Gasprobleme: Wird Deutschland in diesem Winter zur Gefriertruhe?

Schlafen bei Kälte; Foto: Unsplash
Schlafen bei Kälte; Foto: Unsplash

Berlin – Das kommt davon, wenn man die heimische Energiewirtschaft aus ideologischen Gründen zerstört (AKWs, Kohlekraftwerke) und sich dann von anderen Ländern abhängig macht – weil die ja keine Umweltprobleme haben und deren Klima angeblich keine Rolle spielt:

Der niedrige Füllstand der Erdgasspeicher macht der Politik Sorge. „Gazprom besitzt in Deutschland 25 Prozent der Speicherkapazitäten, und diese Speicher sind ziemlich leer und können auch nur noch teilweise bis zum Winter aufgefüllt werden“, sagte Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). „Bei einem milden Winter ist das nicht unbedingt ein Problem, wenn es aber im Februar noch einmal länger kalt wird, dann könnte es regional kalte Wohnungen geben und auch nicht für alle Gaskraftwerke dürfte genug Gas da sein.“

Krischer vermutet, dass Russland Druck aufbauen will, um die Inbetriebnahme von Nordstream 2 herbeizuführen. „Es sieht so aus, dass Wladimir Putin Deutschland gerade vor eine Entscheidung stellt: Sofortige Inbetriebnahme der Erdgaspipeline Nord Stream 2, oder hohe Energiepreise kombiniert mit möglichen Versorgungsproblemen im Winter.“ Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft bestätigte den niedrigen Füllstand: „Aktuell sind die Speicher in Deutschland zu über 70 Prozent gefüllt. Auch in diesem Winter gilt: Wer mit Erdgas heizt, hat eine warme Wohnung.“

Es sei denn, es wird richtig kalt und das auch noch im März, wie ja schon mehrmals passiert. Dann können die Intensivstationen wieder volllaufen – mit Patienten, die Frostschäden haben oder Schlimmeres. (Mit Material von dts)