Hausärzte fordern veränderten Fokus in Pandemie-Bekämpfung – sie macht nur krank

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Berlin – Kommt doch noch so langsam Bewegung in die festgefahrende Pandemie? Zumindest der Deutsche Hausärzteverband hat die Gesundheitsminister aufgefordert, wegen gesundheitlicher Folgeschäden den Fokus in der Pandemie-Bekämpfung zu verändern.

„Die Gesundheitsminister sollten sich vom starren Fokus auf Zahlen abwenden, die entweder nur bedingt Schlüsse zulassen – wie Inzidenzwert – oder ungenau sind wie die Impfquote“, sagte Bundesvorsitzender Ulrich Weigeldt dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagsausgaben). Die Politik solle den „Tunnelblick“ verlassen und die aktuelle Lage in Gänze betrachten.

Das umfasse nicht nur Covid-19-Infektionen, die Pandemie-Maßnahmen hätten auch andere gesundheitliche Folgen mit sich gebracht, sagte Weigeldt. „Ein Anstieg an Depressionen, an Übergewicht, die aktuelle Häufung von schweren RS-Virus-Infektionen bei Kindern. Es ist dringend Zeit, auch diese Folgen mitzudenken und Schlüsse daraus zu ziehen“, sagte er.

Die Politik sei es gerade den Kindern und Jugendlichen schuldig, schnell Konzepte zu erarbeiten und umzusetzen. Weigeldt sagte: „Unsere Gesundheit ist eben nicht nur von einem Virus abhängig“

Diese Forderung kommt ungefähr ein Jahr zu spät und wird auch nicht durchgesetzt werden, dazu ist noch zu viel Geld im Spiel, wie auch folgende Meldung beweist:

Der Apothekerverband Nordrhein hat jetzt nämlich gefordert, dass Corona-Impfungen künftig auch in Apotheken durchgeführt werden können. „Hier an Rhein und Ruhr sind wir dafür gut vorbereitet“, sagte der Vorsitzende des Apothekerverbandes, Thomas Preis, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagsausgabe). Mit etwa 1.000 für das Impfen ausgebildeten Apothekern könnten Corona-Impfungen „unverzüglich“ in 500 Apotheken im Rheinland angeboten werden.

Das sei immerhin jede vierte Apotheke, sagte Preis. Zuvor hatte auch SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach erklärt, die Apotheken könnten Corona-Impfungen problemlos übernehmen, da es bei diesen „so gut wie nie“ Komplikationen gebe. „Den Vorschlag begrüßen wir“, sagte Preis. Aber natürlich, Herr Preis – schließlich muss der Rubel weiter rollen.

Bereits jetzt steht aber schon mal fest, dass der Steuerzahler mehr als 5 Milliarden Euro für die so genannten Gratistest berappelt hat. Das berichtet die „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf das Bundesgesundheitsministerium. Bis Mitte September 2021 wurden bereits 5,2 Milliarden Euro über den Gesundheitsfonds abgerechnet.

Demnach zahlte der Steuerzahler bis zum 15. September allein für Leistungen der Labordiagnostik 1,124 Milliarden Euro, die Sachkosten für die Antigen-Schnelltests (PoC-Verfahren) beliefen sich auf 1,4 Milliarden Euro, weitere Leistungen wie die Abstrichnahmen kosteten 2,4 Milliarden Euro. Zusätzlich zahlte der Steuerzahler bis Mitte September rund 92 Millionen Euro für Tests in Einrichtungen der Eingliederungshilfe und in Obdachlosenunterkünften.

Und das ist nur ein winzig kleiner Teil der Gesamtkosten dieser künstlich gezüchteten Pandemie. Ob aber zum Schluss wirklich abgerechnet wird, ist fraglich, denn das würde so Manchen vor den Kadi bringen. (Mit Material von dts)