Geld oder Leben: Die versteckte 150-Billionen Agenda hinter dem Kreuzzug gegen den Klimawandel

Geldmengenausweitung ist geil - Foto: (Symbolfoto: Durch pathdoc/Shutterstock)

Der „kleine Mann“ liest die Schlagzeile, staunt ungläubig und schüttelt den Kopf. Er glaubt nicht, daß sich eine 150-Billionen Agenda verstecken läßt. Überhaupt muß er erst einmal nachsehen, wieviel Geld 150 Billionen eigentlich sind und wo es sich aufhalten könnte. 150 Billionen klingt nach mehr, als er sich vorstellen kann. Eine Billion sind 1000 Milliarden. Wow! 150 Billionen wären dann 150.000 Milliarden, in Worten: einhundertfünzigtausend Milliarden. Und eine einzige Milliarde sind ja schon 1.000 Millionen. Der „kleine Mann“ sagt sich: Wenn man die jährlichen Gesamtsteuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen anschaut, die in Deutschland, dem Land mit einer der höchsten Steuerquoten der Welt, ungefähr bei 750 Milliarden liegen – und wenn man diese 750 Milliarden von 150.000 Milliarden (150 Billionen) abzieht, dann wären ja immer noch 149.250 Milliarden übrig. Der „kleine Mann“ kommt zu dem Ergebnis, daß es 150 Billionen auf der ganzen Welt nicht gibt, und daß sich nicht verstecken läßt, was gar nicht existiert. Und daß dann, wenn es so viel Geld tatsächlich gäbe, es auch schon egal wäre, ob es sich um Euro oder um Dollar handelt. Wahrscheinlich habe einer dieser Medien-Idioten wieder einmal eine lächerlich dämliche Schlagzeile erfunden.

Gemach, gemach

Der „große Mann“ wendet ein, daß man auf das, was sich der „kleine Mann“ in Bezug auf Größenverhältnisse vorstellen kann oder nicht, kaum etwas zu geben braucht, da bereits bewiesen sei, daß der „kleine Mann“ seinen Bauchnabel für das Zentrum der Welt hält und noch nicht einmal eine Vorstellung davon hat, wie kurz ein durchschnittliches Menschenleben ist. Wenn man für die Dauer eines durchschnittlichen Menschenlebens in Deutschland 80 Jahre unterstellt, um die dann ins Verhältnis zu den etwa 300.000 Jahren zu setzen, die es den Homo Sapiens ohne seine Vorläufer aus dem Neandertal erst gibt, dann wären 80 Jahre schon eine Winzigkeit. Niemand würde bemerken, wenn ihm plötzlich 80 Euro von 300.000 fehlen. Die meisten „kleinen Männer“ dürften nicht einmal wissen, daß es den Homo Sapiens erst seit gut 300.000 Jahren gibt. Wenn der „kleine Mann“ das nicht wisse, so der „große Mann“, dann könne er ebenfalls nicht wissen, daß der erste Homo Sapiens überhaupt erst im bislang letzten 13.500stel der gesamten Erdgeschichte barfuß auf die Welt gekommen ist. Der „kleine Mann“ sei zum Beispiel davon überzeugt, daß das Mittelalter „verdammt lang her“ sei. Ihm klarzumachen, daß der Beginn jener vermaledeiten Industrialisierung, derentwegen heutzutage Weltklima, Planet und Menschheit zu retten sind, zugleich das bislang letzte Zwanzigmillionstel (!) der gesamten Erdgeschichte betrifft, sei angesichts seiner Ansichten zur eigenen Wichtigkeit schier unmöglich, ohne daß man damit rechnen müsste, daß er die Axt hervorholt, um einem den Schädel einzuschlagen mit der Begründung, er habe es nicht nötig, sich erzählen zu lassen, daß er kaum mehr als ein Nichts sei. Mit der größten Selbstverständlichkeit verwende er saudumme Phrasen wie „vorindustrielles Zeitalter“ und komme sich dabei vor wie ein Generalgelehrter. Nein, mit 150 Billionen von irgendetwas brauche man dem „kleinen Mann“ gar nicht zu kommen, weil von vornherein klar sei, daß seine Augäpfel mit der Warnmeldung „Intake Overload“ ein bevorstehendes Schädelplatzen ankündigen würden. Der „kleine Mann“ sei schon mit 4,5 Milliarden Jahren Erdgeschichte gnadenlos überfordert. Wenn der „kleine Mann“ in großen Zeiträumen denke, dann erkenne man das daran, daß er davon spricht, was „man“ den Kindern und Enkelkindern hinterlassen dürfe und was nicht. 150 Billionen? – Nicht vermittelbar, sagt der „große Mann“.

Der „große Mann“ behauptet weiterhin, daß die Illusionen des „kleinen Mannes“ hinsichtlich seiner eigenen Größe und Wichtigkeit elementare Voraussetzung dafür gewesen seien, daß die „großen Männer“ schalten und walten können wie sie wollen. Ehe man die Geschichte vom „menschengemachten Klimawandel“ als Gewißheit in die Köpfe des „kleinen Mannes“ pflanzen konnte, sei es deshalb nötig gewesen, ihn davon zu überzeugen, daß er bei aller Winzigkeit der Allergrößte sei, so groß, daß man eigens ein Wort für ihn erfunden hat, das ihm gut gefällt, weswegen er es dann auch mit Freuden angenommen habe. Der „kleine Mann“ halte sich seither für den „Souverän“ in einem großen Illusionstheater namens „Demokratie“. Mit seiner eigenen Einbildung sei er „schachmatt“ gesetzt worden, der „kleine Mann“, sagt der „große Mann“. Mit aller Inbrunst glaube der „kleine Mann“, er habe Angestellte, die „Volksvertreter“ heißen und dafür sorgen, daß er von den „großen Männern“ nicht gnadenlos über den Tisch gezogen wird. Auch glaube er – weil es ihm den lieben langen Tag lang erzählt wird -, alle „die Menschen“ seien gleich. Daß er lediglich ein winziger Teil einer zu verwaltenden, globalen Biomasse namens „Homo Sapiens“ sein könnte, bei der es für den Lauf der Dinge unerheblich ist, wer neu dazukommt und wer abtritt, wolle sich der „kleine Mann“ lieber nicht vorstellen, weil ihm das die Freude an jener chromblitzenden Auspuffblende auf dem Endrohr seines Opel Corsa verhageln würde, die er am Vortage erst montiert hat. Der „große Mann“, sagt der „große Mann“ hinter vorgehaltener Hand, lebe im Grunde von den Illusionen des „kleinen Mannes“.

Das alles vorausgeschickt, kommen „wir“ nun …

Zur Sache

In einem lesenswerten Beitrag bei „Zerohedge“ werden die 150 Billionen (amerikanisch: Trillionen) erst einmal in „mundgerechte Häppchen“ unterteilt. Es geht um 150.000 Milliarden in den kommenden dreißig Jahren, also um 5.000 Milliarden pro Jahr. Die wiederum sind noch nicht vorhanden, da Staaten, die hochverschuldet sind, logischerweise keine 5.000 Milliarden Dollar oder Euro haben. Es geht um Geld, das erst noch gedruckt werden muß, aber leider sämtliche materiellen Werte, die nicht „Geld“ sind, entwertet, egal, wer sie besitzt. Verkauft wird das der Öffentlichkeit als unumgängliche Notwendigkeit, um den Planeten, das Weltklima und die Menschheit zu retten.

Der „Zerohedge“-Autor schreibt unter dem Pseudonym „Tyler Durden“, was da vor sich gehe, lasse sich schon an den bizarren Schlagzeilen ablesen, die allerweil in den USA zu sehen sind – und er präsentiert eine kleine Auswahl.

  • Finanzministerium studiert den Einfluß des Klimas auf Kommunen und Haushalte
  • Brainard: Analyse des Klima-Szenarios wird bei der Risikoidentifizierung helfen
  • Brainard: Klimawandel könnte grundlegende ökonomische Auswirkungen haben

(Anmerkung: Frau Lael Brainard, 59, US-Demokratin, ist Mitglied im „Federal Reserve Board of Governors“. Die FED ist das US-amerikanische Zentralbankbanksystem.)

  • Mester: FED betrachtet den Klimawandel unter dem Aspekt einer Risikobewertung für die Banken

(Anmerkung: Frau Loretta J. Mester ist die Präsidentin der FED von Cleveland)

  • FED unternimmt die richtigen Schritte zur Überwachung des Klimawandels
  • FED sollte die Risiken des Klimawandels für das Finanzsystem mitbedenken

„Zerohedge“: Falls es irgendjemandem noch nicht klar gewesen sein sollte: Keine dieser Institutionen und kein einziger der gelehrten Offiziellen, die diese Einrichtungen leiten, gibt etwas auf den Klimawandel, die Risiken des Klimawandels oder auf das Schicksal künftiger Generationen von Amerikanern – und sicher nicht auf den ansteigenden Meeresspiegel, der ihre prächtigen Strandvillen wegschwemmen wird. Wenn sie das täten, hätten die Staatsverschuldung der USA und ungedeckte Verbindlichkeiten nicht einen Stand von knapp unter 160 Billionen Dollar erreicht.

Man merkt schon anhand der Summe: Tyler Durden scheint einen Zusammenhang konstruieren zu wollen zwischen der tatsächlichen amerikanischen Staatsverschuldung und der anstehenden Geldmengenvermehrung. Knappe 10 Billionen hin oder her – Peanuts. Ihm fällt auf, daß „Klimaneutralität“ das Schlagwort überhaupt ist, wenn es um Finanzpolitik geht. Er zeigt Infografiken und „Fact Sheets“ zur Klimaneutralität, die allesamt in jüngster Zeit verbreitet wurden, und ihm fällt auf, was in allen diesen hübsch aufbereiteten Schaubildern fehlt: China, der größte C02-Produzent der Welt. Aus irgendeinem seltsamen Grund spiele China keine Rolle im amerikanischen Medien- Alarmismus. Tyler Durden vermutet, das sei deswegen so, weil man es sich schlicht und einfach nicht leisten könne, die größte Einnahmequelle der USA mit ökologistischem Gemecker zu verprellen. Wenn das so sei, dann wäre es zugleich auch ein herber Rückschlag für alle grünen Bemühungen zur ach-so-notwendigen Weltenrettung, gerade zu einem für die grüne Agenda sehr ungünstigen Zeitpunkt, an dem enorm ansteigende Energiepreise rund um den Globus als Resultat einer globalen Energiekrise dabei sind, jede breite Unterstützung im Kampf gegen die „globale Erwärmung“ im Keim zu ersticken.

Durden zitiert den Autoren Haim Israel. Der schrieb: „Dies ist das Jahrzehnt der „Klima-Action“. Die UN-Klimakonferenz 2021 (COP26) ist der Wendepunkt beim Rennen um die Erreichung der Klimaneutralität. Eine Transformation hin zu sauberen Technologien auf allen Gebieten ist nötig – und zwar in einer beispiellosen Geschwindigkeit, die wiederum einer Steuerung durch Regierungen und der Kooperationsbereitschaft ganzer Gesellschaften bedarf, um die festgelegten Ziele zu erreichen. Dies ist das letzte Jahrzehnt, um zu handeln. Wasserknappheit bedroht 1,8 Milliarden Menschen, 100 Millionen sehen ihrer Verelendung ins Auge, und 800 Millionen werden durch einen ansteigenden Meeresspiegel bis zum Jahr 2025 nasse Füße bekommen. Die Klima-Migration könnte 143 Millionen Migranten aus Schwellenländern umfassen, die vor extremen Wetterereignissen flüchten müssen.

Eine fünfminütige Google-Suche, so Tyler Durden, reiche natürlich aus, um die „Fakten“ bei der Hand zu haben, die alles belegen, was zum weithin akzeptierten „Dogma“ der grünen Lobby geworden ist. Doch bleibe die Frage unbeantwortet, was der ganze Hokus-Pokus kosten soll. So viel sei klar: Wenn etwas 24 Stunden am Tag derartig heftig beworben werde wie die Klimaneutralität, dann sei es erfahrungsgemäß nicht für lau zu haben. Was soll sie also kosten, diese unglaublich wichtige Klimaneutralität? Der Preis seien eben jene 150 Billionen (150.000 Milliarden), verteilt über 30 Jahre, und das wiederum entspreche dem Doppelten des globalen Bruttosozialprodukts. Wenn das Wort „Größenordnung“ jemals zu seiner vollen Bedeutung gelangt ist, dann in diesem Zusammenhang.

Die große Umverteilung

Letztlich gehe es, so Durden, um das größte „Quantitative Easing“ der Geschichte, also um eine beispiellose Ausweitung der Geldmenge durch die Zentralbanken. Im Rahmen dieser Ausweitung kaufen Zentralbanken im großen Stil private und öffentliche Wertpapiere sowie Staatsanleihen von Geschäftsbanken auf, oft anhand eines fiktiv angesetzten Werts. Die vielbeschworene Klimaneutralität, habe die Bank Of America (BofA) zugegeben, sei lediglich das Narrativ, mit dem die Enteignung der Bürger durch die massenhafte Entwertung ihrer Vermögen als unumgänglich für das physische Überleben des „kleinen Mannes“ auf dem Planeten an den – nun ja: kleinen Mann – gebracht werde. Profiteure einer Ausweitung der Geldmenge und des ungehemmten Gelddruckens seien die Reichsten der Welt. Für alle anderen bleibe ein ärmliches Überleben in einer Welt übrig, die dann sauberer geworden sein wird – oder eben auch nicht. Zu Letzterem könne man zwar keine gesicherten Aussagen abgeben, so viel sei aber sicher: Wenn „wir“ nicht sofort anfangen, Geld zu drucken wie die Bekloppten, wird die Welt garantiert nicht sauberer. Im anderen Fall wenigstens vielleicht. – Durden: Sollte das besorgniserregender und manipulativer klingen als jede bekannte Religion der Menschheitsgeschichte, dann deshalb, weil es exakt so ist.

Was nach meinem Dafürhalten noch schneller und dringender erfolgen müsste, als ausgerechnet eine Debatte um die Klimaneutralität, ist eine zum Thema „konstruierte Realitäten und Narrative“. Einziges und unüberwindliches Problem: Wer sollte diese Debatte erzwingen? Wer sollte sie führen? Jener „kleine Mann“ der sich alles klauen lassen würde, außer die Gewißheit, daß sein Bauchnabel das Zentrum der Welt sei? Soll der über „konstruierte Realitäten und Narrative“ nachdenken und zu Schlüssen kommen, an deren Ende die Erkenntnis stehen müsste, daß er sein Leben lang nichts von dem gewesen ist, was er dachte, daß er es sei? Ist es denkbar, daß der „kleine Mann“ an Selbsterkenntnis interessiert ist? – Wohl kaum. Wer von denen, die voller Stolz „auch eine Meinung“ haben, würde sich letztlich mit der Erkenntnis abfinden, daß er in Wahrheit nur einer der Gartenzwerge in den hübsch gepflegten Parks seiner Realitätskonstukteure ist? – Keiner.