Erdingers Absacker: Von Karin Prien über Adam Smith zu Christian Lindner

Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

+++ Frau Karin Prien, ihres Zeichens schleswig-holsteinische Bildungsministrierende, hat zugegeben, daß es öffentliche Frauen ohne eine Frauenquote einfach nicht schaffen. Was auch immer sie mit „schaffen“ gemeint haben könnte. So steht es jedenfalls in der „Welt“. „Die CDU brauche ein Team aus Frauen und Männern an der Spitze, die sich vertrauten – das sei nur mit der Einführung einer Frauenquote möglich, sagt Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien. Das Argument dagegen, es gehe um Leistung, sei oft fadenscheinig.“ – Ein inexistenter Experte für Fäden & Scheine gab daraufhin zu bedenken, ein Team, in dem Männer Vertrauen zu Quotenfrauen haben, brauche „oft“ keine Männer. Die Begründung der Bildungsministerin, derzufolge Leistung als Argument gegen eine Frauenquote fadenscheinig sei, sei fadenscheinig. +++

+++ Wie der Deutschlandfunk meldete, hält die Europäische Union eine Aufnahme von 42.500 afghanischen Flüchtlingen über fünf Jahre für „machbar“. Den Worten der EU-Innenkommissarin Johansson zufolge gebe es diesbezüglich eine „moralische Verpflichtung“. Die Entscheidung über eine solche Aufnahme liege aber „selbstverständlich“ bei den Mitgliedsstaaten. Ein inexistenter Vermutungs-Experte äußerte daraufhin den Verdacht, Frau Johannson könnte aus Moralförderungsgründen insgeheim auch eine 100-prozentige Frauenquote für die EU-Kommission befürworten. +++

+++ Der Philosoph Adam Smith (1723 – 1790) gilt als Begründer der klassischen Nationalökonomie. In der „FAZ“ wurde er zitiert. „Große Nationen werden niemals durch private, doch bisweilen durch öffentliche Verschwendung und Misswirtschaft ruiniert. In den meisten Ländern werden nämlich alle oder nahezu alle öffentlichen Einnahmen dazu verwendet, um unproduktive Leute zu unterhalten.“ Ein inexistenter Unterhaltungs-Experte schrieb daraufhin einen Leserbrief an die „FAZ“, in welchem er anmerkte, daß die wechselseitige Unterhaltung von Scholz mit Habeck und Lindner sicherlich nicht stattfinden würde, wenn irgendwer etwas auf den alten Smith gäbe. +++

+++ Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sichs völlig ungeniert. Das gilt besonders für den Gelegenheitsliberalen Lindner. Er würde das Fell des Bären am liebsten schon verteilen, bevor er erlegt ist. Früher galt es als gelebte Praxis, erst zu sondieren, dann den Koalitionsvertrag zu verhandeln und erst danach über die Ressortverteilung zu reden sowie die Namen der entsprechenden Minister in Umlauf zu bringen. Die FDP des Jahres 2021 hatte noch nicht einmal einen Parteitag oder einen Beschluß des Bundesvorstandes, um sich in suizidale Koalitionsverhandlungen mit SPD und Grünen zu stürzen. Ein inexistenter Benimm-Experte kommentierte den unschönen Sachverhalt lakonisch mit „vorfreudige Inkontinenz“. +++

+++ FDP die Zweite: Der Gelegenheitsliberale Lindner warnte die Union inzwischen vor einem Rechtsruck, wie t-online berichtete. Der Union wird jedoch nichts anderes übrig bleiben, als sich dorthin zurückzubegeben, wo sie vor Merkel stand. Ein inexistenter Gelegenheits-Experte: Es hätte nicht die FDP-Fraktion sein sollen, die den Wunsch äußerte, im Plenarsaal des Bundestages nicht mehr links neben der AfD-Fraktion platziert zu werden. Viemehr hätte es die AfD-Fraktion sein sollen, die nicht mehr neben der FDP sitzen will. Opportunistische Stinkmorchel sollten überhaupt außerhalb geschlossener Räume sitzen müssen. +++