Selten so gelacht: Landkreise fordern Vereinbarung zum Ausstieg aus Corona-Maßnahmen

Foto: Hinweis auf Maskenpflicht (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Sondierungsgespräche, Koalitionsverhandlungen – bis die neue Regierung ihre Arbeit aufnehmen wird, Entscheidungen fällen kann, fallen Weihnachten und Ostern zusammen. Und mindestens genauso lang wird die Pandemie auch noch andauern, egal, ob der Inzidenzwert inzwischen auf – 1 sinkt. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt:

Die deutschen Landkreise dringen auf eine neue Corona-Runde der Regierungschefs, um ein Ende der Schutzmaßnahmen zu vereinbaren. „Bund und Länder sollten einen Ausstiegspfad verabreden, der uns aus den pandemiebedingten Einschränkungen herausführt“, sagte Landkreistagspräsident Reinhard Sager den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). Die letzte Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) fand am 10. August statt.

Sager forderte auch, den Umfang der Kontaktnachverfolgung zu verringern und auf größere Ausbruchsgeschehen in Pflegeheimen oder Unternehmen zu beschränken. „Die Gesundheitsämter sollten nicht jeder Neuinfektion hinterherlaufen müssen“, sagte der Landrat des Landkreises Ostholstein. Zugleich rief Sager dazu auf, die Impfquote weiter zu steigern.

„Sollte es große Impflücken bei bestimmten Berufsgruppen wie Erziehern, Lehrerinnen und Pflegekräften geben, muss über eine Impfpflicht für diese Tätigkeiten nachgedacht werden“, verlangte er.

Das ist wohl das Wichtigste. Dass erstmal die Impfpflicht durchgesetzt wird, alles andere sehen wir dann später. Und weil zwei Impfungen nicht ausreichen, wird es eine dritte geben. Und eine vierte. Und eine fünfte.

Und irgendwann ist wieder Wahlkampf. (Mit Material von dts)