„Danke Merkel – für die Umvolkung“: Linke Hip-Hop Band schreibt rechten Ohrwurm-Song

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Die Hip-Hop Formation K.I.Z. ist bekannt für satirische, provokante und politkritische Texte. Mit ihrem neuesten Werk „Danke Merkel“ legt sie einen echten Ohrwurm für alle Rechten hin – vor drei Tagen veröffentlicht, hat ihr Merkel-Abgesang bereits mehr als 600.000 Aufrufe auf YouTube. Der – natürlich völlig ironisch gemeinte – Song  und ist gespickt mit Schlagworten wie „Umvolkung“, in ihm ist Merkel die „Kommunistenbraut“, der Asylant der „Messerstecher“ und der deutsche Rentner geht leer aus.  

„Danke Merkel, Danke für die geile Zeit. Eine Frau als Kanzler, wir waren alle live dabei…. Danke Merkel, für die große Umvolkung….Gemeinsam gegen Deutschland unter dem Deckmantel der Kunst…Die Genossin steigt vom Thron und die Stasi salutiert, im Hintergrund wird Deutschland umgebaut von der Kommunistenbraut…Wir komm´ auf Lastenrädern, jagen alte weiße Männer… gekürzte Renten für Hildegard und Waldemar, offene Grenzen für Mörder und Vergewaltiger, ihr werdet euch jetzt impfen und dann gendern, ihr Schlampen…“ usw. und so fort. In dem Hip-Hop-Song der Berliner Band geht es so richtig ab. Gedreht vor dem Reichstag und dem Kanzleramt gesellt sich so mancher Fußgänger zu ihnen, um „die Raute“ zu machen. Doch was die Band garantiert als Satire verkaufen will, ist für andere durchaus Realität.

Das Dreier-Gespann Tarek, Maxim und Nico steht bei Universal Music unter Vertrag und verfügt über ein geschätztes Vermögen von 2,4 Millionen Euro. Sie sind bisher besonders im Kampf gegen Rechts aufgefallen. So standen sie am 3. September 2018 zusammen mit Feine Sahne Fischfilet, Kraftklub und Die Toten Hosen auf der Bühne und gaben ein Konzert gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Chemnitz unter dem Motto „Wir sind mehr“.

Im Februar 2010 riefen K.I.Z laut Wikipedia mit einem YouTube-Video zur Teilnahme an der antifaschistischen Demonstration Dresden Nazifrei auf. 2011 und 2016 kandidierten Maxim und Nico als Spitzenkandidaten für Die PARTEI bei den Wahlen in Berlin. (MS)