PEI rückt von „Covid-19-Impfschutz“ weit ab: Die „totale Bankrotterklärung“

Dritte Impfung in Israel: Dort geht der Spuk weiter (Foto:Imago/Xinhua)

„COVID-19-Impfstoffe schützen vor Infektionen mit dem SARS-CoV-2 Virus.“ Von dieser ersten Aussage nimmt das Paul-Ehrlich-Institut immer größeren Abstand. Still und fast unbemerkt ändert es laufend seine Einschätzung zur Wirkung der Impfung. Für den Wirtschaftswissenschaftler Stefan Homburg, dem Nähe zu „Verschwörungstheoretikern“ und „Querdenkern“ vorgeworfen wird, ist das die „totale Bankrotterklärung“.

„Ursprünglich versprach das PEI Schutz vor „Infektion“. Hierauf beruhte das G2-System. Später versprachen sie nur noch Schutz vor „schwerem Verlauf“. Inzwischen versprechen sie gar nichts mehr. Eine totale Bankrotterklärung“, so der Hinweis von Homburg auf Twitter.

Demnach versprach das PEI am 21.März auf seiner noch: „COVID-19-Impfstoffe schützen vor Infektionen mit dem SARS-CoV-2 Virus.“ Am 7. September wollte es davon schon nichts mehr wissen: „COVID-19-Impfstoffe schützen vor einem schweren Verlauf einer Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus“, hieß es nun. Aktuell sind COVID-19-Impfstoffe laut dem Bundesgesundheitsministerium unterstehende Instituts PEI nur noch „indiziert zur aktiven Immunisierung zur Vorbeugung der durch das SARS-CoV-2-Virus verursachten COVID-19-Erkrankung.“ Besonders interessant in diesem Zusammenhang: Das Wort „indiziert“, das laut Duden nichts anderes bedeutet als „auf etwas hinweisen, etwas erkennen lassen“.

„Inzwischen versprechen sie gar nichts mehr. Eine totale Bankrotterklärung“, konstatiert der 60-jährige deutsche Finanzwissenschaftler. Mit dem Versprechen, daß die injizierten Stoffe vor einer Infektion schützen, sei das 2G-System begründet worden, stellt Professor Homurg weiter fest, der für den Tagesspiegel besonders „gefährlich“ ist, weil er „solide Zahlen“ nennt und „Schlüsse zieht, die nur schwer zu widerlegen sind“.

Im Gegensatz zum PEI lehnt sich die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (Stand 28.9.) auf ihrer Seite Infektionsschutz.de beim Thema „Impfstoff“-Wirksamkeit weiterhin weit aus dem Fenster und verspricht nach der zweifach-Impfung eine „hohe Wirksamkeit von bis zu 95 Prozent“. Das bedeute, „dass die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken, bei den vollständig gegen COVID-19 geimpften Personen um etwa 95 Prozent geringer ist als bei den nicht geimpften Personen. Die Wirksamkeit der mRNA-Impfstoffe in Bezug auf die Verhinderung einer schweren COVID-19-Erkrankung (zum Beispiel einer Behandlung im Krankenhaus) lag bei 85 Prozent“, so die BZgA.

Immerhin gibt man zu, daß man nicht wisse, wie lange der Impfschutz anhält. Auch bei der Übertragbarkeit stochert man im dichten Nebel: „In welchem Maß die Impfung die Übertragung des Virus reduziert, kann derzeit nicht genau quantifiziert werden“, gibt das Robert-Koch-Institut (ebenfalls Stand 28.9.) an.

Wirklich Genaues scheinen die deutschen Behörden, die sich zu Beginn ihrer Impfkampagne in Allem so sicher waren, mittlerweile nicht mehr zu wissen. Immerhin gibt es gibt inzwischen Angaben vom PEI über gemeldete Nebenwirkungen. In seinem jüngsten „Sicherheitsbericht“ registrierte es 101.877.124 Impfungen „über 156.360 aus Deutschland gemeldete Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung mit den mRNA-Impfstoffen Comirnaty (BioNTech Manufacturing GmbH), Spikevax (MODERNA BIOTECH SPAIN, S.L.) sowie den Vektorimpfstoffen Vaxzevria (AstraZeneca AB) und COVID-19 Vaccine Janssen zum Schutz vor COVID-19“ seit Beginn der Impfkampagne. Dazu gehören laut PEI auch 15.122 Verdachtsfällen mit „schwerwiegenden unerwünschten Reaktionen“ und 1.450 Verdachtsfallmeldungen mit einem „tödlichen Ausgang in unterschiedlichem zeitlichem Abstand zur Impfung“. (MS)