Jetzt hat es sie doch noch eingeholt: Petry wegen Subventionsbetrugs verurteilt

Frauke Petry (Bild: shutterstock.com/Von NordStock)
Frauke Petry (Bild: shutterstock.com/Von NordStock)

Nachdem die Staatsanwaltschaft erfolgreich in Revision gegangen ist, muss die ehemalige AfD-Chefin Frauke Petry mehr als 11.000 Euro wegen der privaten Zweckentfremdung von Fördergeldern berappen.

Im Berufungsprozess gegen die ehemalige AfD-Chefin Frauke Petry wegen Betrugsvorwürfen ist die Ex-Politikerin zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Leipzig sprach Petry des Subventionsbetrugs, der Untreue und Steuerhinterziehung schuldig und verurteilte sie zu 150 Tagessätzen von jeweils 75 Euro schuldig. Damit beläuft sich die Geldstrafe auf insgesamt 11.250 Euro. 30 Tagessätze davon gelten bereits als abgegolten. Das Amtsgericht Leipzig hatte die ehemalige Landtags- und Bundestagsabgeordnete 2020 in erster Instanz freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte jedoch dagegen Berufung eingelegt und diesmal eine Geldstrafe von 12.000 Euro gefordert.

Im Verfahren gegen die 46-Jährige promovierte Chemikerin ging es um eine Förderung, die Petry 2014 für eine Beratung ihrer damaligen Firma beantragt hatte. In Wirklichkeit soll sie das Geld jedoch verwendet haben, um Rechnungen zu begleichen, die bei der Abwicklung ihrer Privatinsolvenz aufgelaufen waren.

Petry war damals Geschäftsführerin eines Unternehmens, das eine Mixtur zur Schutz vor platten Reifen vertrieben hatte. Das Produkt hatte Petry zusammen mit ihrer Mutter, die ebenfalls Chemikerin ist, entwickelt. Jedoch geriet Petrys Firma ins Schleudern und musste Insolvenz anmelden, um dann mit einem neuen Gesellschafter erneut zu starten. Petry selbst musste Privatinsolvenz anmelden. Ihr damaliger Berater brachte das Verfahren mit einer Anzeige ins Rollen.

Petry reagierte laut Medienberichten empört auf das Urteil des Landgerichts. Ihr Ehemann Marcus Pretzell, der sie als Verteidiger vertreten hatte, sagte am Dienstag laut der Freien Presse auf die Frage, ob sie Revision einlegen werde: „Davon können Sie ausgehen!“