2G: Aldi, Lidl, Rewe wollen bei „hunger games“ nicht mitmachen

Foto:Von Alex Bascuas/shutterstock

Aldi Nord, Lidl und die Rewe-Group, zu der auch Penny gehört, wollen ihre Türen auch weiterhin für Ungeimpfte offen lassen. Sie kündigten an, das 2G-Modell nicht in Anspruch nehmen zu wollen.

Der Handelsverband findet das Aussperren von Menschen ohne Covid-19 Impfung dagegen richtig klasse und hofft auf viele Nachfolger der Hessen-Regelung: „Es ist gut, wenn die Händler die Wahlmöglichkeit haben, wie sie mit dem Thema 2G oder 3G als Zutrittsvoraussetzung zu ihren Geschäften umgehen möchten“, ließ HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth gegenüber dem Redaktionsnetzwerk verlauten.

Wichtig sei, „dass das freiwillig bleibt, denn eine 2G- oder 3G-Pflicht beim Einkauf wäre in der Praxis gerade für Geschäfte mit hoher Kundenfrequenz wie bei Lebensmitteln oder Bekleidung nicht umsetzbar, so Genth weiter. Für diese Geschäfte würden 3G- und 2G-Regelungen „keinen Sinn“ machen.

In Sachsen-Anhalt wendet sich die AfD-Fraktion gegen die Anwendung der 2G-Regel. Sie sei „diskriminierend und spaltend“, erklärte der Gesundheitspolitiker Ulrich Siegmund am Freitag im Landtag. 2G baue künstlich Druck auf ungeimpfte Sachsen-Anhalter auf, darüber hinaus schüre die Landesregierung „grundlos Panik“ vor dem Coronavirus. Die AfD fordert die sofortige Abschaffung der 2G-Regel und will Geldstrafen, wenn Ungeimpfte weiter diskriminiert werden.
Die seit September eingeführte 2G-Regel wird in Sachsen-Anhalt nicht überall positiv aufgenommen. Nicht wenige Menschen, die sich dem Impfzwang durch die Hintertür bisher widersetzt haben, fühlen sich ausgegrenzt.

Mit dem Erlass der seit September geltenden Verordnung darf jeder Betrieb mit Publikumsverkehr selbst entscheiden, nur noch Geimpfte und Genesene einzulassen – im Gegenzug können Einschränkungen wie Maskenpflicht, Abstandsregeln und Kapazitätsgrenzen fallen.

Insbesondere in der in der Kulturbranche und der Gastronomie werde das Modell „gut angenommen“, findet SPD-Landesgesundheitsministerin Petra Grimm-Benne. Bisher sei es bei 345 Veranstaltungen angewendet worden, berichtet die MZ.
Still und leise geht die bestehende – mittlerweile 14.Corona-Verordnung – in eine weitere Verlängerung:

Sie wäre am 7. Oktober außer Kraft getreten und soll nun bis zum 12. November per Umlaufbeschluss verlängert werden. Inhaltliche Veränderungen sind nicht geplant, heißt es. (MS)