Erdingers Absacker: Sie waren jung und brauchten das Geld

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+++ Nicht ganz frisch, aber ganz frisch im Bundestag: Frau Ricarda Lang, stellvertretende Bundesvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Grünen. Sie betreibt Imagepflege vom allerfeinsten und wird wohl über kurz oder breit viel von dem allgemeinen Gespött über ihre älteren Kolleginnen Göring-Eckardt und Roth auf sich ziehen, um so die beiden Genannten zu entlasten. Sie wird also wahrscheinlich die Funktion eines feministischen Fliegenfängers übernehmen, wofür ihr Göring-Eckardt und Claudia Roth ganz gewiß dankbar sein werden. Die Presse brachte heute landauf-landab ein Foto von der gutgelaunten Ricarda, auf dem sie strahlend vor einer merkwürdigen Flagge steht. Es handelt sich um die Flagge der Bisexuellen, wie der unbedarfte Leser erfuhr. Text dazu: „Ricarda Lang ist die erste offen bisexuelle Bundestagsabgeordnete“. Über sonstige Qualifikationen war nichts zu lesen. Der Volksmund weiß es aber sowieso: Was man nicht im Kopfe hat, das hat man zwischen den Beinen. Im besten Deutschland, das wir je hatten, ist das, was man nicht im Kopfe hat, inzwischen über 10.000 Euro im Monat wert. +++

+++ Für große Erheiterung sorgte am heutigen Tage der „Spiegel“ mit einer Meldung aus dem malerischen Dänemark. Der Künstler Jens Haaning (56) hatte sich von einem Museum in Aalborg 70.000 Euro geliehen, um eine Collage aus Banknoten anzufertigen. Es ging um die Rekonstruktion eines seiner alten Werke mit dem Titel „Ein Jahresgehalt in Dänemark und Österreich“. Abgeliefert hat er dann zwei leere Bilderrahmen. Zu sehen waren nur zwei weiße Leinwände. Im Rahmen seiner Kunstfreiheit beim Thema Geld hatte er sein Werk einfach umbenannt. Neuer Titel: „Nimm das Geld und hau ab.“ Die Museumsleitung war „not amused“. (Die ganze story gibt es hier). +++

+++ Nach dem So-la-la-Abschneiden der AfD bei den Bundestagswahlen (-2,2 Prozent bundesweit) und gleichzeitigen AfD-Triumphen in Ostdeutschland, besonders in Thüringen und Sachsen, sorgen die Erklärungsversuche der „Gemäßigten“ im Westen der Republik für Erstaunen. Ein Wort, über das man dabei immer wieder stolpert, ist „Politikfähigkeit“. Dieselbe gelte es künftig zu erwerben. Da staunt der unbedarfte Zeitungsleser, kratzt sich am Kopf und fragt, wie wohl die AfD in Mitteldeutschland so erfolgreich werden konnte, ohne politikfähig gewesen zu sein. +++

+++ Heute erst zur Kenntnis genommen: Peter Altmaier, seines Zeichens Wirtschaftsminister unter Angela Merkel, erhob nach dem Wahldebakel der Union eine sensationelle Forderung: Neue Köpfe für die Union wollte er haben. Begründung: „Müssen Signal der Bürger hören“. Damit bewies er überflüssigerweise, daß er etwas für Insiderwissen hält, das keines ist. Der Bürger wußte, daß die Union vor ihrer Wahlniederlage kein Signal des Bürgers hören musste. Was ja auch Grund für ihr Wahldebakel gewesen ist. Ein Experte: Nimm Altmaier die Dienstlimousine weg und frag ihn, was er muß: „Müssen auf Schusters Rappen laufen.“ +++

+++ Viele Banken verlangen ab sofort Strafzinsen (Negativzinsen) bereits ab einem Guthaben von 5.000 Euro. Kein Problem. Der Wert eines Guthabens von 5.000 Euro sinkt ohnehin durch die Inflation. Sie überschritt erstmals seit 1993 die 4-Prozent-Marke. Annalena Baerbock würde vermutlich sagen: Alles im grünen Bereich. Stimmt´s, Kobold? +++

+++ Daß die Berliner Demokraten die allerbesten von allen sind, war schon lange klar. In einigen Beirken gab es bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus eine Wahlbeteiligung von 150 Prozent, wie die Presse heute mitteilte. Die Begeisterung für demokratische Wahlen war derartig groß, daß den Wahlleitern letztlich nichts anders übrig blieb, als geschätzte Ergebnisse in amtlichen Endergebnisse zu verwandeln. In einem demokratischen Rechtsstaat zählt natürlich auch der Gedanke an Resozialisierung viel. Die bundesweit bekannte Plagiatorin Franziska Giffey von den Spezialdemokraten, die ihr Ministeramt in der Bundesregierung wegen ihrer Durchstechereien und dem Verlust ihres Doktortitels aufgeben mußte, darf sich nun als erste Bürgermeisterin Berlins bewähren. Es geht also nicht nur vorwärts mit der Demokratie, sondern für Giffey auch wieder aufwärts. Das ist so schön menschlich, daß man vor Rührung heulen möchte. +++

+++ Grüne wollen offenbar derartig dringend in einer Ampel- oder Jamaikakoalition an der nächsten Bundesregierung beteiligt sein, daß sie sich sogar ein generelles Tempolimit von der FDP ausreden lassen würden. Der Gelegenheitsliberale Lindner soll bloß aufpassen. Kein generelles Tempolimit ist nicht gleich kein Tempolimit. Die Grünen haben Phantasie. Es ginge ja auch ein De-facto-Tempolimit per Zeichensetzerei: 80 km/h wegen Lärm, Wildwechsel, fehlende Markierung, Schwangerschaft usw.usf. In NRW hatten Grüne vor einigen Jahren bereits angedacht, künstliche Baustellen auf Autobahnen einzurichten, auf denen niemand arbeitet, um Geschwindigkeitsbeschränkungen durchzusetzen, für die ohne Baustellen der Bund zuständig gewesen wäre. Auch wenn die Grünen mit allen Wassern gewaschen sind – nicht ganz sauber sind sie trotzdem jederzeit. +++