Wahlkampf von Idioten – für Idioten

Foto: Wahlplakate von Grünen, SPD und FDP zur Bundestagswahl 2021 (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Es gibt genügend Themen, die Deutschland bewegen: Die ewige Pandemie, die politische Erpressung in der Impfkampagne, die katastrophale Migrationspolitik, die jetzt die Wiederholung von 2015 mit sich bringt, die fortschreitende Islamisierung, der Zusammenbruch der Lieferketten, die Preisexplosionen auf dem Energiesektor – aber keines dieser Themen spielt bei dem Kasperletheater namens Wahlkampf eine Rolle. Alle überbieten sich beim Thema Wetter, ansonsten nur heiße Luft.

Kein Wunder, dass mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Bürger den Wahlkampf als inhaltsleer empfinden. Zugleich kennen 39 Prozent keinen einzigen ihrer Direktkandidaten im Wahlkampf, geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Samstagausgaben) hervor. Die TV-Trielle bewertet eine Mehrheit demnach positiv.

Dass es in diesem Bundestagswahlkampf statt eines Kanzler-Duells nun mehrere Trielle gibt, sehen 60 Prozent als positiv an, 31 Prozent halten es für übertrieben. „Die Mehrheit der Wahlberechtigten findet die Trielle zwar gut, doch nur eine Minderheit von 15 Prozent aller Wahlberechtigten gibt an, dass die Trielle einen großen Einfluss auf die eigene Wahlentscheidung hätten“, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner. 83 Prozent der Befragten hoben hervor, die Trielle im Fernsehen hätten nur einen geringen oder keinen Einfluss auf ihre Entscheidung.

Jüngere lassen sich durch die moderierten Debatten im TV noch eher beeinflussen als Ältere. Eine große Mehrheit von 82 Prozent hat sich ohnehin schon ein Urteil über die einzelnen Parteien gebildet. Mit 91 Prozent gilt dies für die sehr jungen Wahlberechtigten ebenso wie für die Älteren mit 88 Prozent im besonderen Maße.

Nur eine Minderheit von 16 Prozent sagte in der Umfrage, noch den weiteren Verlauf des Wahlkampfs abwarten zu wollen, um sich eine Meinung zu bilden. Dass die politische Lage in der ausklingenden Merkel-Ära ziemlich unübersichtlich ist, das empfinden scheinbar viele Bürger. So rechnen 77 Prozent der Wahlberechtigten mit einer langen Dauer der Regierungsbildung nach der Wahl am 26. September.

Bei den Anhängern der Linkspartei (91 Prozent) und den Anhängern der Union (85 Prozent) ist der Anteil am höchsten. Auf die Frage, welche Partei den besten Wahlkampf macht, zeigt sich ein Bild von Ratlosigkeit. 43 Prozent gaben an, dass dies bei keiner Partei der Fall sei. Den besten Wert erzielt die SPD mit 28 Prozent, gefolgt von Grünen (11), FDP (6) und danach erst die Union mit mageren fünf Prozent. Forsa befragte für die Erhebung am 6. und 7. September im Auftrag des RND 1.018 Wahlberechtigte.

Wahrscheinlich aber wissen die meisten auch, dass es überhaupt keine Rolle mehr spielt, wo man heutzutage sein Kreuz macht (mit der Ausnahme AfD), denn mittlerweile geht jeder mit jedem ins politische Bett und die Bürger müssen dann mit den faulen Kompromissen leben, die mehr Rückschritt als Fortschritt bedeuten. (Mit Material von dts)