Corona-Impfstoff aus abgetriebenen Babys: Katholische und jüdische US-Studenten klagen gegen Impfpflicht an Universität

Stammzellen (Bild shutterstock.com/Die Schüler fordern Schadensersatz in Höhe von 2,75 Millionen US-Dollar, vorbehaltlich einer Änderung der Position der Schule, so ihre Klage beim Obersten Gerichtshof des Bundesstaates Suffolk County auf Long Island.)
Stammzellen (Bild shutterstock.com/Die Schüler fordern Schadensersatz in Höhe von 2,75 Millionen US-Dollar, vorbehaltlich einer Änderung der Position der Schule, so ihre Klage beim Obersten Gerichtshof des Bundesstaates Suffolk County auf Long Island.)

Katholische und jüdische US-Studenten klagen gegen die Corona-Impfpflicht an Universität. Sie lehnen die Verwendung von Corona-Impfstoffen ab, die mit Hilfe von Zelllinien aus abgetriebenen Babys entwickelt oder geprüft worden sind. 

Studenten der katholischen St. John’s University in New York City haben gegen ihre Hochschule geklagt. Die 17 Kläger sind der Ansicht, dass die von der Universitätsleitung verhängte Impfpflicht gegen ihr Recht auf Religionsfreiheit verstoße, berichtet hierzu die NewYorkPost.

Die katholischen und jüdischen Studenten lehnen die Verwendung von Impfstoffen ab, die mit Hilfe von Zelllinien aus abgetriebenen Babys entwickelt oder geprüft worden sind. Sie vertreten die Auffassung, dass die Pflicht zur Verwendung dieser Mittel gegen ihre religiösen Überzeugungen. Wie viele Universitäten in den USA verlangt auch die St. John’s University den Nachweis eine Impfung gegen Covid-19 von allen Studenten, die persönlich an den Lehrveranstaltungen teilnehmen wollen.

Die Studenten fordern nun Schadensersatz in Höhe von 2,75 Millionen US-Dollar, vorbehaltlich einer Änderung der Position der Schule, so ihre Klage beim Obersten Gerichtshof des Bundesstaates Suffolk County auf Long Island.

Die Universitätsleitung gab in einer Stellungnahme bekannt, dass religiöse Ausnahmen möglich und auch genehmigt worden seien. Jedoch wurden Anträge abgelehnt, wenn die Echtheit der angegebenen religiösen Überzeugungen bezweifelt wurde und die Vermutung nahe stand, dass dadurch „nur“ die Impfpflicht umgangen werden sollte. Die Universität gehe davon aus, dass die verordnete Impfpflicht der rechtlichen Anfechtung standhalten werde.

In einem Anfang dieses Jahres veröffentlichten Leitlinienpapier kam die US-amerikanische Bischofskonferenz zu dem Schluss, dass „weder Pfizer noch Moderna bei der Entwicklung oder Herstellung des Impfstoffs eine aus Abtreibung gewonnene Zelllinie verwendet haben. „Allerdings wurde eine solche Zelllinie verwendet, um die Wirksamkeit beider Impfstoffe zu testen“, räumte die Gruppe der Bischöfe ein.

Es sei „falsch, aus Abtreibungen abgeleitete Zelllinien zu entwickeln und von Pharmaunternehmen zu verwenden“, und „die Verwendung von Impfstoffen, die mit solchen Zelllinien hergestellt wurden, sollte vermieden werden, wenn vergleichbare Alternativen ohne Bezug zur Abtreibung verfügbar sind“, schrieben die Bischöfe. Ähnliche Positionen vertrat der Vorsitzende des Vereins „Ärzte für das Leben“, Professor Paul Cullen, im vergangenen Jahr in Bezug auf den Covid-Impstoff Moderna. Die katholische Tagespost schreibt hierzu: „Im Gegensatz zu anderen bald verfügbaren Corona-Impfstoffe kam bei der Entwicklung des Moderna-Impfstoffs und der ihm zugrundeliegenden mRNA-Technologie eine Zelllinie zum Einsatz, die aus der Niere eines wahrscheinlich 1972 in der 20. Schwangerschaftswoche abgetriebenen Kindes gewonnen wurde“, begründet Cullen die Kritik. Die Zelllinie trägt die Bezeichnung HEK-293 (HEK = Human embryonic kidney). Nach Recherchen der „Tagespost“ trifft dies zu.

Die Studenten der St. John’s University sind nicht die ersten und auch nicht die einzigen, die aus Gründen des Lebensschutzes und der Religionsfreiheit gegen eine Covid-Impfpflicht klagen. Studenten der Creighton University in Nebraska und der Western Michigan University bekämpfen die Impfpflicht ebenfalls auf juristischen Wegen. (SB)