Ex-Muslime erledigen den Job: Demonstration gegen Muezzin-Ruf

Der Muezzin ruft jetzt in Köln; Bild: Privat
Der Muezzin ruft jetzt in Köln; Bild: Privat

Die Stadt Köln unter ihrer „Eine-Armlänge-Abstand“-Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat den Moscheengemeinden der Stadt den Ruf vom Muezzin während des Freitagsgebetes angeboten. Während der deutsche Michel auch diese Islam-Allmachtdemonstration devot über sich ergehen lässt, sind am Freitag Ex-Muslime auf die Straße gegangen, um gegen diesen islamischen Wahnsinn zu demonstrieren.

Vor der Ditib-Moschee in Köln-Ehrenfeld hatte der Zentralrat der Ex-Muslime dazu aufgerufen, an einer Demonstration gegen den Beschluss der Stadt Köln teilzunehmen. Dieser hatte, unter Federführung der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) – die Dame wurde durch ihre „Eine-Armlänge-Abstand“-Empfehlung an die Opfer der massenhaften sexuellen Übergriffen durch Migranten bekannt –  den Muezzin-Ruf während des Freitagsgebetes erlaubt.

Unter den etwa 30 Demonstranten am Freitag war auch Frauenrechtlerin Rana Ahmad: „Ich bin 2016 aus Saudi-Arabien geflüchtet, weil dort Frauen unterdrückt werden und man als Atheist dort nicht leben kann.“

Eine andere Demonstrantin sagte zur Bild: „Ich hätte es nie für möglich gehalten, diesen Ruf nun auch in Deutschland zu hören.“

Auch einige Anwohner, die an der Demo teilnahmen, beklagten sich, denn: Ihnen wurde beim Bau der Moschee versprochen, dass der Muezzin hier nicht ausgerufen werde. Und in der Tat: Bei der Planung der großen Zentralmoschee in Ehrenfeld wurden mit der Stadt „sehr strenge Bedingungen verabredet“: „Dazu gehörte, dass es keine Muezzin-Rufe zum Gebet geben wird“, berichtet hierzu ebenfalls das Portal 24rhein.

Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrat Der Ex Muslime, veröffentlichte nachfolgenden, offenen Brief an die Islam-verliebe OB Henriette Reker.

„Sehr geehrte Frau Reker,

wir haben erfahren, dass auf Wunsch islamischer Gemeinden ein zweijähriges Modellprojekt in Köln starten wird, das den Freitags-Gebetsruf in Moscheen über Lautsprecherübertragung erlaubt. Sie begründen diese Entscheidung mit den Worten, dass Muslime ein fester Bestandteil der Stadt sind und der Gebetsruf neben den Kirchenglocken zeigt, wie wichtig gelebte Vielfalt in Köln ist.
Wir – Männer und Frauen aus islamischen Ländern – sind nach Deutschland geflohen und haben hier Schutz vor religiöser Verfolgung gefunden. Nicht wenige von uns haben in ihren Herkunftsländern öffentliche Hinrichtungen Andersdenkender erlebt, während der islamische Gebetsruf erschallte. Im Namen unserer Verwandten und Freunde, die inhaftiert, gefoltert und hingerichtet wurden, bitten wir Sie, sich die andere Seite der islamischen Realität anzuhören. Bei jedem Gebetsruf werden all diese schrecklichen Erinnerungen für mich und auch für viele andere aus dem Iran, dem Irak, Afghanistan, Syrien und Saudi-Arabien lebendig. Auch wenn wir hier in Sicherheit leben, erzeugt der Gebetsruf in uns einen starken psychischen Druck und eine Retraumatisierung. Wir protestieren daher entschieden gegen Ihre Entscheidung!
Muslime gehören zweifelsohne zu Deutschland – der Islam dagegen nicht. Keine Religion gehört zu irgendeinem Land oder irgendeiner Stadt! Religion ist Privatsache und gehört immer nur zu denjenigen Menschen, die daran glauben. Sie sagen, Sie respektieren die Vielfalt in Köln, wollen aber gleichzeitig eine Beschallung durch eine Religion erlauben, unter deren Herrschaft Atheisten, Homosexuelle, Juden und Apostaten diskriminiert und mit dem Tod bedroht werden. Dies ist inakzeptabel!
Der öffentliche Raum sollte weltanschaulich neutral sein. Niemand sollte zwangsweise mit religiösen Symbolen und Bekundungen konfrontiert werden. Dass in Deutschland jede Woche der Klang von Kirchenglocken die Ruhe derer stört, die das Glockengeläut aus guten Gründen nicht hören wollen, muss überdacht werden. Mit der Einführung des Muezzin-Rufs legen Sie den wetlanschauungspolitischen Rückwärtsgang ein, statt das Problem der immissionsschutzrechtlichen Privilegierung richtig anzugehen. Konfessionsfreie Menschen stellen inzwischen mit rund 41 Prozent den größten Bevölkerungsanteil in Deutschland vor den Katholiken (27 Prozent) und den Protestanten (24 Prozent). Konfessionsgebundene Muslime machen gerade einmal 3,5 Prozent (!) der Bevölkerung aus.
Im Sinne einer säkularisierten Gesellschaft, als die sich Europa versteht, sollten Sie keinen Schritt in vormoderne Zeiten machen, indem Sie islamischen Organisationen mehr politische Präsenz und Macht verleihen. DITIB ist der verlängerte Arm von Erdogan, das islamische Zentrum Hamburg die ausgestreckte Hand der islamisch-kriminellen Regierung des Iran. Ihrem politischen Dominanzstreben sollten wir keinen Vorschub leisten, sondern Einhalt gebieten. Der Schutz unserer offenen Gesellschaft hat Vorrang.
Mein Aufruf geht daher an alle Menschen in Köln, sich der Entscheidung des Stadtrats zu widersetzen, aufzustehen und zu protestieren. Mein Aufruf geht an alle modernen und menschenrechtsorientierten Organisationen in Deutschland, an atheistische Organisationen, an Kirchenkritiker und Säkularisierungsbefürworter, sowie an Frauen- und LGBTIQ-Organisationen – kurz: an alle Menschen, die Humanismus und Aufklärung als Grundlage des friedlichen Zusammenlebens verstehen.“