SPD auch nach der Wahl in Umfragen vorn, Schulz ruft Laschet zum Rücktritt auf

Das einstige Flaggschiff CDU (Foto: Von Gerrit Rautenbach/Shutterstock)

Die CDU ist Geschichte, sie weiß es nur noch nicht. Angela Merkel hat mit ihrer Strohpuppe Armin Laschet der ehemaligen Volkspartei den Todesstoß gegeben. Jetzt beginnt die Phase des Zerfleischens, der Schuldzuweisungen und des Jammerns. Es wird alles nichts helfen.

Der erste richtige Schritt wäre nun der Rücktritt von Armin Laschet aus all seinen Ämtern. Da muss man auch dem Schulz mal Recht geben:

Der frühere SPD-Kanzlerkandidat rät Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet aus eigener Erfahrung einer Wahlniederlage zum Rückzug. „Ich kann die Verbissenheit von Armin Laschet nicht nachvollziehen. Wer ein Minus von 9 Prozent bei einer Bundestagswahl einfährt, kann nicht reklamieren, das Land zu führen“, sagte er der „Bild am Sonntag“.

Laschet müsse seinen eigenen Weg finden, mit der Niederlage fertigzuwerden. „Politisch gesehen sollten seine Berater ihm klarmachen, dass sein Anspruch ein konstruierter ist und er sich und seine Partei beschädigt.“ Schulz wirft Laschet vor, mit seinem Verhalten nach der Wahl nur für die eigene Karriere zu kämpfen: „Laschet klammert sich an die Jamaika-Perspektive, weil er glaubt, das sei seine Lebensversicherung.“

Das führe zu einer Hängepartie in der Union. „Wenn es die theoretische Möglichkeit von Jamaika nicht gäbe, wäre Laschet schon von den eigenen Leuten zum Rücktritt gezwungen worden. Noch kommt keiner von seinen Feinden so richtig aus der Deckung, weil keiner der böse Bube sein will.“

Oh doch, innerhalb der CDU wird schon mächtig am morschen Stuhl des ehemaligen Kanzlerkandidaten gesägt.

Und es wird allerhöchste Zeit, dass die CDU mal zum Hausputz schreitet:

Denn eine Woche nach der Bundestagswahl hat die SPD in der Wählergunst ihren Vorsprung vor der Union sogar noch ausbauen können. Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut INSA wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erhebt, kommen die Sozialdemokraten in dieser Woche auf 28 Prozent, das sind zwei Prozentpunkte mehr als bei der Bundestagswahl. Die Union verliert drei Prozentpunkte und kommt auf 21 Prozent.

Leicht hinzugewonnen haben die Grünen (16 Prozent, +1) und die FDP (12 Prozent, +0,5). Die AfD liegt unverändert bei zehn Prozent, die Linke bei fünf Prozent. Die Sonstigen Parteien würden acht Prozent wählen (-1).

Für die Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut INSA insgesamt 1.254 Menschen im Zeitraum vom 27. September bis zum 1. Oktober. Frage: „Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, wie würden Sie wählen?“

Da ist sogar noch Luft nach oben. Und ob sich die CDU überhaupt noch mal berappeln wird, ist fraglich. (Mit Material von dts)