Überraschung: Drosten winkt neuer Job bei der WHO

Foto: Christian Drosten (über dts Nachrichtenagentur)

Für die „Corona-Nervensäge“ Christian Drosten geht es auf der Karriereleiter eine weitere Stufe nach oben. Die WHO hat ein neues Konsortium geschaffen, das Richtlinien zur Erforschung zum Ursprung von Pandemien erarbeiten soll und möchte den umstrittenen deutschen Virologen mit im Team haben. Jetzt wissen wir wenigstens, warum die Pandemie für einige Zeitgenossen so wichtig war – um die Gesundheit ging es dann wohl nie.

Insgesamt 26 Forscherinnen und Forscher aus zahlreichen Ländern wurden von der Organisation für den frisch ins Leben gerufenen Beirat nominiert. Unter den insgesamt 26 Forschern aus Ländern wie China, Russland, den USA, Sudan, Saudi-Arabien und Kambodscha soll sich auf Vorschlag der WHO auch der deutsche „Pandemie-Star“ tummeln. Die Mitglieder der wissenschaftlichen Beratungsgruppe für die Entstehung neuartiger Krankheitserreger (SAGO) seien laut dts-Nachrichtenagentur aufgrund ihrer Expertise in Bereichen wie Epidemiologie, Tiergesundheit, klinische Medizin, Virologie und Genomik ausgewählt worden. Politische Überlegungen hätten bei der Auswahl keine Rolle gespielt, gibt WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan bekannt.

Mit Hilfe der Fachleute möchte man darüber hinaus mehr Informationen zur genauen Herkunft des Coronavirus SARS-CoV-2 sammeln und Untersuchungen beaufsichtigen, wie die WHO in Genf am Mittwoch bekannt gab, berichtet die Kronen-Zeitung.

Nachdem bis heute nicht klar ist, wie und wann genau sich die Corona-Pandemie ausbreitete, hofft man bei einer ähnlichen Situation auf schnellere Aufklärung und mehr Offenheit und will so ein politisches Hick-Hack zwischen Regierungen vermeiden, nachdem China sich bei der Suche nach dem Ursprung von Covid-19 nicht besonders kooperativ gezeigt hatte.

Das Virus tauchte Ende 2019 erstmals in Wuhan in China auf. Die von der WHO vorgeschlagenen ausländischen Experten durften erst mehr als zwölf Monate später (Anfang 2021) in das Land reisen. Trotzdem setzt die WHO anscheinend bei einer nächsten ausgerufenen Pandemie erneut auf die Wirkmacht ihrer Organisation und ihrer Experten.

China sperrt sich gegen eine neue „Ortsbesichtigung“ und wirft den USA und anderen Ländern, die Pandemie und die Suche nach dem Ursprung für politische Zwecke zu mißbrauchen. Die Gegenseite ist davon überzeugt, daß China Informationen für sich behält.

Seitens der WHO laufen die Vorbereitungen auf die nächste Pandemie: „Es liegt in der Natur der Dinge, dass neue Viren mit dem Potenzial, Epidemien oder Pandemien auszulösen, auftauchen“, so WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Das Virus SARS-CoV-2, das weltweit seit und fast 2 Jahren das Leben von Millionen Menschen bestimmt, werde nicht das letzte sein. „Zu verstehen, wo neue Pathogene herkommen, ist die Voraussetzung dafür, künftige Ausbrüche mit epidemischem oder pandemischem Potenzial zu verhindern“, erklärt der äthiopische Biologe, Immunologe und Politiker Ghebreyesus. (MS)