Proteste gegen Merkel: „Diese deutsche Regierung ist kein Freund Israels“

Foto: Im Tirtzu

Patriotische Israelische NGOs demonstrieren aktuell vor dem King David Hotel in Jerusalem, wo Angela Merker wohnt, gegen die deutsche Finanzierung von Terroristen und Boykott.

„Deutschland ist kein Freund Israels, wenn es weiter Gruppen wie ACRI und HaMoked finanziert, die Terroristen vor Gericht verteidigen“, so Eytan Meir, Sprecher von Im Tirtzu, vor dem King David Hotel. „Was würden diese Länder sagen, wenn Israel Terroristen vor deutschen Gerichten verteidigen würde?“

„Diese Gruppen haben keine Unterstützung in Israel, sie werden alle nur aus dem Ausland finanziert, von der EU und Ländern wie Dänemark und Schweden.. Leider übernimmt Deutschland dabei die Vorreiterrollen.“

In einem offenen Brief an Angela Merkel schrieb Im Titrzu:

„Wie Sie wissen, überweist die deutsche Regierung direkt (über das Auswärtige Amt) und indirekt (über staatliche Mittel) Hunderttausende und manchmal Millionen Euro pro Jahr an israelische politische Organisationen, die der extremen Linken nahe stehen.

Diese deutschen Regierungsgelder werden in israelische Organisationen investiert, die einen Boykott (BDS) Israels unterstützen, Organisationen, die daran arbeiten, seine Einwanderungspolitik zu ändern, internationalen Druck darauf zu fördern und sogar Organisationen, die sich dafür einsetzen, Israels Politik gegen den Terrorismus zu ändern, durch Gerichtsverfahren und internationaler Druck.

 Allein Deutschland hat in den letzten Jahren 34 bedeutende politische Organisationen in Israel finanziert, die alle mit der extremen Linken identifiziert werden. Zwischen den Jahren 2012-2021 beträgt der Betrag 84.204.316 NIS, ein riesiger Betrag in israelischer Hinsicht.

Es besteht kein Zweifel, dass es einen (manchmal gewalttätigen) Konflikt zwischen dem Staat Israel und den arabischen Staaten gibt, obwohl im Laufe der Jahre viele Friedensallianzen geschlossen wurden, und dass es einen noch komplexeren Konflikt zwischen dem Staat Israel und den Araber, die in der Palästinensischen Autonomiebehörde leben, und diejenigen, die sich innerhalb Israels identifizieren.

Fest steht jedoch, dass der Zufluss deutscher Steuergelder an pro-palästinensische und anti-israelische Organisationen nicht zur Konfliktlösung beiträgt, keinen „Frieden“ bringt und nur zum Blutvergießen anregt.“

Als Heiko Maas am 10.6.2020  Israel besuchte, demonstrierten etwa 120 Angehörige von Terroropfern vor dem Auswärtigen Amt in Jerusalem und riefen auf Deutsch „Heiko Maas, schämen Sie sich!“ und „Verpiss dich aus Israel“. Angehörige des Überlebenden-Verbandes Choosing Life der NGO Im Tirtzu warfen Maas ebenfalls vor, israelfeindliche NGOs zu unterstützen.

Herzl Hajaj, Vater der Soldatin Shir Hajaj, die am 8. 1. 2017 in Jerusalem mit drei weiteren Soldaten von einem Terroristen mit einem LKW überrollt wurde, beschuldigte Maas, die NGO HaMoked finanziert zu haben, die die Mörder seiner Tochter vor Gericht verteidigt hat.

Die Opferfamilien warfen Maas in einem offenen Brief vor, mit deutschen Steuergeldern „soziale Unruhen“ in Israel zu stiften: „Mehr als 17% der deutschen Gelder ging an Organisationen, die Terroristen vor Gericht in Israel verteidigen, Terroristen, die unsere Liebsten ermordet haben!“ HaMoked habe in den vergangenen Jahren 73 Terroristen verteidigt, die für die Ermordung von 71 Israelis verantwortlich seien.

HaMoked verteidigt laut eigener Auskunft „Palästinenser aus den Besetzten Gebieten, gegen deren Rechte durch die israelische Politik verstoßen wird” – also in der Regel Terroristen. HaMoked wird laut NGO Monitor u.a. von der EU finanziert (2018: 667.049 Euro; 2017: 605.615 Euro) und von Miseror aus Deutschland (2018: 884.164 Euro).

Die Opferfamilien schrieben: „Außenminister Maas, wenn Sie nach Israel kommen, um mit Ihren israelischen Kollegen zu sprechen (…), dann ist das völlig legitim. Sollten Sie jedoch versuchen, über von Ihnen finanzierte politische Organisationen soziale Unruhen zu verursachen, die Ihren Interessen dienen, dann ist das Subversion und in höchstem Grad anmaßend, und ist hier nicht willkommen.“

Die deutsche Bundesregierung solle vielmehr ihr Geld für die Bürger in Deutschland verwenden, so die Opferfamilien. „Wir fordern ihre Regierung auf, die Finanzierung radikaler politischer Gruppierungen in Israel sofort einzustellen. Sie verhöhnen damit alle Bemühungen um eine friedliche Lösung des Konfliktes zwischen Israel und Palästina.“

 

Zuerst veröffentlicht auf Freie Welt.