Maximalalarm! Sachsen-CDU sorgt sich: Erster AfD-Landrat aus Sachsen?

Jörg Urban (Bild: Jörg Urban)
Jörg Urban (Bild: Jörg Urban)

Die Sachen-CDU befindet sich nach ihrem Wahldesaster in Maximalalarm. Denn: Der erste AfD-Landrat könnte demnächst aus Sachsen kommen. Im Frühsommer 2022 wählen die Sachsen!

Satte 9,6 Prozent hat die Merkel-Schrottpartei CDU in Sachsen bei der Bundestagswahl verloren und kam gerade einmal auf 17,2 Prozent. Die AfD in Sachsen schaffte es indes – zum Entsetzen der Altparteien und dem angeschlossenen Mainstreammedien – auf den ersten Platz. Insgesamt bekam die AfD in Sachsen 24,6 Prozent der abgegebenen Zweitstimmen. Im sächsischen Dorfchemnitz erreichte die AfD einen Erststimmenanteil von 52 Prozent. Seither ist der Mainstream verzweifelt auf der Suche nach Antworten, „was die Wähler in Sachsen zur AfD treibt“ (WDR). Die FAZ glaubt zu wissen, dass es sich im Osten Deutschlands um eine reine Racheaktion via Wahlzettel gehandelt hat.

Dieses Wahldesaster noch am Verdauen, geht bei den sächsischen CDU-Losern die Angst um. Denn: Im Frühsommer 2022 geht es schon wieder an die Urne. Dann werden alle sächsischen Landräte (außer Meißen) neu gewählt. Die Chancen stehen mehr als gut, dass der erste AfD-Landrat aus Sachsen kommt. „Gewinnen wir auch nur eine der Landratswahlen, ist das unser endgültiger Durchbruch“, so Sachsens AfD-Chef Jörg Urban gegenüber der Bildzeitung. Deshalb schaue die Sachsen-AfD sehr genau, wer wo kandidiert. So sollen Udo Witschas (50, Vize-Landrat) in Bautzen, Landtagsabgeordneter Stephan Meyer (40) in Görlitz und Innen-Experte Rico Anton (44) im Erzgebirge antreten. In Mittelsachsen wird Rolf Weigand (37) antreten. Weingand, Fraktionsvize der AfD im Landtag, ist seit 2019 bereits Vize-Bürgermeister von Großschirma.

Der 57-jährige Urban ist seit Februar 2018 Vorsitzender der AfD Sachsen. Seit 2014 ist er Mitglied des Sächsischen Landtages, amtiert dort als Fraktionsvorsitzender und seit 2019 auch als Oppositionsführer. (SB)