Slowenien stoppt Impfungen mit Johnson & Johnson-Vakzin

Johnson & Johnson-Vakzin (Bild: shutterstock.com)
Johnson & Johnson-Vakzin (Bild: shutterstock.com)

Nach dem eine 20-jährige nach der Impfung mit dem Corona-Vakzin von Johnson & Johnson verstarb, hat Slowenien die Verabreichung des Präparats ausgesetzt.

Die rechtskonservative, slowenische Regierung zeigt gegenüber den Bürgern des Landes ein weitaus höheres Maß an Verantwortung, als es unter dem Merkel-Regime auch nur ansatzweise zu spüren gewesen wäre: Nachdem eine 20-jährige Frau nur wenige Tage nach ihrer Impfung an einer Hirnblutung und einer Thrombose verstorben sei, teilte das Gesundheitsministerium in Ljubljana am Mittwoch mit, die Impfung mit dem Vakzin Johnson & Johnson auszusetzen. Die Impfungen mit dem Mittel würden solange ausgesetzt bleiben, „bis alle Details zu diesem Fall aufgeklärt sind“, erklärte Gesundheitsminister Janez Poklukar.

Die Empfehlung hierzu kam von einem Expertengremium, das anmerkte, es könne „eine unerwünschte Verbindung zwischen dem Tod und der Impfung“ geben.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA und die Seuchenschutzbehörde CDC hatten im April einen Stopp für den Vektor-Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson empfohlen. Hintergrund war auch hier das Auftreten von seltenen, gefährlichen Thrombose-Fällen.

Slowenien – aktuell hat das Land die WU-Ratspräsidentschaft inne – hat eine der niedrigsten Impfquoten in der Europäischen Union. Bislang wurden dort erst rund 47 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft. Die slowenische Regierung hatte Mitte September für die rund 31.000 Beamten, Polizisten und Soldaten des Landes eine Impfpflicht vorgesehen und geplant, dass Angestellte des öffentlichen Dienstes ihren Job verlieren, sollten sie eine Impfung ablehnen oder nicht im Homeoffice arbeiten wollen, berichtete hierzu der ORF.

Sloweniens Verfassungsgericht hatte jedoch eine Corona-Impfpflicht für Angestellte des öffentlichen Dienstes kurz vor ihrem Inkrafttreten gestoppt. Die slowenische Polizeigewerkschaft hatte die umstrittene Verordnung angefochten. Sie bleibt nun bis zur einer endgültigen Entscheidung des Verfassungsgerichts ausgesetzt.