Ein kleiner Trost: Jetzt kann Tareq Alaows zwar nicht Bundeskanzler werden, aber immerhin Annalena wählen

Grün-Syrer Tareq Alaows (Foto:Imago/Popow)

Der Syrer, der für die Grünen als erster „Geflüchteter“ in den Deutschen Bundestag einziehen und dort Politik für „Geflüchtete“ machen wollte, hat sie nun. Die deutsche Staatsbürgerschaft. Nun kann sich Tareq Alaows nicht nur daran machen, die Inschrift auf dem Reichstagsgebäude in „Für alle Menschen, die in Deutschland leben“ umzuändern.

Denn diese Pläne waren dem Syrer, der 2015 nach Deutschland hereingeflüchtet kam und dieses Land und seine Bürger um Schutz gebeten hatte, bislang verwehrt.

Das hat sich offensichtlich geändert, wie er auf Twitter dem deutschen Volk nun mitteilt:

Anfang Februar hatte Alaows noch eine ganz andere frohe Botschaft für jene, die hier schon länger leben: Unter maximaler medialer Aufmerksamkeit und Applaus verkündete Alaows, als erster „Geflüchteter“ in den Bundestag einziehen zu wollen. Seine geistige Heimat sieht der Herr Flüchtling bei den Grünen. Von den Genossen wurde er dann auch als Kandidat in Oberhausen-Wesel III (Wahlkreis 117) nominiert.

Im Deutschen Bundestag wollte er sich allerdings weniger um die Belange jener, die im eine neue Heimat ermöglichten bemühen: „Jetzt möchte ich als erste aus Syrien geflüchtete Person im Bundestag den Hunderttausenden Menschen, die auf der Flucht sind und hier mit uns leben, eine politische Stimme geben“. Und um mehr Bewusstsein in Deutschland für die Not von Migranten zu schaffen, wollte er auch gleich die Inschrift auf dem Reichstagsgebäude umändern lassen in „Für alle Menschen, die in Deutschland leben“. Bislang steht dort seit 1916 „Dem deutschen Volke“.

Für seine angekündigte Kandidatur hätte der Syrer jedoch damals zwingend Deutscher sein müssen. Ein Anspruch auf die Einbürgerung besteht im Regelfall erst nach einem rechtmäßigen Aufenthalt in Deutschland von acht Jahren, bis 1999 sogar erst nach fünfzehn Jahren. Diese Frist kann sich bei erfolgreichem Besuch eines Integrationskurses auf sieben und bei besonderen Integrationsleistungen (zum Beispiel überdurchschnittliche Deutschkenntnisse oder ehrenamtliches Engagement) auf sechs Jahre verkürzen, was mit einem Antrag auf „Ermessenseinbürgerung“ zu wuppen ist.

Im Frühjahr hatte der nun frischgebackene neue Staatsbürger Alaows seine Kandidatur für die Grünen unter ebenfalls lautem medialen Getöse wieder zurückgezogen. Der Grund dafür – so wurde es in einer  Pressemitteilung der Grünen präsentiert – soll eine „hohe“ Bedrohungslage gegen ihn und seine Familie gewesen sein. Allein: Damit, was genau angeblich seiner Familie oder Freunden und Bekannten im Zusammenhang mit seiner Bewerbung passiert sein soll, wollte weder der grüne Bundestagskandidat Alaows noch die Grünen selbst herausrücken. Bei der Polizei lag – so berichtete es damals TE – keine Anzeige vor.

Aber das ist ja nun alles grüner Schnee von gestern. Mit seiner deutschen Staatsbürgerschaft in den ex-syrischen Händen läuft sich Alaows schon wieder warm und beklagt auf Twitter, dass 8 Millionen volljährige Menschen im rassistischen Menschenschinderland Deutschland allein deshalb nicht wählen dürften, weil sie keine Deutschen sind. „Diese Ungleichbehandlung muss ein Ende haben!“, verkündet uns der neue Staatsbürger.