Höchst brisant: Gesellschaftlich-toxische Genderkratie auf dem Rücken der Unschuldigen und Ahnungslosen

Nicole Höchst MdB; Bild: Nicole Höchst
Nicole Höchst (MdB) vom AfD-Landesverband Rheinland-Pfalz

Wir sind so bunt, wir sind so vielfältig – hurra! Doch hinter der netten, heilsversprechenden Fassade des umgekehrten Regenbogens liegt die Kehrseite des bunten Treibens: Menschenverachtende Dunkelheit / von Nicole Höchst

Realität und Satire sind praktisch nicht mehr voneinander zu unterscheiden. Beispielsweise wenn es darum geht, warum wir aufhören sollten, das Wort ‚Mann‘ überhaupt noch zu benutzen. Deswegen: ‚Was ist ein Mann? Männer sind Nicht-Frauen, die toxische Maskulinität und sexistische Stereotype verkörpern.“ Mehr noch: „Das Wort ‚Mann‘ verleumdet die Existenz von Frauen. Wenn Menschen das Wort ‚Mann‘ benutzen, meinen sie ‚Nicht-Frauen‘. Um Frauen in den Hintergrund zu drängen, wird das Wort ‚Frau‘ gestrichen und durch ein neues solistisches Wort ersetzt. Wir sollten anfangen, den sexistischen und rassistischen Begriff ‚Mann‘ aus unserem Wortschatz zu streichen und ihn durch ‚Nicht-Frauen‘ ersetzen.“ Die vorgenannten Zitate stammen vom Instagram-Nutzer „charbonello1“ (ich habe sie hier redigiert, da Rechtschreibung und Zeichensetzung des Original zu abenteuerlich waren).

Auch wenn ich im Kontext der sonstigen Posts dieses Accounts nicht umhin kam, dies als Satire zu verorten, so ist es heutzutage doch schwierig, zu unterscheiden, ab welchem Punkt Wahnsinn und Ernsthaftigkeit zusammenfallen – weil heute ähnlich groteske Positionen, jedenfalls  in einer bestimmten Szene, allgemein angesehen und anerkannt sind. Im Folgenden daher einige weitere Beispiele aus der intellektuellen Hölle.

Genderkorrekte Sprachempfehlungen des Wahnsinns

So gibt es bereits seit sieben Jahren an der Humboldt-Universität in Berlin eine Arbeitsgruppe „Feministisch Sprachhandeln“. Diese gibt genderpolitisch korrekte Sprachempfehlungen heraus – etwa für Begriffe wie „Computa„, „Studierx„, „m@n“ und viele mehr. Doch können diese wirklich ernst gemeint sein?- Leider ja, lautet die Antwort – denn für das Gendermainstreaming geben Bundesregierung und Landesregierungen jedes Jahr eine große Menge Steuergelder aus. Im Prinzip geht es dabei um übelsten Sexismus, umgekehrt aufgezäumt bzw. reloaded. Frauen soll man am Besten gleich mit ihren Geschlechtsorganen anreden.

So schreibt Nele Pollatschek in ihrem Gastbeitrag beim „Tagesspiegel„: „Im Grunde gibt es nur ein einzig wirklich gutes Argument gegen das Gendern: Es ist leider sexistisch. Ich sage ‚leider‘ – denn Menschen, die gendern, sind grundsympathisch. Wer gendert, tut das in der Regel, um auf sprachliche und gesellschaftliche Ungerechtigkeiten hinzuweisen. Gendern ist eine sexistische Praxis, deren Ziel es ist, Sexismus zu bekämpfen.“ Fürwahr: Deutschland ist besessen von Genitalien. Sprachlich und anscheinend überhaupt.

Die Argumentationen gleichen oft logischen Zirkelschlüssen, wenn sie überhaupt mit dem Begriff „Logik“ einzuhegen sind. In ihrer Zielerreichung sind sie ungefähr so erfolgreich wie 99,999 Prozent der Samenzellen eines Ergusses in Bezug auf die Befruchtung einer Eizelle. Entschuldigung, aber dieser Vergleich ist an dieser Stelle obligatorisch… ;))

Verirrte genitale Argumentationen

Oftmals handelt es sich bei diesen verirrten „genitalen Argumentationen“ um pathetische Selbstoffenbarungen, die mit dem Versuch einhergehen, die eigene psychische und psychosoziale Landkarte Deutschlands zu vergesellschaften. Das war in Geschichte und Literatur nicht unüblich und hatte bisweilen leider auch das Momentum, ganze Zivilisationen untergehen zu lassen. Gesellschaften sind zuweilen ja eher weniger progressiv, als ihre tonangebenden Vordenker das gerne hätten, und ein gutes Warnsignal an alle Beteiligten wäre es, wenn einfach niemand – nicht einmal Logik und Wissenschaft – die ausgerollte Landkarte ernsthaft betreten würde, weil das so kartographierte Land nur in der Fabelwelt, jenseits aller Realitäten, Bestand haben konnte.

Wenn dann auch noch solide Maßnahmen nötig sind wie Zwang, Anordnung und Denkkorridore, dann weiß das in Entstehung begriffene Möchtegern-Weltreich des Anything-Goes-Wolkenkuckucksheims insgeheim schon, dass es langfristig den Kampf um die machtgebende Deutungshoheit schon verloren hat und nur mehr eine Fußnote in der Weltgeschichte darstellen wird. Stolperstein des Anstoßes, wie so oft: die Härten der Realität. Und die machte bereits in der Vergangenheit zum Glück den allzu dystopischen und menschenfeindlichen Regimes  das Licht aus, als sie noch im scheinbaren Werden begriffen waren. Der Sozialismus kann ein Lied davon singen.

Weitere Dunkelstellen der progressiven Zukunft gefällig? Der Wahn der sexistischen Architektur etwa. Hochhäuser sind Phallussymbole – Herr Doktor, ich sehe überall Penisse! Offensichtlich wird hier ein tiefsitzender Wunsch artikuliert, endlich überhaupt mal einen zu sehen – oder eben die tiefsitzende Angst vor einem solchen. Ja, ich weiß, dass es tatsächlich immer wieder Bestrebungen in der Architekturgeschichte gab, Gebäude symbolhaft „männlich“  oder eben auch „weiblich“ zu bauen, und stelle somit fest, dass diese unsere Epoche zumindest diesen monumentalen Sockenschuss nicht als Alleinstellungsmerkmal gepachtet hat. Die Psychologie kann da sicherlich enorm weiterhelfen.

Herr Doktor, ich sehe überall Penisse!

Irgendwas läuft jedenfalls falsch. Grotesk falsch. Diese psychische Landkarte werden die meisten Leute nicht betreten und sich zueigen machen wollen, aus nachvollziehbaren Gründen.

Wo man auch hingeht, überall sieht man da draussen Phallussymbole. Hochhäuser sehen aus wie riesige Penisse. Strommasten sehen aus wie riesige Pimmel. Türme, das sind auch Penisse. Windräder sind ebenfalls Penissymbole. Selbst Bäume
sehen aus wie Pimmel. Der Penis ist allgegenwertig. Man wird geradezu von Penissen bedrängt. Auch im Haus. Kugelschreiber, Zahnbürsten, Pömpel, Messer und Gabeln, alles ist lang und penisförmig. Stören euch die vielen Pimmel in eurer Umgebung oder findet ihr sie ok?“ So lautete kürzlich im Netz das Angebot zu einer – wohl ernstgemeinten – Diskussion.

Man könnte ja noch Augen rollend abwinken, wenn man nur diese teilweise grotesken Dinge betrachtet, und denken: Ach, das wächst sich schon noch aus! Aber diese Satire, Groteske und Dystopie hat letztendlich staatsfinanziertes Jugendgefährdungspotenzial – nicht nur im absurden Theater Deutschland, sondern weltweit. Denn mittels bunter Rahmenlehrpläne der „Vielfalt unter dem Regenbogen“ fangen die vermeintlichen „Bildungsinstitute“ mit immer früher an, entwickeln ihren Hoheitsanspruch über Kinderbetten schon in deren zartem Alter von 2-3 Jahren und wollen selbigen vermitteln, dass man nie zu jung ist, sich „sein Geschlecht aussuchen“ zu können. So werden Kinder auf einen gefährlichen Irrweg geschickt, der für sie das Potenzial zur totalen und unwiderbringlichen Selbstzerstörung birgt.

Entartete Regenbogenvielfalt

Wozu das führt, haben Experten in Frankreich offen und mutig angeprangert: In einem offenen Brief haben sich französische Mediziner, Psychologen und prominente Akademiker verschiedener Fachrichtungen an die Öffentlichkeit gewandt: Sie kritisieren darin einen „schwerwiegenden Irrweg„, der im Namen der Emanzipation des „Transgender-Kindes“ beschritten werde. Rein auf der Grundlage von Gefühlen, die als Wahrheit dargestellt würden,  zitiert „Report 24“ die Verfasser, käme es zu lebenslangen radikalen medizinischen Eingriffen am Körper von Kindern und Jugendlichen. „Insbesondere verunsicherte Mädchen sind von diesem um sich greifenden Trend betroffen. Im Mainstream finden diese Warnungen keine Beachtung„, so das Portal.

Und diese Warnungen wiegen schwer; schließlich geht es um das Anstreben einer irreversiblen hormonellen und chirurgischen Veränderung an den Körpern unschuldiger Kinder, die durch die Vielfaltslehre schnell auf den Holzweg gelockt werden und von einer übereifrigen Lobbysekte aus LGBTQI-Szene und Europäischer Kommission vereinnahmt. Cui Bono, möchte man hier unwillkürlich fragen. Ich bin den Schreibern dieses Briefes jedenfalls unendlich dankbar und gebe hiermit eine explizite Leseempfehlung ab.

In Europa wird die Marschroute bereits vorgezeichnet. „Report 24“ hierzu:  „In der Hoffnung auf eine Antwort hat die schottische Regierung seit dem 12. August neue Richtlinien zur Eingliederung von LGBT herausgegeben, nach denen Kinder ab dem Grundschulalter ihren Namen und ihr Geschlecht in der Schule ohne die Zustimmung ihrer Eltern ändern können. Ohne deren Zustimmung und sogar ohne dass die Eltern informiert werden, wenn das Kind es wünscht.

„Transgender Kids“ als Opfer einer verbrecherischen Sekte

Immer jüngere Kinder werden so zu potenziellen Opfern dieser Lobbysekte. Im Bundestag wurde bereits versucht das Alter, für diese Entartung der Selbstbestimmung auf 14 Jahre abzusenken – was ebenfalls viel zu früh ist. Ich stehe nicht alleine mit der Überzeugung, dass derartige Zugriffe auf Kinderpsychen sträflich und traumatisierend sind und zumeist das Gegenteil dessen bewirken, was eigentlich ihr Ziel war: Vorgeblich doch die Befreiung und Stärkung des Individuums und seiner Privatautonomie. Das tatsächlich erreichte Ziel jedoch ist – schlimmstenfalls – eine hundertprozentige lebenslange Unterwerfung unter eine chemische und chirurgische Dauerbehandlung.

Selbstverständlich stehe ich hinter jeder selbstbestimmten Entscheidung eines erfahrenen Erwachsenen zur Transition. Aber nicht zuletzt angesichts der vielen erschütternden Erfahrungsberichte von Re-Transitionierten (jungen) Menschen halte ich die Tendenz zu immer früheren „Entdeckungen“ und „Behandlungen“ von „Transgender Kids“ durch sogenannte Experten für eine amoralische, antihumanistische, zutiefst menschenverachtende, ja verbrecherische Blüte jener menschenfleischvernichtenden Venusfliegenfalle mit dem englischem Namen Anything Goes.

Dieser Irrweg muss von seinem noch immer hippen, woken, glamourösen Image befreit werden. Selbstverstümmelung im Grundschul- aber auch im Jugendalter muss um jeden Preis verhindert werden! Viel zu viele Eltern wissen noch gar nicht, was an Kindergärten und Schulen unter dem Deckmäntelchen des pervertierten Regenbogens vor sich geht. Und hier ist auch die Presse herausgefordert, sich gegen die kulturelle Hegemonie dieser mächtigen Sekte zu behaupten.

 

 

Zur Person:

Nicole Höchst, Jahrgang 1970, ist AfD-Bundestagsabgeordnete aus Rheinland-Pfalz. Sie trat 2015 in die AfD ein und zog 2017 über die Landesliste Rheinland-Pfalz für den Wahlkreis 201 (Bad Kreuznach) in den 19. deutschen Bundestag ein. Dort ist sie unter anderem als Obfrau der Enquete-Kommission für Berufliche Bildung, als Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie im Unterausschuss für Bürgerliches Engagement tätig. Bis 2012 unterrichtete sie als Studienrätin am Staatlichen Speyer-Kolleg, anschließend war sie bis Oktober 2017 Referentin am Pädagogischen Landesinstitut (vormals IFB). Höchst war 2015 Mitglied der AfD-Bundesprogrammkommission und ist Schatzmeisterin des AfD-Kreisverbands Speyer. Sie ist katholisch, hat vier Kinder und lebt mit ihrer Familie in Speyer, wo sie auch Stadträtin ist.

Auf jouwatch veröffentlicht Nicole Höchst alle 14 Tage die kritische Kolumne „Höchst brisant“ zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen. Unter demselben Titel veröffentlicht sie in unregelmäßigen Abständen Videobeiträge auf ihrem YouTube-Kanal.