Inzidenz sinkt weiter, Impfpflicht soll ausgeweitet werden

Foto: Impfspritze wird aufgezogen (über dts Nachrichtenagentur)

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Dienstagmorgen vorläufig 4.171 so genannte Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 10,6 Prozent oder 493 „Fälle“ weniger als am Dienstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 61,7 auf heute 60,3 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 131.900 angeblich positiv Getesteten, das sind etwa 16.300 weniger als vor einer Woche.

So sieht zwar keine Vierte Welle aus, dennoch hat sich Kinder- und Jugendärztepräsident Thomas Fischbach für eine Corona-Impfpflicht von Lehrern, Erziehern und Mitarbeitern in den Gesundheitsberufen ausgesprochen. „Wenn viele Beschäftigte in Kitas, Schulen und Kliniken Impfungen weiter verweigern, sollte der Gesetzgeber ernsthaft über eine Impfpflicht in diesen sensiblen Bereichen nachdenken“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstagsausgaben). „Wer mit vulnerablen Gruppen zu tun hat und die eigene Immunisierung ablehnt, hat seinen Verstand ausgeschaltet“, sagte Fischbach.

Neben der Politik sieht Fischbach auch Betriebsärzte von Kliniken in der Verantwortung: „Sie müssen aufklären und das medizinische Personal an seine Pflicht erinnern, kranken Menschen zu helfen und sie vor Ansteckungen zu schützen.“ Wer sich dem verweigere, der müsse Konsequenzen spüren, „die wehtun“, forderte Fischbach. Er verwies auch auf die grundsätzlich durch das Infektionsschutzgesetz gedeckte Möglichkeit von Krankenhäusern oder Pflegeheimen, Impfverweigerer zu entlassen.

„Wenn es nach Monaten des Impfstoffüberschusses noch Ausbrüche in Pflegeheimen gibt, muss man die Zügel anziehen, und da darf Fachkräftemangel kein Gegenargument sein“, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Konsequenzen spüren, die weh tun heißt nichts anderes als Berufsverbote zu erteilen. Die armen Patienten. Wie viele dann sterben werden, spielt bei der Impf-Lobby allerdings keine Rolle. (Mit Material von dts)