Lauterbach lässt nicht locker: Wir müssen die Coronaregeln verschärfen!

Die Qual der Wahl (Foto: Imago)

Berlin – Der nichtssagende Inzidenzwert eiert bei 60 herum, die Pandemie ist vorbei, keiner hält sich mehr an die sowieso schwachsinnigen, völlig willkürlichen Regelungen.  Doch einer gibt nicht auf, hängt doch seine berufliche Existenz an diesem Virus:

Der SPD-„Gesundheitsexperte“ Karl Lauterbach dringt auf eine neue Bund-Länder-Runde, um die Corona-Regeln teilweise zu verschärfen. „Es wäre sinnvoll, dass sich die Ministerpräsidenten zeitnah mit der Kanzlerin noch einmal treffen“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). „In der Pandemie stehen sehr viele Entscheidungen an – von den Corona-Regeln bis zu den Booster-Impfungen.“

Man dürfe in der Zeit, in der Koalitionsverhandlungen laufen, nicht den Überblick verlieren. Zwar werde die Pandemie – falls keine gefährlichere Virusvariante auftrete – „im späten Frühjahr 2022 vorbei sein“, prognostizierte Lauterbach. „Wir werden aber einen schweren Winter haben, wenn wir nicht die nötige Impfquote erreichen.“

Daher könnten die Schutzmaßnahmen „nicht maßgeblich beendet werden“. Aus seiner Sicht gehe es „zum Teil sogar um Verschärfungen“, sagte der Epidemiologe. „Wir sollten die 2G-Regel intensiver nutzen, also nur Geimpften und Genesenen den Zugang zu Restaurants, Kinos oder Veranstaltungen ermöglichen.“

So schaffe man einen Anreiz, sich doch noch impfen zu lassen. Zurückhaltend äußerte sich Lauterbach zu den Booster-Impfungen. „Medizinisch ideal ist die dritte Impfung für Ältere sechs bis acht Monate nach der zweiten“, sagte er.

„Die ethische Dimension ist aber eine andere. Der Impfstoff, den wir für Booster-Impfungen einsetzen, fehlt in den Entwicklungsländern.“

So denkt er nun mal: Erst Deutschland und dann der Rest der Welt. Etwas größenwahnsinnig klingt das schon. Aber eben typisch Lauterbach. (Mit Material von dts)