe man sogar mit einer fast 400 Euro teuren Anzeige klargemacht, dass man Laschet zwar für den Parteivorsitz unterstütze, aber nicht für den passenden Kanzlerkandidaten halten würde.

In Erwartung einer krachenden Wahlniederlage für die Union bejammert Baus, dass nicht sein karrieregeiler Parteikollege Markus Söder zum Kanzlerkandidaten gekürt wurde. „Mit Herrn Söder hätten wir bessere Chancen aufs Kanzleramt gehabt. Der Lauf der Dinge hat unsere Laien-Meinung bedauerlicherweise bestätigt“.

Der „Lauf der Dinge“ wird Kritiker dieser katastrophalen Politik, die Gestalten wie Baus jahrelang wortlos unterstützt haben, noch ganz anders bestätigen. (SB)