Medizinerin: Nicht alle Impftoten werden erfasst

Coronatote (Bild: shutterstock.com/ Von asiandelight)
Coronatote (Bild: shutterstock.com/ Von asiandelight)

Unglaublich: Eine ärztliche Mitarbeiterin eines Gesundheitsamtes geht von einer „erheblichen Untererfassung von Impfkomplikationen inklusive Todesfolge“ aus.

Die Berliner Mezzo-Sopranistin Bettina Ranch ist nach einer Corona-Impfung seit Anfang September nicht in der Lage aufzutreten und wird stationär behandelt. Seitdem leidet die Künstlerin unter so schweren Nebenwirkungen, dass sie alle ihre Auftritte absagen musste. Ein Arzt diagnostizierte eine leichte Gesichtslähmung sowie Ataxie. Gegen einen der Impfärzte erhebt Ranch schwere Vorwürfe, da er die Nebenwirkungen nach ihrer Aussage nicht an die zuständigen Stellen gemeldet haben soll. Ranch veröffentlichte auf ihrer Facebookseite das Antwortschreiben:

In Zusammenhang mit Ranchs Vorwürfen meldete sich bei der Berliner Zeitung Dr. med. Antje Greve, ärztliche Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes Karlsruhe. Sie geht von einer „erheblichen Untererfassung von Impfkomplikationen inklusive Todesfolge“ aus und schreibt laut der Berliner Zeitung:

„Als ärztliche Mitarbeiterin eines Gesundheitsamtes wundert mich die Schilderung von Frau Ranch nicht. Leider halten sich manche Ärzte nicht an die Meldepflicht nach Paragraph 6 (1) Satz 3 IfSG, demnach jede über das übliche Ausmaß gehende Impfreaktion an das Gesundheitsamt zu melden ist. Dieses gibt die Daten an das Paul-Ehrlich-Institut weiter“. Das Gesundheitsamt unterstellt, so die Ärztin weiter, wenn es von nicht gemeldeten Impfkomplikationen erfährt, dass der behandelnde Arzt dies schon dem Paul-Ehrlich Institut oder dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte oder der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft gemeldet habe und geht dem Fall nicht gesondert nach.

Die vielen Meldemöglichkeiten würden das Problem mit sich bringen, dass überhaupt keine Kontrolle bestehe, ob eine Impfkomplikation überhaupt irgendwohin gemeldet wurde, so die schier unglaubliche Aussage. „Es müsste eine einzige Meldestelle geben, beziehungsweise die Einhaltung der Meldepflicht an das Gesundheitsamt konsequent überwacht werden“, stellt die Medizinerin fest und schreibt weiter:

„Eine schlechte Meldemoral bezüglich Tod nach Corona-Impfung lassen auch die Ergebnisse der Obduktionen in der Uni-Pathologie Heidelberg vermuten. Darüber wurde unter anderem in der Online-Version des Deutschen Ärzteblatts Anfang August berichtet. Der Chefpathologe Professor Schirmacher fand bei ungewöhnlich vielen, kurz nach Impfung Verstorbenen Hinweise auf einen ursächlichen Zusammenhang mit der Corona-Impfung. Dies wurde von Prof. Mertens in Frage gestellt, da ja eine Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz bestehe. Aber eine Meldepflicht bedeutet nicht, dass auch gemeldet wird“.

Auch bei vielen Todesfällen durch Corona blieb die Meldung der Ärzte aus

In Bezug auf Corona würden ebenfalls bei vielen Todesfällen die Meldung der Ärzte ausbleiben. Das haben das Gesundheitsamt, in welchem sie tätig ist im Herbst/Winter 2020 festgestellt, als für viele Todesfälle durch Covid, die durch den fast täglichen Kontakt mit betroffenen Heimen mitbekamen, die Meldung der behandelnden Ärzte ausblieb. Eine extra dafür abgestellte Mitarbeiterin habe sich nur um das Eintreiben der Meldungen gekümmert, was in kleineren Gesundheitsämtern personell undenkbar sei.

Greve weiter: „Ich gehe von einer erheblichen Untererfassung von Impfkomplikationen, inklusive Todesfolge, nach Impfung aus. Bei deutlich sinkenden Todeszahlen durch Covid nähern sich die Todesraten von Covid-Toten und Impftoten weiter an und es wäre fatal, wenn eines Tages Gleichstand oder ein Überhang von Impftoten herrschte, ohne dass diese Tatsache anhand der Untererfassung überhaupt bemerkt würde.

Für Frau Ranch hoffe ich, dass die Gesichtslähmung ausheilt und möchte ihr für die Öffentlichmachung ihres Falles danken. Bei einem über sechs Monate anhaltenden Schaden kann sie bei ihrem Versorgungsamt einen Antrag auf Impfschaden nach dem Infektionsschutzgesetz stellen bei offenem Ausgang eines solchen Verfahrens.“ (SB)