Er ist zurück: Trump wieder auf dem Weg zum Präsidenten

Foto:Von Evan El-Amin/shutterstock

Er sammelt nach Angaben seines ehemaligen Wahlkampfchefs unglaubliche Mengen Geld, seine Umfragewerte gehen hoch und selbst innerhalb des republikanischen Parteiapparates liege die Zustimmung für ihn bei 75 Prozent. Donald Trump ist erneut dabei, ins Weiße Haus einzuziehen und seine Chancen für 2024 stehen besser als jemals zuvor, glaubt Sam Nunberg. „Trump wäre dämlich, wenn er nicht noch einmal antreten würde“, so sein Ex-Wahlkampfchef.

Joe Bidens Präsidentschaft entwickle sich „zum völligen Desaster“, erzählt der 40-jährige Nunberg in einem Telefoninterview mit der Welt. „Die Amerikaner sehen immer mehr, wer Joe Biden wirklich ist. Er war nie ein beliebter Politiker, er war nicht mal unter Barack Obama als Vize beliebt. Leute, die ihn wirklich lange kennen, sagen, dass er ein Großmaul ist und ich gehe davon aus, das seine geistigen Fähigkeiten weiter nachlassen werden“, vermutet der politischer Berater, der die Trump-Präsidentschaftskampagne 2016 begleitete.

Darüber hinaus sei Trump nicht der Typ, der sich nun zur Ruhe setze, er sei ein Kämpfer, den es unglaublich ärgert, dass er „gegen diesen Idioten“ verloren hat. Trump besitze immer noch Macht und politischen Einfluß und für ihn sei es eine echte Herausforderung, als erster abgewählter Präsident der 120-jährigen Geschichte wieder ins Weiße Haus zurückzukehren, meint Nunberg weiter: „So tickt er, er wird es tun.“

Und die Chancen stehen laut Numberg gut: Wenn er den Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, als seinen Vizepräsidenten nominiert, dann habe er diesen Bundesstaat in der Tasche, Ohio hätte er auch sicher, dann müsse er sich nur noch um fünf Bundesstaaten kümmern, um die Wahl zu gewinnen.

Auch der australische Journalist Greg Sheridan glaubt fest an eine zweite Amtszeit des geschmähten Trump. „Der nächste Präsident der Vereinigten Staaten, der im November 2024 gewählt wird, wird höchstwahrscheinlich … Donald J. Trump!“, schreibt er in seinem Artikel im The Australian. Alle Trends deuteten darauf hin, dass republikanische Gewinne bei den Zwischenwahlen im Kongress 2022 wahrscheinlich sind und ein zweiter Trump-Sieg im Jahr 2024 – auch wenn es bizarr erscheine – wahrscheinlicher ist als jedes andere Ergebnis, so der Spezialist für Außenpolitik.

Auch er sieht den Grund dafür in der Schwäche des amtierenden Präsidenten Joe Biden. Nach einer neuen Umfrage der Quinnipiac University liegt die Zustimmung von Biden bei nur noch 38 Prozent. Noch schlimmer sei, dass 61 Prozent der Amerikaner ihr Land auf dem falschen Weg sehen, nur 32 Prozent glauben daran, daß es den richtigen beschreite. Ursachen dafür sind laut Sheridan der militärische Rückzug aus Afghanistan, der eine Katastrophe gewesen sei, das Versäumnis, die Südgrenze zu kontrollieren und die daraus resultierende Flut illegaler Einwanderer, der anhaltende Anstieg von Covid-Infektionen – dies schade der Moral und untergrabe das Vertrauen der Unternehmen. Darüber hinaus seien Waffengewalt und Mordraten nach der polizeifeindlichen, liberalen Stadtpolitik in die Höhe geschnellt.

Die meisten US-Medien sind immer noch völlig besessen von Donald Trump – ein gutes Zeichen für den Ex-Präsidenten und seine Kandidatur. In der vergangenen Woche gab es auf CNN ständige und unerbittliche Angriffe gegen Trump, als wäre er immer noch im Amt. Er erhielt mehr Sendezeit auf CNN als Joe Biden. Dies ist das sicherste Zeichen dafür, dass CNN einen Sieg von Trump im Jahr 2024 fürchtet, deutet Sheridan.

So fallen auch die Biden´s verwirrte Auftritte mehr oder weniger beabsichtigt unter den Tisch, obwohl der kognitive Verfall des 78-Jährigen immer offensichtlicher wird. Unzählige Aufnahmen zeigen, dass Biden vollkommen sprachlos ist und keinen klaren Gedanken mehr fassen kann, muss auch der australische Journalist zugeben. Allein wegen seines hohen Alters sei es unwahrscheinlich, dass Biden für eine zweite Amtszeit kandidiert, glaubt Sheridan im Gegensatz zu Trump ehemaligem Wahlkampfchef Nunberg. Der ist davon überzeugt – wenn Trump seine Kandidatur bekannt gibt, wird Biden nachziehen. Allein schon deshalb, weil er davon überzeugt ist, ihn haushoch schlagen zu können.

Selbst die Behauptung von der gestohlenen Wahl wird Trump am Ende nicht schaden können, ist Greg Sheridan überzeugt, denn seine Feinde hätten von Anfang an soviel Unwahrheiten über Trump verbreitet, daß sie ihm damit eine Art persönlicher Immunität verschafft haben.

Es sei unmöglich zu wissen, ob eine zweite Amtszeit Donald Trumps alles zum Besten wende oder schrecklich ende. „Allein die Tatsache, dass wir über eine solche Frage überhaupt nachdenken müssen, zeigt die fabelhafte Verrücktheit diese Zeit“, findet der australische Autor. (MS)

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bruti
Bruti
15. Oktober 2021 10:39

Dann schafft am besten die Briefwahl ab …