INSA: SPD baut Vorsprung vor Union aus, Deutschland baut rapide ab

Foto: Olaf Scholz (über dts Nachrichtenagentur)

BerlinDer Drops ist wohl gelutscht, oder die Umfrage-Institute manipulieren im Auftrag der neuen Linken: Zwei Wochen vor der Bundestagswahl kann die SPD ihren Umfrage-Vorsprung vor der Union doch noch weiter ausbauen. Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut INSA wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erhebt, können die Sozialdemokraten einen Punkt im Vergleich zur Vorwoche hinzugewinnen und kommen nun auf 26 Prozent. Das ist der höchste Wert im Sonntagstrend seit Juni 2017. Die Union hingegen verharrt bei 20 Prozent.

Die Grünen verlieren einen Punkt zur Vorwoche und liegen mit 15 Prozent nun deutlich abgeschlagen auf Platz drei. Die FDP bleibt stabil bei 13 Prozent, die AfD kommt auf elf Prozent (-1), die die Linke auf sechs Prozent (-1). Die sonstigen Parteien würden neun Prozent wählen (+2).

Mit diesen Ergebnissen hätte die Große Koalition seit längerer Zeit wieder eine parlamentarische Mehrheit. Ebenfalls möglich wären eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP, ein rot-grün-rotes Bündnis und eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP. In der Direktwahlfrage kann Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet deutlich hinzugewinnen, liegt aber immer noch auf dem letzten Platz.

13 Prozent würden Laschet direkt zum Kanzler wählen, das sind drei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock liegt mit 14 Prozent (+1) knapp vor Laschet, Olaf Scholz würden 31 Prozent (-1) wählen. 33 Prozent geben an, keinen der drei Kandidaten direkt wählen zu wollen.

Für die „Bild am Sonntag“ fragte INSA ebenfalls, welche Themen für die Menschen bei der anstehenden Bundestagswahl wahlentscheidend sind. Ergebnis: Für 35 Prozent ist das Thema Klima wahlentscheidend, für 33 Prozent das Thema Rente, für jeweils 26 Prozent das Thema Wohnen und Mieten sowie der Umgang mit der Corona-Pandemie und für 24 Prozent das Thema Gesundheit und Pflege. Für die Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut INSA insgesamt 1.152 Menschen im Zeitraum vom 6. bis zum 10. September. Frage: „Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, wie würden Sie wählen?“

Am 10. September wurden zusätzlich 1.001 Menschen befragt. Fragen: „1. Angenommen, Sie könnten den Bundeskanzler bzw. die Bundeskanzlerin direkt wählen und hätten die Wahl zwischen Armin Laschet von der CDU, Annalena Baerbock von den Grünen und Olaf Scholz von der SPD: Für wen würden Sie sich entscheiden? 2. Welche der folgenden Themen sind für Sie bei der kommenden Bundestagswahl am 26. September 2021 wahlentscheidend (Klima, Rente, Wohnen und Mieten, Umgang mit der Corona Pandemie, Gesundheit und Pflege, Schule, Kitas und Bildung, Migration, Steuern, Wirtschaft, Innere Sicherheit, Löhne, Verkehr und Mobilität, Europa, Verteidigung)?“

Ob in den nächsten zwei Wochen noch Entscheidendes passiert, irgendein Skandal die Wähler noch umstimmen wird, ist fraglich. Selbst die fragwürdigen finanziellen „Geschäfte“ des SPD-Spitzenkandidaten Scholz spielen offensichtlich keine Rolle. Wahrscheinlich, weil kriminelle Energie heutzutage das Markenzeichen von Politikern geworden ist.

Dazu passt dann auch diese Meldung:

Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz hat SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz scharf für dessen Andeutung kritisiert, die Durchsuchung des Bundesfinanzministeriums sei politisch motiviert. Das sei ein ungeheuerlicher Vorwurf und skandalös, sagte der Grünen-Politiker der RTL/n-tv-Redaktion. „Man quatscht nicht einfach den Rechtsstaat schlecht“, so von Notz.

Deutschland habe eine unabhängige Justiz. „Man spricht nicht einfach in den Nebel hinein und munkelt, dass hier etwas geschoben wird.“ Scholz solle seine Andeutungen klar belegen.

Alles andere sei bodenlos. Die auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Osnabrück am vergangenen Donnerstag erfolgte Razzia im Bundesfinanzministerium nannte von Notz eine sehr „ernsthafte Problematik“. Dazu müsse „der verantwortliche Minister glasklar Stellung beziehen“, so der Grünen-Politiker.

„Wenn über Monate und Jahre ein so relevanter Bereich schleifen gelassen wird, bis dann schließlich die Staatsanwaltschaft aktiv wird, dann muss man sich zu seiner Verantwortung bekennen und dann kann man nicht auf andere zeigen und sich nicht wegducken.“ (Mit Material von dts)